stottern hat mein leben zerstört

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  • hallo


    ich bin 20 jahre alt und stottere seit meinen 8. Lebensjahr und ich habe schon sehr viele therapien gemacht, bin zurzeit wieder bei einer logpädin
    in der grundschule und hauptschule wurde ich übelst gemobbt. Dann hab ich mich auf einer Militärschule beworben(ja, ich wollte zum Militär, will ich noch immer)
    Den Aufnahmetest sportlich und schriftlich habe ich bestanden, aber dann beim Vorstellungsgespräch haben sie mir gesagt dass ich mit meinen Stottern niemals eine Chance hätte beim Militär und das war mein Tiefpunkt im leben ich wurde depressiv bis heute, bin bis heute auch in psychotherap. behandlung aber es nützt nichts.
    Danach nach der Absage von der Militärschule bin ich auf eine HTL für Bautechnik gegangen und ich habe sie erfolgreich abgeschlossen und jetzt bin ich auf Jobsuche, da ich mir kein Studium leisten kann und ich möchte keinen Kredit aufnehmen und von meinen Eltern habe ich auch noch nie richtig unterstützung bekommen.
    Ich hatte auch schon 5 bewerbungsgespräche und es waren alles absagen wegen dem stottern, da man in der baubranche viel reden muss und es ist sehr stressig.
    Also ich habe eine Ausbildung in der ich nicht wirklich arbeiten will und kann, ich will schon arbeiten aber es ist halt nicht der beruf den ich mir vorgestellt habe.


    Und mit meiner familie verstehe ich mich auch nicht richtig, manchmal verspotten sie mich wenn ich stottere und freunde habe ich auch keine.
    Und dass ich einmal eine nette frau kennenlerne, mit der ich eine Beziehung führen möchte, mit dem habe ich mich schon längst abgefunden, es gibt sie nicht für mich.
    das Leben als Stotterer ist einfach nur Folter

  • Hi lass den Kopf nicht hängen!!!
    Ich glaube uns allen geht es ähnlich. Ich habe auch schon Logopäden hinter mir und nicht nur einen…ich glauben mit unseren 20 Jahren haben wir manchmal mehr durch als die anderen , die „normal“ sprechen. Ja das Leben als Stotterer is echt eine Folter, doch wir sollten uns davon nicht abschrecken lassen, dann was bringt es uns zu verkriechen? Ich habe ein paar sehr gute Freunde die mich so nehmen wie ich bin auch wenn ich ein paar Hänger habe…was solls. Natürlich gibt es auch tage wo ich denke…das ich nicht mehr will…ich alles dafür geben würde um normal zu sein, doch was ist so verdammt falsch an uns…nur weil wir stottern sind wir nicht gleich weniger wert als die anderen…Ich verstehe dass du denkst stottern hat dir dein Leben zerstört, doch es ist nichts zu ändern, wir werden uns immer mehr anstrengen müssen als andere um das zu kriegen was wir wollen…doch aufgeben solltest du nie…das geht vorbei…und wenn du nicht so raus gehst das dich eh niemand mag wird es was Freunde angeht und Beziehungen auch klappen…Irgendwo ist jemand der genau zu dir passt. Ich stottere seit ich 3 oder 4 bin und auch wenn ich anfangs zurückhaltender fremden gegenüber bin hat mich das was Freunde finden oder einen festen Freund nicht behindert…denn das stottern ist zwar ein teil von mir…aber ich bin immer noch ich…ich hoffe du kommst bald aus deiner depri phase…
    lg

  • Mein Stottern hat auch mein Leben zerstört.In der Schulzeit wurde ich gehänselt und habe in der mündlichen Zensur immer eine 6 bekommen. Das Mündliche musste ich immer durch das Schriftliche ausgleichen. Um eine Endzensur von 4 zu erhalten musste ich bei Mündlich 6 immer Schriftlich eine 1-2 schreiben. Verhältnis Mündlich zu Schriftlich 70:30 Prozent. Das bedeutete Lernen und Lernen, keine Freizeit. Für Freunde hatte ich keine Zeit bzw. habe ich keine gehabt, weil mich alle nur geärgert haben. Verbal konnte ich mich nie wehren und ein Schläger war ich auch nicht, um mich körperlich zu wehren. Ich war total isoliert und bin es sogar heute noch mit 33 Jahren. Auf Menschen kann ich nicht zu gehen und es macht kein Spaß sich mit dem Stottern zu quälen. Ich bin ein gutaussehender Mann und wurde früher und auch noch heute oft von Mädchen oder Frauen angesprochen. Leider schaffe ich es dann nicht aus Sprechangst ein Gespräche aufzubauen. Wenn dieses Stottern nicht gewesen wäre, dann hätte ich sicher eine tolle Freundin gehabt. Und das tut mir jedesmal im Herzen weh, wenn sich für mich eine interessiert, aber ich quasi nichts machen kann.


