Erfahrungsberichte von Stop Stottern und dem Stotterer-Training

Erfahrungsberichte

Freudentränen und Vorfreude! Durch die Erfahrungsberichte meiner Teilnehmer sind schon viele Stotterer und Eltern von stotternden Kindern von ihren Gefühlen überwältigt worden. Jeder Bericht ist absolut authentisch und unverändert. So echt wie mein Wunsch, Dir beim Bewältigen des Stotterns und dem Erreichen Deiner Ziele zu helfen.

Welche Gruppe interessiert Dich?

Erwachsene

03.03.15

Das hätte ich ja nie gedacht…

Krass, was für ein Unterschied!

Wenn man nach einer gefühlten „Schönheitsoperation“ mit diesen Worten daheim empfangen wird, scheint der Erfolg für sich zu sprechen! Ich bin seit meinem 4. Lebensjahr Stotterer und hoffe, es dank Hans nun endgültig gewesen zu sein.

Die Einschränkung an Lebensqualität, die diese Bürde mit sich trägt, können wohl nur Beteiligte nachvollziehen: nicht sagen zu können was man möchte, unterbrochen und abgewürgt zu werden obwohl man Ideen hat, das Fremdschämen am eigenen Leibe zu erfahren wenn man einen Block hat … Irgendwann habe ich aufgegeben, allein um göttlichen Beistand zu bitten, meinem Sprachproblem endlich ein Ende zu setzen und mir Hilfe bei Hans Liebelt gesucht.

Zu Beginn vor 10 Jahren: Schon damals, im Alter von 16 Jahren, sprach der Erfolg für sich! Doch nur Übung macht bekanntlich den Meister und so wurden, in meinem Selbstverständnis über die schnellen Erfolge und die Euphorie über das flüssige Sprechen, die notwendigen Übungen zur Nebensache. Der „Schlendrian“ schlich sich zunehmend ein, ich wurde fahrlässig und die alten Probleme gewannen wieder an Überhand. Einmal wieder im Sumpf der Tatsachen verstrickt, gelang es mir nicht, durch eigene Körperkraft wieder Fuß zu fassen.
… bis zur letzten Woche!

Vom 20.02.2015 bis zum 27.02.2015 war ich erneut auf einem einwöchigen Seminar in der Atem- und Sprechschule unter der Leitung von Hans Liebelt. Seitdem weiß ich genau, dass ich langfristig Erfolg haben werde!

Und warum? Weil ich die Schnauze vom Stottern gestrichen voll habe und mir die notwendigen Hebel aufgezeigt worden sind die betätigt werden müssen, um flüssig sprechen zu können. Dabei handelt es sich nicht nur um gezielte Atemübungen, Konzentration und Disziplin. Ich habe in dem Seminar vor allem durch gezielte Meditationen zu mir gefunden. Was bislang für mich als „Hokuspokus“ galt, war letztendlich der größte Meilenstein zum Erfolg.

Ich weiß nun was ich zu tun habe um mein flüssiges Sprechen weiter vorantreiben zu können. Auch wenn ich erst am Anfang stehe habe ich mich noch nie so wohl und sicher gefühlt, diesen Weg bis zum Schluss zu gehen, um die Vergangenheit hinter mir zu lassen.

Danke Hans! Es macht nicht nur Spaß mit dir zu arbeiten, du gehst auch individuell auf die jeweiligen Probleme deiner Teilnehmer ein und hilfst, diese gemeinsam zu bewältigen! Die Gruppendynamik unter Leidensgenossen ist einzigartig und treibt einen nochmals voran!

Und dennoch ein Wort zum Ursprung des Erfolges:
Einen Menschen gefunden zu haben, der mir die Kraft und den Glauben an einen selbst zurück gibt, einem die Sprachbarriere nimmt und Freude an Kommunikation schenkt … für mich durch kein Geld der Welt begleichbar!!!
Ich werde die Seminare nun regelmäßig besuchen. Nicht nur, um das Erlernte gelegentlich aufzufrischen, sondern auch, um andere Stotterer zu motivieren, ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Und vor allem, weil ich es Hans schuldig bin, seine engagierte Arbeit zu unterstützen und vorantreiben zu können!
… das Mindeste, was ich dir zurückgeben kann!

14.02.15

Lieber Hans,

vielen Dank für deine Nachrichten (Anmerkung: 5 Übungen gegen Stottern) in den vergangenen Monaten; ich hab sie alle mit großem Interesse ‚verschlungen‘ …. heute will ich mich ‚outen‘.

Im Mai 2014 bekam ich einen 4 1/2 jährigen Jungen mit zunehmend gravierenden Stottersymptomen in Therapie … ich bin Logopädin in der Schweiz. Mit wenig Erfahrung in der Behandlung von Sprechunflüssigkeiten machte ich mich auf die Suche nach einem für mich validen Konzept … das in der Ausbildung zu diesem Thema Gebotene war nicht hilfreich … also bin ich sehr schnell auf deiner Internetseite ‚gelandet‘ – happy landing sozusagen.

Ich arbeitete nur bis Juli 14 mit dem Jungen (ich musste die Arbeitsstelle wegen ‚zu viel‘ aufgeben, diesen speziellen Jungen zurück zu lassen fiel mir sehr schwer). Mit seiner Mutter (wie mit meiner Nachfolgerin) führte ich mehrere Gespräche und berichtete auch von meinem ‚Fund‘, von dir.

Es gäb ein Buch zu schreiben – wichtig ist mir, dich wissen zu lassen, dass mich dein Konzept voll überzeugt (es gab Momente, in denen ich gern Stottererin gewesen wäre, um die Arbeit mit dir und deinem Partner aufnehmen zu können … um von deinem Blick auf das Stottern bzw. auf meine Person getroffen zu werden! (sorry, bin heute etwas philosophisch drauf).

Und dann lese ich heute so was:

2. März 2015, 14.15 – 16.00 Uhr, inkl. Zvieri
Kinder-Uni: Stottern ist ok!
Phänomen Stottern – phänomenales Therapie-Camp
Erfahrungen eines betroffenen Jugendlichen
Referierende: Prof. Wolfgang G. Braun und Jürgen Kohler, HfH
Ort: HfH Zürich, Aula 300

Und ich dachte mir: Und wieso ist da nicht der Hans am Referieren? Und für wen ist Stottern o.k.?

‚Mein‘ 4 1/2 Jähriger gab mir höchstpersönlich den Auftrag ‚ich will, dass das weggeht; mach, dass das weggeht‘ (und erst ab dann haben wir uns überhaupt dem Thema ’stecken bleiben‘ gewidmet). Nichts von o.k.!

Dein Konzept ist deines, wann bringst du es in die Schweiz? Ernst gemeinte Frage!

Ich würde niemals ein ‚fremdes‘ Therapiekonzept telquel übernehmen und damit arbeiten; mir hat die Lektüre deiner Mails und deiner Internetseite Grundsätzliches wieder nahe gebracht: das Atmen an sich, Entspannen-Ruhe-einfach sein, Artikulieren im Ausatmen, dass ich persönlich davon profitiere (privater weise neige ich zum Poltern, bin ein sprudelndes Wesen, das sich selbst häufig als anstrengend empfindet, und frag mal meinen Mann 😛 ).

D.h. dein Konzept hat mich zu meinem Wissen/meinen Erfahrungen aus der Stimmtherapiearbeit zurückgeführt, so dass ich dem Jungen Atem-Blas-Saug-Körper-Fühl-Spiele einerseits und Entspannungs-Gedankenreisen andererseits anbieten konnte – das war/ist mein Konzept, ich hab mich damit sehr wohl und echt gefühlt; die tolle Zusammenarbeit/Gespräche mit dem Jungen und die schon nach wenigen Wochen gemilderten Symptome bzw. seine verbesserte Selbstwahrnehmung bestätigten mich darin.

Jetzt wird’s doch fast ein Buch, danke dir für deine Aufmerksamkeit.
Und ein großes Danke, dass du deinen Erfahrungsschatz der Welt / mir zur Verfügung stellst. Lass mich wissen, wenn du deine Arbeit in die Schweiz tragen möchtest.

Herzliche, weiß verschneite Grüße,
Helena

04.11.14

Ich hab das Oktober Seminar in Berlin besucht und ich muss sagen, was für ein glücklicher Mensch Hans sein muss, weil er seine Erfolge schon nach dem zweiten Tag sehen kann.

Ich habe keinerlei Probleme mehr mit dem Stottern, aber mindestens genauso wichtig ist, dass man sich durch die Meditation von dem ganzen Müll, den man mit sich rumträgt, befreit. Du lernst dich besser kennen, mehr lieben, fühlst dich selbstsicherer in allem was du tust.

Wenn ihr selbst Probleme mit dem Stottern habt oder jemanden anderen helfen wollt, Hans ist euer Mann! Hört ihm zu und konzentriert euch darauf, was er sagt.

Vielen Dank an dich Hans.

17.09.14

Hans Liebelt, der selbst ein starker Stotterer gewesen war, kennt sich mit dem Thema wirklich gut aus. Seine Atem- und Sprechschule ist die beste Adresse in Deutschland für alle, die mit dem Stottern Probleme haben!

Seit 2010 war ich bei ihm im Stotterer-Training und kann nur Positives berichten. Mein Sprechen ist auf Dauer stabil und ruhig geworden, Situationen in denen ich früher Blocks bekommen hätte sind immer weniger geworden, ich verspüre kaum noch Angst beim Sprechen und Vorlesen und mein Selbstbewusstsein ist in den Himmel gestiegen. Die Gruppe und der Therapeut erschaffen innerhalb einer Stunde eine liebevolle, entspannte Atmosphäre, die den idealen Rahmen für eine tiefe, ganzheitliche Arbeit am Sprechen, Psyche und Seele ermöglicht.