    Übers Internet habe ich dann mal ein paar Dates gewagt, weil sich durch das Schreiben vertrauen aufgebaut hatte. Aber die meisten Frauen waren sehr abgeneigt und haben mir vorgeworfen, dass ich zu wenig rede. Da wurde ich auch noch depressiver und habe nun noch mehr Sprechängste.


    Beruflich geht es mir genauso wie Mario. Eigentlich wollte ich Erzieher werden, doch das Arbeitsamt hat gleich abgeraten wegen dem stottern. Dann habe ich eine überbetriebliche Ausbildung zum Bürokaufmann gemacht in einem Berufsbdilungswerk für Menschen mit Behinderungen. Aber nie eine Anstellung trotz einiger Vorstellungsgespräche bekommen. Das Arbeitsamt hat mich dann in eine Trainingsmaßnahme geschickt und nun kommt der Hammer: ich sollte eine Telefonzentrale und Kunden im Kiosk bedienen als Stotterer. Das konnte ich dann nicht, dann meinten die von der Maßnahme,dass sie für mich schwarz sehen. Als Folge hat mich das Arbeitsamt ohne meinen Willen in eine Behindertenwerkstatt geschickt. Wo ich nicht als Bürokaufmann abeiten kann, sondern wo ich nun Lattenroste zusammen schrauben muss. Wozu dann die Ausbildung zum Bürokaufmann?

  • Hallo, ihr Lieben!


    Ganz klar gesagt: das hat niemand von uns verdient. Und ich denke, dass viele Menschen, die vom Stottern betroffen sind, ähnliches wie zuvor beschrieben, erlebt haben und immer noch erleben. Doch daran zu verzweifeln und den Kopf in den Sand zu stecken? Nein! Das ist sicher nicht der Königsweg.


    Diese Geschichten erinnern mich an mein eigenes Werden, an meine Vergangenheit. Oft war ich niedergeschlagen, traurig, unglücklich, hab mich als fünftes Rad am Wagen, als nichtsnütziges Alien der Gesellschaft, als Versager, als minderwertig gefühlt. Wut und Trauer geben sich die Hand. Aber immer wieder hatte ich bemerkt, dass viele der Menschen, die mir begegneten, mein Stottern zwar wahrnahmen aber diesen "Makel" nicht in den Fordergrund stellten. Sie beurteilten mich mehr nach meinen Talenten, meinen Visionen und Taten. So konnte ich mich mehr und mehr aus dem Korsett des Stotterns befreien. Was nicht heißt, dass es mir weiterhin sehr zu schaffen machte. Die letzte - für mich auch emotional sehr ausschlaggebende - Situation war, dass ich mir bei einem Kundengespräch die Zunge blutig gebissen hatte. Tränen und Verzweiflung waren die spontanen Auswirkungen. Und dann ... regte sich der Widerstand in mir.


    Erst später wurde mir klar, ich hatte mich entschlossen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu handeln. Ich begann mit (m)einer (zigsten) Therapie ... und zog diese (fast) hundert prozentig durch. Weil ich wollte! Weil ich die (sorry) Schnauze voll hatte. Weil ich leben wollte.


    Heute helfe ich anderen Stotterern, ihren Weg zu finden, zu gehen und hoffentlich durchzuhalten. Meine Helfer waren meine Visionen und sie werden es auch bleiben. Beispiele: "Jetzt ist der Augenblick der Macht", "Energie folgt der Aufmerksamkeit" ... "Ich bin meines Glückes Schmied".


    In diesem Sinne: "Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als über Dunkelheit zu klagen." (China)


    Liebe Grüße,
    Hans


    P.S.: Never give up!

  • Da möchte man ja laut herauslachen, was Du dem Stottern alles für MACHT zuschreibst und wie schäbig Du mit Dir selbst und Deinen besten Kräften umgehst. Du machst ständig alles verkehrt und musst damit logischerweise scheitern, sonst lernst Du es ja nie. Doch statt dass Du Dir Deine Lernhilfen des Lebens anschaust, machst Du die Augen zu und rennst mit noch mehr Wucht mit dem Kopf gegen die Wand. Logischerweise tut es danach noch mehr weh. Das ist also alles in bester Ordnung mit Deiner Entwicklung, die im Wesentlichen in einer Zunahme der Verwicklungen besteht.
    Die Lösung der Probleme besteht nicht darin, Fleißaufgaben zu machen.
    Die Lösung der Probleme besteht nicht darin, sich anzustrengen.
    Die Lösung der Probleme besteht nicht darin, bei anderen die Lösung zu suchen und ihnen die Schuld zuzuschreiben.
    DU bist der CHEF aller Deiner Kräfte & Talente.
    Wie gehst Du mit Deinen Kräften & talenten um?
    Stehst Du zu ihnen allen? Hältst Du ihnen die Treue?
    Wie oft am Tag sagst Du ihnen, dass Du froh bist, sie zu haben, und dass sie GUt sind?
    Wann hast Du ihnen gesagt, dass Du sie brauchst und wie wichtig sie für Dich sind?
    Wann hast Du ihnen zuletzt Stärkung zugesprochen und sie aufgerichtet?
    Welche Aufträge gibst Du ihnen?
    Sie sind doch allein dafür auf der Welt, alles für Dich zu tun.
    Warum vermasselst DU ihnen das ständig?
    Warum kümmerst Du Dich nicht um sie?
    Warum pflegst und stärkst Du sie nicht regelmäßig durch gute Worte und Gedanken?
    DU BIST DER CHEF.
    Das nimmt Dir niemand ab.
    Deine Kräfte & Talente warten auf Dich.
    Wie sollen die Kräfte & Talente in Deinen Familienangehörigen und all den anderen Leuten vor Dir Respekt haben, wenn sie sehen, wie Du mit Deinen Kräften & Talenten umgehst?
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

  • Hi,


    ich selbst habe auch die Nase voll von meiner Sprachblockade, ich bin 36 Jahre, selbständig seit 11 Jahren und habe ca. 80% meiner Geschäftskunden in Englischer Sprache! Obwohl ich komplett alles verstehe kann ich zu 90% nur 1 Wort wie OK, GREAT oder PERFECT sagen da ich ansonsten in einer Sprachblockade hängenbleibe und es peinlich wird! Meine gesamte Kommunikation läuft somit per Email ab!!!


    Stotterer die noch einen Beruf suchen kann ich dringend empfehlen einen Beruf am Computer zu suchen wo ihr die Kommunikation per Email machen könnt, ohne direkten mündlichen Kontakt zum Kunde. Der mündliche Kontakt lässt sich nie ganz ausschließen (v.a. in dringenden Fällen), aber ich konnte diesen zu 90% ausschließen, meine Telefonkosten sind 2-3 Euro pro Monat!!! :-)

  • Das schwerste ist sicher eine Partnerin zu finden:-(.... Ich bin da immer wieder auf die Fresse geflogen, da ich meistens sehr ruhig bin und wenig rede. Beim Kennen Lernen beschränke ich mich dann auch immer höchstens auf kurze Sätze. Ich kann nicht mehr reden, da die Blockkade zu groß ist. Das gefällt den Frauen nun gar nicht, dass ich so auf den Mund gefallen bin. Dann bekomme ich nur Vorwürfe an den Kopf geschmissen, dass ich zu wenig reden würde und natürlich deswegen auch zu schüchtern bin. Wenn ich mehr Vetrauen zu Menschen habe, dann rede ich auch mehr! Aber wie soll man das den Frauen erklären? Meistens lassen sie doch die Stotterer gleich sitzen und geben uns keine Chance. Nur wenn Menschen über uns zu denken, dann sind sie es auch nicht wert.

  • ja, das mit den frauen ist echt sehr schwer, ich rede auch nur kurze Sätze wenn ich mit Frauen rede, außer ich bin betrunken, da rede ich ununterbrochen, aber nur Scheiße, so dass die Frauen einfach abhauen. Mich haben auch schon viele Frauen angesprochen, aber wenn sie dann hören dass ich stottere flüchten die meisten gleich, irgendwie ist das auch hart.