Ich würde diese Therapie jedem Stotterer empfehlen, unabhängig vom Alter. Günstige Probe-Abende und Geld-zurück Garantie gibt es bei ihm sogar, obwohl ich noch nie erlebt habe, dass ein Teilnehmer unzufrieden nach Hause gegangen war. LOB!

06.08.14

Mein Name ist Stephan, ich bin 30 Jahre alt und stottere (bewusst) seit der 2./3. Grundschulklasse. Ich habe zum ersten Mal an dem Stotterer-Training vom 18.-23.7.2014 in Lüdenscheid teilgenommen. Meine Hauptprobleme lagen bei Wörtern mit den klassischen Anfangsbuchstaben „A E I O U“.

Ich selber war als Kind über drei Jahre lang bei einem Sprachlehrer und im Alter von 21 Jahren für sechs oder neun Monate bei einem Logopäden in Behandlung. Diese Behandlung hat allerdings nichts genützt und somit war für mich die Suche nach einer Heilungsmöglichkeit nahezu hoffnungslos. Demnach habe ich einfach mit dem Stottern leben müssen. Durch meinen beruflichen Werdegang stehe ich heute viel mehr im Mittelpunkt und muss regelmäßige Präsentationen halten sowie Mitarbeiter führen.

Also habe ich mich erneut auf die Suche nach einer Heilungsmethode gegen das Stottern gemacht und bin auf Hans Liebelt gestoßen. Der 5-tägige Trainingskurs ist mit unterschiedlichen Elementen aufgebaut. Zu Beginn wird eine Videoaufzeichnung gemacht, welche den Ausgangszustand festhält. Anschließend werden die theoretischen Grundlagen über Symptomatik, Ursachen und Therapiemethoden angesprochen. Parallel dazu erfolgen regelmäßige Meditationen, Sprech- und Atemtraining sowie Outdoortraining. Abschließend wird eine weitere Videoaufzeichnung gemacht, damit der Vorher/Nachher-Effekt dokumentiert werden kann.

Für mich selber hat sich in diesen 5 Tagen viel verändert. Ich selber habe ein viel stärkeres Selbstwertgefühl bekommen. Durch die Meditationen wird man allgemein leistungsfähiger, fitter und aufmerksamer. Man nimmt die Sachen in seiner Umgebung ganz anders auf. Die Sprech- und Atemtechnik benötigt anfangs eine gute Konzentration. Je intensiver man am Ball bleibt, umso schneller erfolgt der Automatisierungsprozess dieser Technik. Die anderen Teilnehmer waren alle sehr nett und sympathisch.

Allgemein gesagt, ist der gute Erfolg des Stotterer-Trainings wohl dem vielschichtigen Aufbau des Trainings (auf psychischer und physischer Ebene) zuzuschreiben. Ich selber habe mir vorgenommen, das Stotterer-Training in den nächsten 6 bis 12 Monaten regelmäßig zu besuchen. Daher bin ich gespannt, wie die Zukunft (welche sicherlich steinig wird) aussieht. Abschließend kann ich dieses Stotterer-Training nur jedem empfehlen, der das flüssige Reden beherrschen will. Denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Schöne Grüße,
Stephan

28.10.12

Hallo!

Mein Name ist Paul und ich habe vom 12.10.2012 bis zum 16.10.2012 am Stotterer-Training in Lüdenscheid unter der Veranstaltungsleitung von Hans Liebelt teilgenommen.

Angekommen in Lüdenscheid wurden erst mal Videoaufnahmen von uns „Klienten“ gemacht. Die Tage darauf bestanden aus einer Mischung von psychischer Arbeit und Aufarbeitung (verschiedene Meditationen unter professioneller Leitung von Hans) und physischer Arbeit (Atemübung, Visualisierung und Wahrnehmungslenkung auf das Zwerchfell). Gerade diese Mischung aus psychischen und physischen Komponenten machen das Stotterer-Training für mich zu einem effektiven Training und das Beste was mir in dem Kampf gegen mein Stottern passieren konnte. Ich denke jede der anderen Seminarteilnehmer die ich kennenlernen durfte, kann das nur bestätigen.

Der menschliche Umgang im Seminar war toll und wir alle waren von Anfang an per du. Hans ist humorvoll und ist ein, was sicherlich gerade den Charakter des Seminars prägt, sehr herzlicher Mensch. Meine Umgangsweise mit dem Stottern hat sich durch das Seminar wesentlich verbessert. Ich sehe es so, dass einem in dem Seminar das Handwerkszeug für den „Kampf“ gegen das Stottern gegeben wird und der richtige Weg gezeigt wird. Es werden einem keine falschen Illusionen gemacht. Den Weg zum flüssigen Sprechen muss jeder von uns alleine gehen, auch wenn er manchmal steinig ist. Das Seminar hat mir gezeigt, wo dieser hinführt und mir Hoffnung und Kraft gegeben. So habe ich in der ersten Videoaufnahme stärker gestottert und hing des öfteren, wo hingegen ich unter Anwendung der hans‘ liebeltschen Methode  in der Videoaufnahme am letzten Tag  mit einem angenehmen Gefühl im Bauch ca. 15 Minuten absolut flüssig gesprochen habe. 🙂

Ich kann das Seminar jedem ans Herz legen, es hat mich persönlich bereichert und mir Kraft gegeben elanvoll gegen mein Stottern anzugehen. Ich persönlich werde vermutlich am Langzeitstotterer-Training teilnehmen, um so von den positiven Sachen der ganzen Sache weiterhin zu profitieren und dazu zu lernen. Außerdem möchte ich meine Fortschritte bis zum nächsten Seminar beobachten, um so ein datiertes Ziel zu haben. Wenn ich mich bis dahin konstant flüssiger spreche: super, wenn nicht: wird da intensiv weitergearbeitet aber ich bin guter Dinge. Um es mit den Worten von Hans zu sagen, mit welchem er mir eine Meditations-CD signiert hat. „Jetzt ist der Augenblick der Macht“.

Also in diesem Sinne: tut was Leute, Stottern ist nichts was außerhalb eures Machtbereiches liegt und dem ihr ohnmächtig gegenüber stehen müsst! 🙂

Lieber Gruß,

Paul

14.02.11 

Erfahrungsberichte zum Seminar der Stotterer-Selbsthilfe Baden-Württemberg 
vom 11.-13. Februar 2011, Trainer: Hans Liebelt (Atem- und Sprechschule, Lüdenscheid).

Andreas schrieb:

Ich suchte eine Möglichkeit mit möglichst geringem Zeitaufwand soviel wie möglich über die Therapie des Stotterns, der Atemtechnik und der unterstützenden Meditation zu erfahren. Ich habe Glück gehabt! Dieses Seminar hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen und ich kann es nur weiter empfehlen, auch für Leicht- oder Nichtstotterer.

Ich gehöre zu den Menschen, die meistens flüssig sprechen, aber unter gewissen Umständen wie z.B. Müdigkeit, Stress oder Angst stottern. Die meisten Mitmenschen merken das nicht. Trotzdem wollte ich mehr über mein Problem erfahren und die Meditation kennen lernen.

Das 2½ tägige Programm ist zwar sehr straff und anstrengend, am Ende kann man aber nicht genug bekommen. Die Schwerpunkte liegen in der Atemtechnik und der Meditation. Ich denke, dass ist eine ideale Mischung, um zum einen das Gefühl der tiefen Entspannung zu spüren und zum anderen die gezielte Zwerchfellatmung zu erlernen. Mit ein bisschen Übung werden der Sprachausdruck und der Sprechfluss wesentlich verbessert. Hinzu kommt, dass die Teilnehmergruppe sehr harmonisch war. Der Trainer, Hans Liebelt, ist ein absolut lieber Mensch und Fachmann auf seinem Gebiet. Auf jede Person wird individuell eingegangen, um an einem Wochenende, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Bei einem Kostenbeitrag von € 90,00, inklusive Übernachtung und perfekter Verpflegung brauche ich das super Preis-/Leistungsverhältnis nicht erwähnen. Bei diesem Seminar kannst Du nur profitieren und Du wirst neue Erfahrungen über Dich sammeln. Ich bin nächstes Jahr gerne wieder dabei.

Viele Grüße, Andreas


Helga schrieb:

Nach über 20 Jahren wieder an einem Stottererseminar teilzunehmen war für mich keine leichte Entscheidung. Denn eigentlich wollte ich nichts mehr von Sprechtechniken oder anderen Hilfsmitteln wissen und mein übrig gebliebenes Stottern einfach so nehmen wie es ist: mal mehr, mal weniger, denn schließlich bin ich ja trotzdem recht gut durchs Leben gekommen und habe mir das zu eigen gemacht, was mir wichtig war – auch mit Stottern.

Und trotzdem sprach mich der Inhalt des Seminars so stark an, dass ich mich zu einer Anmeldung entschließen konnte. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mich seit einiger Zeit mit der Qualität des Atems auf einer eher spirituellen Ebene befasst habe.

Meine wenigen Erwartungen wurden mehr erfüllt, als ich es je gehofft habe. Ich bin mit einer inneren Erfülltheit und Zuversicht nach Hause gefahren, die hoffen lässt, doch noch etwas mehr Leichtigkeit in schwierige Sprechsituationen transportieren zu können. Dass ich dazu auch wieder ein Übungsprogramm einplanen muss, fällt mir deshalb leicht, weil ich dies nicht so wie früher als Pflichtübung betrachte, sondern eher spielerisch und lustvoll.