  • Hi,


    ich selbst habe auch die Nase voll von meiner Sprachblockade, ich bin 36 Jahre, selbständig seit 11 Jahren und habe ca. 80% meiner Geschäftskunden in Englischer Sprache! Obwohl ich komplett alles verstehe kann ich zu 90% nur 1 Wort wie OK, GREAT oder PERFECT sagen da ich ansonsten in einer Sprachblockade hängenbleibe und es peinlich wird! Meine gesamte Kommunikation läuft somit per Email ab!!!


    Stotterer die noch einen Beruf suchen kann ich dringend empfehlen einen Beruf am Computer zu suchen wo ihr die Kommunikation per Email machen könnt, ohne direkten mündlichen Kontakt zum Kunde. Der mündliche Kontakt lässt sich nie ganz ausschließen (v.a. in dringenden Fällen), aber ich konnte diesen zu 90% ausschließen, meine Telefonkosten sind 2-3 Euro pro Monat!!! :-)


    Sehr empfehlenswert sich möglichst hinter einem Computer zu verstecken. Dann weicht man jeglicher sprachlicher Kommunikation aus, hat zunehmend Angst vorm Sprechen, weil man sich selbst die schlimmsten Reaktionen ausmalt. Man kann sich ganz toll isolieren und sein Selbstbewusstsein im Umgang mit Menschen nicht erahnen und trainieren. Mich nervt es auch. Aber ich sehe nicht ein, mich deswegen zu verstecken. Irgendwann schaffe ich es mein Selbstbewusstsein zu steigern und mein Stottern besser in den Griff zu bekommen (ja, irgendwann). Und noch allgemein: lasst nicht euer Leben vom Stottern "zerstören", es ist zu schade dafür. Wir bestimmen unser Leben, nicht das Stottern. Denn es gehört uns, und nicht unserem Sprachproblemchen!

  • ich finde du hast vollkommen recht, blue! wir sind mehr als nur unser stottern, also sollten wir das auch leben! warum machen wir das stottern zu unserem größten problem? es liegt an uns, was wir sind, was wir aus uns machen! ich will und werde MIR SELBST meinen beruf aussuchen und diese wahl will ich nicht meinem stottern überlassen!

  • Hallo


    Ich finde ihr solltet die Aussichten auf eine Beziehung nicht so schwarz sehen.


    Ich selbst stottere nicht, dafür aber mein Freund (und das sogar ziemlich stark).


    Mich hat das nie gestört, auch wenn es anfangs schon etwas ungewohnt war und ich nicht immer genau wusste wie ich damit umgehen soll.


    Ich denke im Endeffekt ist es nicht das Stottern, dass euch davon abhält jemanden zu finden, sondern die Angst. Traut euch ruhig mit den Frauen (oder Männern) zu sprechen ... oder wenn euch das lieber ist ihnen über das Internet zu schreiben. ... Nur wenn ihr gar nicht erst versucht Kontakt aufzunehmen, dann kann das nichts werden - wie soll man sich dann Kennenlernen.


    Natürlich kassiert man auch mal einen Korb. Aber das geht jedem so, egal ob er/sie stottert oder nicht.


    "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren." Winston Churchill


    In diesem Sinne traut euch und nicht den Kopf hängen lassen

  • Hallo,
    Jetzt will ich auch mal meinen Senf dazugeben (wie ich es seit einiger Zeit auch im realen leben mache :) )


    Die Grundlage, die ihr schaffen müsst, ist zunächst eure eigene Einstellung zu eurem Stottern zu ändern !
    Wenn ihr selber der Ansicht seid, " dass mein Stottern mich am leben behindert, dass es mir Berufsmöglichkeiten raubt, dass es traurig macht, dass es mich einsam macht etc... ",DANN PASSIEREN EUCH ALL DIESE DINGE.


    Wir (Stotterer) sollten uns eingestehen, dass das Stottern NICHTS schlimmes ist. alle schlimmen Dinge, die man dem stottern zuschreibt kommen ja eigentlich nur von uns selbst. Die meisten Menschen sind toleranter als wir denken, da spreche ich aus eigener Erfahrung, !!gebt eurem sozialem Umfeld mehr vertrauen , es gibt auch Menschen (z.b. Kollegen, Mitschüler , Freunde, Familie) die nicht wissen wie sie mit dem stottern umgehen sollen, und euch bewusst nicht ansprechen, um euch "keine Umstände" zu machen " ,


    Nicht jeder lacht euch aus, guckt stutzig, oder was auch immer, nur weil ihr versucht,euch "ungewöhnlich" auszudrücken oder mal ein Wort wiederholt. Wir sollten mehr auf unsre Mitmenschen zugehen und ihnen zeigen, dass es uns egal ist, ob wir stottern oder nicht , sondern dass vielmehr der Kontakt und der Inhalt im Vordergrund stehen .
    Kein Mensch wird von einem auf den anderen Tag auf euch zugehen und euch so behandeln wie wir es wollen,. wir müssen uns diese "sprachliche Emanzipation" selbst hart erkämpfen !!
    Die angst ist, wir hier breites viele richtig sagten, das Hauptproblem, die angst nährt unsre Unsicherheit und nimmt uns jede Grundlage für ein gesundes Maß an Selbstvertrauen.
    diese Grundlage müssen wir aber selber hart erarbeiten, auch wenn es natürlich seine zeit braucht, darf man nicht sofort verzweifeln.
    Hier rede ich nicht von einigen tagen/ Wochen, sondern Monaten /Jahren.
    geht auf eure Mitmenschen zu, sprecht mit ihnen, auch wenn ihr stottert!, denkt nicht darüber nach, konzentriert euch nur auf den Inhalt, den ihr sagen wollt, lasst es nicht zu , dass in euch , Gefühle und Gedanken wie Scham, Hilflosigkeit, oder Sprüche wie "Versager, Dummkopf, ihr wisst wovon ich rede ^^)" hochkommen.
    Drückt euch aus, und sagt ihnen, dass ihr stottert, sprecht neue Leute die ihr kennen lernt ruhig drauf an, dass ihr stottert, und dass es euch nichts ausmacht!
    schafft eine solide Basis-Einstellung für euch und IN EUCH.
    Da helfen euch die selbst brillantesten Experten des gesamten Universums nicht.


    Zu guter letzt ein , wie ich finde, sehr hilfreiches und bildhaftes Beispiel:
    kein Baum der Welt würde ohne seine Wurzeln überleben, sie geben ihm Halt und versorgen ihn mit allem, was es zum WACHSEN braucht :),
    und auch KEIN Baum der Welt würde auf einer 20 Meter tiefen Beton-Platte wachsen können !:)
    Alles braucht seine Zeit um sich zu entwickeln, auch das Nicht-stottern ;)


    Also auf gehts :)
    ihr wisst nicht wie viele tolle Menschen/Augenblicke/Chancen ihr ansonsten liegen lässt.

  • Hi, Ihr alle hier,
    was "life80" hier geschrieben hat, dass ihn das Arbeitsamt in einer Behindertenwerkstatt arbeiten lässt, nur weil er stottert, macht mich sehr wütend....Wir Stotterer sind doch nicht geistig oder körperlich behindert!
    Ich würde mir liebe Menschen suchen, die mir helfen, dagegen anzugehen...notfalls auch bis vor´s Gericht.
    Das Beste wäre, wenn es in den Medien mal dick und breit stehen würde, dass wir Stotterer keine Menschen zweiter Klasse sind.
    Aber nein, das Thema wird tabuisiert...überall bauen sie alle die neuen Wohnungen und Geschäfte "behindertengerecht"; damit die Rollstuhlfahrer keine Hürden mehr bewältigen müssen, überall hin können, wo sie wollen...Ich gönne es ja auch allen körperbehinderten Menschen, das ihnen so geholfen wird....aber wer hilft uns? Wir werden beim Vorstellungsgespräch, wenn wir dann sprachlich uns nicht so artikulieren können, abgekänzelt...dann heißt es:" Tut uns leid, die Stelle ist schon vergeben" oder "wir werden uns in den nächsten Tagen bei Ihnen melden" und tun es dennoch nicht, weil sie nicht öffentlich zugeben wollen, dass ihnen der Sprachfehler für die neue zu vergebene Arbeitsstelle nicht in ihren Kram passt.