Was im Einzelnen geübt und praktiziert wurde, werden sicher andere Seminarteilnehmer beschrei­ben, das muss nicht mehrfach wiederholt werden. Für mich ist es eher wichtig rüber zu bringen, dass ein Seminar mit Hans Liebelt mehr zu bieten hat als nur ein Hilfsmittel oder eine Technik gegen das Stottern bzw. für ein besseres Sprechen. Es war sehr deutlich zu spüren, dass es für Hans eine Herzensangelegenheit war, seine eigenen Erfahrungen – nicht nur solche durch das Stottern – an seine Mitmenschen weiter zu geben und diese unterstützend zu begleiten.

Das Haus Paki Eschbachhof ist ein passender Ort für solch ein Seminar und wir wurden bestens verpflegt. Erwähnen möchte ich auch die lebendige Gruppe und der Umgang miteinander – alles in allem eine runde Sache. Ich komme gerne nächstes Jahr wieder!

Helga


Andrea schrieb:

Vom 11. bis 13. Februar 2011 war ich bereits zum vierten Mal beim Seminar „Vom geplanten Nichtstottern zum spontanen Sprechen“ mit Hans Liebelt, das wieder im Seminarhaus Paki Eschbachhof in Wildberg-Schönbronn stattfand. Ich bin sehr froh darüber, dass ich dieses schöne, intensive und auch erfolgreiche Wochenende gemeinsam mit vielen lieben alten und neuen Freunden erleben durfte.

Dieses Seminar umfasst die beiden Bereiche Atemtechnik (Zwerchfell- bzw. Flankenatmung) und Selbsterfahrung durch verschiedene Meditationen und Partnerübungen.

Mir ist klar geworden, wie sehr negative Gedanken und Emotionen mein Stottern beeinflussen. Indem ich mich auf meine Atmung konzentriere, gelingt es mir, diese Gedanken und Gefühle loszulassen.

Bei der Dynamischen Meditation konnte ich ohne Scham Gefühle wie Wut und Schmerz ausdrücken. Danach habe ich mich freier gefühlt und konnte auch wieder Liebe und Freude empfinden.

Wichtig war für mich auch, in vertrauter Atmosphäre offen über meine Gedanken und Gefühle sprechen zu können.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei Hans für dieses tolle Wochenende bedanken. Ich freue mich schon auf das nächste Seminar mit Hans.

Andrea


Bernd schrieb:

Zum 3. Mal war ich wieder bei Hans im Wochenend-Seminar – so gesehen bin also schon süchtig.

Was mir immer wieder gefällt, und bei dem Seminar von Hans Suchtcharakter hat, ist die Kombination von vielen guten Zutaten. Beim Seminarinhalt sind es zum einen die vielen verschiedenen Meditationen, die Spaß machen, innere Ruhe verbreiten und mich wieder auf den Boden bringen. Zum anderen ist es natürlich die Atemtechnik gegen Stottern, die wirkungsvoll ist und gut funktioniert – natürlich kann man an einem Wochenende da nur hineinschnuppern. Abgerundet wird das Seminar durch das super Essen und nicht zuletzt die alles gebende, herzliche Art von Hans, durch die die Teilnehmer sehr motiviert werden.

Bis zum nächsten Jahr!

Bernd


Ljiljana schrieb:

Mein Name ist Ljiljana, 45 Jahre alt und ich besuche schon seit 8 Monaten regelmäßig ein Mal im Monat Stotterer-Seminare von Hans Liebelt in Lüdenscheid und Wildberg.

Das Seminar in Wildberg in Organisation der Stotterer-SH Baden-Württemberg kann ich von anderen nicht getrennt betrachten und seine Auswirkungen einschätzen. Seminare sind Teil eines Prozesses, langsames Besteigen der Treppe, Stufe für Stufe, jeder in seinem Tempo. Und wie jedes Mal nach dem Seminar bei Hans Liebelt fühle ich mich frisch, voller Energie und für alle Aufgaben des Alltags bereit. Jedes Seminar bringt mich einen Schritt weiter in meiner inneren Entwicklung und verschafft mir Klarheit im Kopf. Danach sehe ich mich deutlicher und ein neuer Weg öffnet sich für mich. Dieses Seminar war ein sehr gelungenes Beispiel dafür.

Einfache, leichte und beruhigende Atemtechnik, unterstützt durch eine kleine Visualisierung des Zwerchfells, die ich in meinem linken Blickwinkel pulsieren lasse, sind meine unsichtbare Geheimwaffen gegen Blocks und schwierige Worte, bzw. Situationen geworden. Es war schön, sie noch mal in einer großer Gruppe Erwachsener zu wiederholen und stundenlang zu üben. Ich beherrsche die Atemtechnik schon sehr gut und kann sie auch in alltäglichen Situationen gut anwenden.