    Ich als Stotterer habe fünf Jahre in einem Supermarkt gearbeitet....allerdings nicht an der Kasse ( weil man da wohl mehr reden muss) , sondern zum Regale auffüllen, im Backshop, usw...Allerdings kam es auch öfters vor, dass mich die Kunden etwas gefragt haben. Meistens war ich auch ganz entspannt und konnte ganz gut reden; war sogar noch freundlicher und zuvorkommender als meine "normal-sprechenden" Kollegen. Ich habe jedem Kunden die Ware gezeigt, bin immer mit hingegangen...nicht wie andere, die sagen :"da vorne, dritter Gang rechts"...
    Nun bin ich umgezogen ( das war leider auch nur ein 400 € -Job, der mir auf Dauer nicht gereicht hat)....und bin nun auch arbeitssuchend, habe es noch vor mir...diese Vorstellungsgespräche, usw... Deswegen will ich nun erstmal diesen Punkt "erarbeiten" und mein Wunsch und Wille ist, ein Stotterer-Seminar zu besuchen, welches die Krankenkasse bezahlt. Ich habe als Kind diverse Therapien gemacht, Gehirnströme messen lassen, usw... erfolgreich war das alles leider nicht...aber ich gebe bis heute die Hoffnung nicht auf....

  • Erstmal Moin an alle ;)


    Als ich diesen Thread entdeckt habe, dachte ich erst das wäre ein Fehler oder dergleichen aber als ich so gelesen habe was einige von euch Schreiben habe da dachte ich, ich hör nicht richtig! Es mag vllt taktlos erscheinen so etwas zu sagen aber ''das Stottern kann kein Leben zerstören, nur ihr Selber könnt so etwas tuen!'' Den ihm Gunde seid ihr es die so etwas geschehen lassen da euch eurer eigenes Schamgefühl und eure Unsicherheit davon abhalten die Sachen zu tun die ihr eigentlich gerne tun möchtet.
    Wie zum beispiel eine Arbeit finden, eine Beziehung einzugehen oder neue Bekanntschaften zu machen.


    Wahrscheinlich wird es denn meisten nicht gefallen was ich hier schreibe aber das ist keine Fiktion sondern es sind die Erfahrungen die ich ihm Laufe meines noch Jungen Lebens gemacht habe. Auch ich bin ein Stotterer und zwar schon seit über 8 Jahren, ich wurde auf übelste Gemobbt und Schikaniert, von anderen gemieden und Miss verstanden, ich brauchte 2 Jahre um eine Ausbildung zu finden und habe dabei über 120 Bewerbungen ihn denn verschiedensten Bereichen geschrieben. Was ich damit sagen will ist das ich genau weiß wie ihr fühlt aber zu sagen das dass Stottern einem das Leben zerstört hat ist ziemlich Verlogen!!!


    Ich brauchte sehr Lange um zu begreifen das nicht das Stottern schuld an meiner Missere war sonder ganz alleine ICH............. denn ICH hatte mich Schließlich nicht durchringen können etwas zu machen, ihn der Schule mich gegen das Mobben zu wären oder fremde Leute einfach Anzureden. Nach einer weile ging ich die Probleme an, wagte einen gang zum Logopäden, redete Offen über mein Stottern und habe mich meist versucht so gut es ging mitzuteilen, dadurch fühlte ich mich immer besser und ich konnte mit ansehn wie nicht nur ich mich veränderte sondern auch mein Leben an Freude und Quallitet zunahm.


    Zum ende möchte ich nur ein sagen.................. Gebt nicht andere die Schuld (bzw dem Stottern) sondern sucht sie bei euch selber! Ihr müsst die dinge einmal aus einen anderen Perspektive sehn und versuchen etwas aus eurem Leben zu machen................ denn am Ende habt ihr nur das eine und das sollte wenigstens ein erfülltes Leben sein.


    Noch einmal ein Appel, falls ich mit meinem Schreiben jemanden zu gekränkt habe sollte so tut es mir Leid aber ich habe lediglich geschrieben was ich denke und selber durchgemacht habe. Ansonsten noch alles gut und ein schönen Abend noch;) MfG Klimenty

  • hi


    dass mit den "arbeiten in einer behindertenwerkstatt" finde auch auch sehr ziemlich übel, ich weiß nicht wie das gesetlich aussieht, aber ich würde auf aller Fälle einmal einen Anwalt um Rat bitten, weil das kann's dch nicht sein, man ist ja nicht körper-oder geistig behindert, man stottert halt nur.