Die größte Veränderung, die Hans Liebelt’s Therapiemethode in mir bewirkt hat, ist meine Einstellung mir selbst gegenüber zu verbessern und meine allgemeine Entschlossenheit mich endlich so zu akzeptieren, wie ich wirklich bin: eine tolle Persönlichkeit, die sowohl sich selbst, als auch die ganze Welt liebt und nicht schlechter ist als alle andere Menschen nur deswegen, weil sie eine Stotterin ist.
Wir Stotterer sind Menschen, die Ängste und Schamgefühle wegen unseres Stotterns haben und über sich sehr schnell zu hart urteilen, meistens schon seit der Kindheit. Unser strengster Kritiker sitzt in unserem Kopf und schläft nie. Ihn in den Urlaub zu schicken und alleine mit sich selbst zu sein, das ist die Voraussetzung dafür, sich offen zu sehen, zu sich ehrlich zu sein und sich endgültig zu akzeptieren.
Durch geschickt ausgewählte und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführte Selbsterfahrungsübungen gelingt es Hans Liebelt immer eine Atmosphäre der Vertrautheit unter allen Teilnehmern zu schaffen. Auf diese Weise lernten wir uns sehr schnell besser kennen und haben gleichzeitig etwas Neues über sich selbst erfahren und gelernt sich zu öffnen.

Die Meditationen, die wir mehrmals am Tag gemacht haben, haben wesentlich dazu beigetragen, dass sich der Stress abbaut und dass ich meine Aufmerksamkeit noch mehr nach innen richte, wodurch ich immer ruhiger geworden bin und mich später besser auf die Atemübungen zu konzentrieren.

Hans Liebelt hat genau das richtige Maß Abstand und menschliche Nähe als Therapeut zu jedem Teilnehmer gefunden. Ich fühlte mich in jeder Phase des Seminars gut betreut, richtig geführt und vor allem als Persönlichkeit betrachtet. Das hat meinen Willen und meine Ausdauer stimuliert, immer mehr von mir zu geben, noch fleißiger Atemübungen zu machen, mich über jeden Erfolg zu freuen und andere zu unterstützen.

Mein Ziel ist jetzt ganz klar: am Abbau meiner Sprechangst weiter zu arbeiten und das Gelernte in den Alltag noch konsequenter zu integrieren. Ich freue mich auf weitere Seminare bei Hans, weil es keine Grenzen gibt, bis auf die, an denen wir selbst in unserem Kopf stehen geblieben sind. Besonderer Dank an die gesamte Gruppe, für die Energie, Liebe und Verständnis, die ihr mir gegeben hattet, ohne euch wäre nichts möglich gewesen!


Peter schrieb:

Hallo Hans,

nochmal vielen Dank für ein wirklich tolles und erfülltes Wochenende. Ursprünglich hatte ich geplant, mir einfach eine Auszeit in Wildberg zu gönnen und nicht erwartet dort konkret Neues für meinen Umgang mit meinem Stottern zu erfahren.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ich habe dort sogar sehr viel Neues erfahren. Wenn auch nicht über die Art zu sprechen, die ich auch in Zukunft nicht ändern will, aber sehr wohl über meine Atmung und die Auswirkung die sie für mein Stottern haben kann. Noch mehr beeindruckt haben mich aber die Erfahrungen, die ich durch die Meditationen machen durfte. Heute weiß ich, dass gerade die Dinge, die ich so über mich erfahren habe, mir helfen werden, besser mit meinem Stottern umzugehen. Ich habe an diesem Wochenende ganz unerwartet einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Dazu haben auch die vielen guten Gespräche mit den anderen Teilnehmern und die tolle Atmosphäre, die du durch deine offene und kompetente Art geschaffen hast, beigetragen.

Alles zusammen ein anstrengendes aber wirklich tolles und erfolgreiches Wochenende!

Peter


Anja schrieb:

Auftanken

Diesmal hatte ich mich kurzfristig entschieden, am Seminar mit Hans Liebelt teilzunehmen. Die viele Arbeit im Geschäft und dann noch das Wochenende Seminare besuchen … Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Und dann ist’s wieder an der Zeit, sich aufs Wesentliche zu besinnen. Genau – etwas für mich zu tun, was ganz allein mir gut tut, keine Verpflichtungen, sondern die Seele baumeln und den Atem fließen lassen. 

Das heißt allerdings nicht, dass es ein Wellness-Verwöhn-Wochenende ist, an dem man sich sozusagen bedienen lässt. Oder doch? – Ja, ich empfinde es in der Tat so, aber dabei tue ich selbst etwas dafür. Ist Geist und Seele im Fluss, passiert gleiches auch beim Sprechen. 

Am Anfang teilt jeder mit, welche Erwartungen oder Wünsche an das Seminar gestellt werden. Hans ist spontan und einfühlsam, eine gute Mischung. Denn er nimmt sich Zeit für jeden einzelnen in der Gruppe. Der Tag beginnt 7.30 Uhr mit einer Dynamischen Meditation. Das ist 1 Stunde Power bis zum verdienten Frühstück. Der Tag ist gefüllt mit verschiedenen Aufgaben, in der Gruppe oder zu zweit, die Selbsterfahrung, Meditationen und Atemtechnik beinhalten. Den ganzen Tag über wird der Focus auf das Atmen gelegt. Durch die Übung, das Zwerchfell schwingen zu lassen, soll nach und nach eine Konditionierung bewirkt werden, dem Stottern entgegenzuwirken. Die Arbeit ist vor 23.00 Uhr nicht beendet. Wer dann noch genügend Energie hat, um bei einem gemütlichen Beisammensein ein kühles Bierchen zu trinken, hat seinen Akku wahrlich vollgetankt. 

Auch wenn es die meisten wohl erwähnen, tu ich es an dieser Stelle auch noch einmal. Das vegetarische Essen gehört ebenfalls, wie bestimmte Meditationen zu den Highlights des Wochenendes.

Für mich war es wieder einmal ein erfolg- und sinnreiches Wochenende. Die Gruppe hat dazu enorm beigetragen, denn es sind wieder wunderbare Menschen zusammen gekommen. Vielen Dank an Euch und Hans, der uns liebevoll und kompetent betreut hat sowie Gundi für Ihre hilfreiche Unterstützung.

Anja

01.02.08

Eigentlich wollte ich am Abend vor dem Abflug von Wien nach Stuttgart das Wochenende in Wildberg absagen. Der Grund: Angst, wieder zu versagen; Angst, von Neuem aus eigener Kraft und alleine an sich und seinem Stotterproblem zu arbeiten. Dass ich dennoch gefahren bin, war eine meiner besten Entscheidungen!!!

Am Freitag ging’s dann um 18:30 los …. das Übliche … Vorstellungsrunde, na, ja, eine Situation, die nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt, aber es sollte ja besser werden. Anschließend wurde uns die Sprechtechnik von einer Kursteilnehmerin, die den Intensivkurs an diesem Freitag abgeschlossen hatte, ausführlich und in flüssigen Sätzen erklärt:

  • Den Satz, den man sagen will auswendig lernen
  • Konzentration auf das Zwerchfell (Atmung) richten
  • Sprechen

Vor der Bettruhe wurden wir dann noch in die Kunst der Meditation eingeführt. So richtig los ging’s dann am Samstagmorgen um 07:00 Uhr mit der „Dynamischen Meditation“, die ihrem Namen voll und ganz gerecht wird. 

Nachdem uns schon am  Freitagabend die Sprechtechnik erklärt wurde, sollte nun auf die Theorie die Praxis folgen. Wir übten die Sprechtechnik ein und jeder konnte die Sätze, die er sagen wollte flüssig aussprechen. Anfangs war das ganze noch etwas ungewohnt, einige konnten sich schneller, andere wiederum nicht so schnell mit der neuen Sprechweise anfreunden.

So, nun drücken wir das ganze mal so aus: Mit der Sprechtechnik hatten wir die rechte Hand in Bewegung gebracht, aber damit man wirklich gut arbeiten kann braucht es beide Hände, also auch die linke, uns selbst, unser eigenes Ich, das bei manchen noch sehr klein, bei anderen vielleicht größer ist. Mit der bioenergetischen Übung lernten wir, bis an unsere Grenzen zu gehen, nicht gleich aufzugeben, sondern sich selbst dazu zu bringen, noch einen Schritt weiterzugehen. Eine weitere Übung die Sprechtechnik zu üben und gleichzeitig mehr von uns zu erzählen war die „Sag mir, wer du bist Übung“. Dabei sitzt man einem Kursteilnehmer gegenüber, der immer dann, wenn man glaubt, nichts mehr von sich erzählen zu können erneut fragt: „Sag mir, wer du bist.“ Außerdem schaut man während der gesamten Zeit seinem Gesprächspartner in die Augen. Anfangs erzählt man belanglose Sachen, wie z. B. wie man heißt, woher man kommt, Freizeitbeschäftigungen udgl., doch ab einem bestimmten Punkt, wenn man alles erzählt hat fängt man plötzlich an Dinge zu erzählen, die einen beschäftigen, über die man mit einem Menschen, den man seit einem Tag kennt nie sprechen würde. Die Übung hatte es im wahrsten Sinne des Wortes in sich!

Am Sonntag dann kam der Höhepunkt: Quantum Light Breath, eine bestimmte Art der Meditation, die das Unterbewusstsein wachrüttelt. Wie ein Film liefen Bilder aus der Vergangenheit vor meinen Augen ab; Gefühle, wie Trauer, Zorn, Angst überfielen mich, aber dadurch, dass man sich immer wieder auf die Atmung konzentriert, verlieren die Bilder und Emotionen an Gewicht und wir können sie loslassen, sodass sie uns nicht mehr beschäftigen. Hans und Thomas unterstützten sehr einfühlsam alle Teilnehmer. Das Gefühl anschließend: eigentlich unbeschreibbar, untertrieben würde ich sagen: Entspanntheit und Erleichterung, wie ich sie noch nie erlebt habe.