    Ich brauchte sehr Lange um zu begreifen das nicht das Stottern schuld an meiner Missere war sonder ganz alleine ICH


    Irgendwie hat Klimenty Recht, dass man selbst an der Missere schuld ist , aber irgendwie auch nicht, weil mir als Stotterer stets von der Gesellschaft in der 2ten Reihe geschoben werden, uns fehlt die Akzeptanz, weil keiner weiß oder wissen will, was Stottern ist und was es nicht ist und dann werden wir als dumm abgestempelt oder als geistig nicht zurechnungsfähig. Die Gesellschaft muss über das Stottern viel genauer informiert werden.

  • Einstein sagte einmal: Das Universum sagt immer ja. Gedanken materialisieren sich. Wenn du glaubst, dass es dir schlecht geht in deinem Leben und du immer benachteiligt wirst, wird sich genau das in deinem Leben verwirklichen. Wenn du aber an dein Glück glaubst, wenn du daran glaubst, dass jeder Tag ein großartiges Geschenk ist, wird jeder Tag voll positiver Überraschungen sein. Das Gesetz der Resonanz sagt immer ja. Zu was soll es deiner Meinung in deinem Leben nach ja sagen?..

  • ich bin der Meinung jeder ist für sich selbst verantwortlich!
    Mensch Leute, ihr lebt nur ein mal. Habt nur eine Chance Pro Tag. Wenn nicht sogar mehr wie eine Chance Pro Tag was zu bewegen! Wenns nicht klappt nochmal versuchen. Wenn ich das gelaber von sozialer ausgrenzung schon höre! Hier im Forum gibt es Viele die was erreicht haben in ihrem leben! Ich Hab auch immer nur gejammert! Bis ich mir gesagt habe, was hab ich schon zu verlieren? Was hat man denn schon zu verlieren! Euer leben? Soll ich euch mal was sagen?!


    Das leben ist eine durch Sex übertragene Krankheit die in 100% der fälle früher oder später mit dem Tod endet!

    also macht was draus! Was bringt jammern?
    Außer selbstmitleid nichts. Ich Habe früher auch immer gesagt das mein stottern an allem schuld ist. Heute bin ich verheiratet hab ne tolle Frau nen Coolen Sohn und ein dach überm kopf.


    Kopf hoch Brust raus und los gehts! Was habt ihr denn zu verlieren?
    Euer leben? Schaut mal weiter oben!
    Das verliert ihr eh balt alle. Also macht was drauf!


    Mfg

  • Durch dieses "STOTTERN" hatte/habe ich:
    - schlechte noten in der schule
    - ich habe ständig blau gemacht
    - keine lust mehr aufs leben gehabt
    - bin den ganzen tag schlecht drauf
    - angst vor veränderungen
    - angst vor der zukunft
    - hass auf vererbung


    im großen ganzen hat es mein leben zerstört !


    ich muss meinen arsch hochkriegen, schaffe es aber nicht alleine. die angst vor veränderungen spielt eine große rolle.


    ich hoffe doch, dass ihr mir den richtigen weg zeigen könnt.

  • hallo mokkafrog


    herzlich willkommen im Forum, ich glaube wir alle hier können dich verstehen.
    Ich würde auch alles geben um das Stottern zu verlieren, wirklich alles.
    Ich weiß auch wie scheiße meine vergangene Schulzeit war, ich wurde gemobbt und und einfach nicht akzeptiert, ich war oder bin auch heute noch ein Außenseiter und ich bin auch heute noch den ganzen Tag schlecht drauf und habe auch Zukunfstängste, aber irgendwie habe ich die Hoffnung nie wirklich aufgegeben,hatte auch schon suizidgedanken, aber ich hoffe noch ,und versuche in Zukunft ein besseres Leben zu führen.


    lg

  • Ich denke auch, dass das alles eine Frage der Einstellung ist. Auch "normale" Kinder werden in der Schule gemobbt, auch "normale" Menschen finden keinen Job und müssen hunderte von Bewerbungen raus schreiben. Man darf sich nicht schlechter machen als man ist und man darf vor allem nicht alles auf das Stottern schieben. Ich denke auch im Umgang mit Frauen hilft es von Anfang an offen zu sein, das erklärt dann auch warum man etwas ruhiger ist anfangs, meint ihr nicht? Seit ich in Frankfurt wohne und von zu Hause ausgezogen bin tue ich mir etwas leichter in meinen Umgang mit anderen Menschen. Ich sage nicht, dass es einfach ist, aber man darf sich der Welt nicht komplett verschließen :(