Kurz vor Kursende wurde eine weitere Videoaufzeichnung gemacht, der Unterschied zur Aufzeichnung vor zwei Tagen: sie dauerte nicht halb so lang, obwohl gleich viel geredet wurde!!! Ja, das waren zwei sehr intensive Tage, an denen ich Hans Liebelt und seine Methode, das Stottern zu besiegen kennen gelernt habe. Ich hätte nie gedacht, dass an einem Wochenende soviel geschehen kann. Der 10tages-Kurs in Amsterdam hat für meine Person nicht annähernd das gebracht, was das Wochenende in Wildberg bewirkt haben. Man lernt sich so liebzuhaben, wie man ist; man wird mit sich selbst sensibler und beginnt mehr auf seinen Körper zu achten. Es entsteht ein Gefühl von „Ich bin Ich“.

Ein großer Dank gilt Hans und Thomas, die das ganze Wochenende mit viel Power und Einsatz alle Kursteilnehmer motiviert haben. Aber das Wichtigste war die menschliche Wärme, Liebe und Zuneigung, die sie ausstrahlten und vor allem auch lebten. Jeder wird dort abgeholt, wo er steht und jede Person wird als Individuum respektiert. Sie leben und kämpfen mit dir, sie glauben an dich – und allein diese Tatsache versetzt Berge!!!

So, was soll ich jetzt noch sagen, ich kann schreiben, dass ich jedem den Kurs empfehlen kann, dass Hans ein super Trainer und Motivator ist, dass jeder, der es endlich wissen will, mit der Methode flüssig sprechen kann, dass alle, wenn sie die drei Schritte befolgen normal sprechen können. Das hab ich jetzt geschrieben, obwohl ich es selbst nicht mehr hören kann. Nach dem Kurs in Amsterdam ging es mit dem Sprechen recht gut, aber psychisch war ich total am Boden, weil ich wusste, dass wenn ich nicht weiterhin mit Methode spreche, alles Umsonst war. Ich kämpfte jeden Tag mit mir selbst, zwei Personen in mir bekämpften sich und ich selbst schaute hilflos zu. Zum einen wollte das Kind in mir endlich flüssig sprechen, zum anderen aber konnte es sich gegen die alten Gewohnheiten und Strukturen nicht durchsetzten, weil es noch zu schwach war. In Amsterdam wurde die Sprechtechnik zwar bis zum Umfallen eingeübt, aber das Kind in mir, auf das ich seit Ewigkeiten nicht mehr geachtet hatte wurde nicht berücksichtigt. So hatte ich – um einen Vergleich anzustellen – nach 10 Tagen einen perfekten Ski mit Bindung, aber mein Skischuh passte einfach nicht drauf. Und all dies machte mich total fertig.

Jetzt, an diesem Wochenende mit Hans Liebelt habe ich eine neue Perspektive bekommen. Er hat der Gruppe und mir einen Weg gezeigt, wie man wieder zu sich selbst finden kann, wie man es schaffen kann, dass der Skischuh auf die Bindung mit dem Ski passt, damit man endlich damit fahren kann. 

Ich habe mich bereits dazu entschlossen, den Intensivkurs bei Hans mitzumachen. Ob die Angst, wieder zu versagen, mitfährt? Vielleicht ein wenig. Aber eines weiß ich dieses mal ganz sicher: Mit Hans und seinem Team (und natürlich mit meiner eigenen Motivation) habe ich die besten Voraussetzungen, mein inneres Kind dort abzuholen, wo ich es einst stehen gelassen habe, um mein Stotterproblem endgültig zu besiegen und somit Stück für Stück ein neue Paradies zu schaffen ….!

Elisabeth

02.09.02

Lieber Sihing Hans,

wir hatten ja neulich mal darüber geredet, dass ich einen zweiten Erfahrungsbericht über die durch Dein Training ausgelösten Veränderungen fertig stellen möchte. Es ist ja immerhin schon anderthalb Jahre (!!!) her, dass ich den ersten Bericht geschrieben habe. Es ist Zeit, weitere Erfahrungen weiterzugeben, denn ich merke, dass ich an einem sehr komischen Punkt bin. An einem Punkt des Vergessens, wie es mal war. Ich kann mich immer schlechter an die Schmerzen erinnern, die ich wegen meines Stotterns viele, viele Jahre ertragen musste. Manchmal erinnere ich mich noch daran, aber das kommt nicht mehr so oft vor. Ich weiß, dass ich eines nicht ganz so fernen Tages überhaupt nicht mehr in diesen Problemen stecken werde. Es werden wahrscheinlich andere Probleme sein, vielleicht werden sie ebenfalls mit meiner Persönlichkeit zu tun haben, vielleicht aber auch nur damit, dass ich ja nächste Woche mein Manuskript fertig haben und unbedingt noch 30 Seiten schreiben muss, weil der Verlag mir sonst den Vertrag kündigt oder so was. Man weiß ja nie, was kommt. Es gibt die Zukunft noch nicht.

Es ist jetzt Mitternacht, mal wieder. Ich gebe mir (weil ich weiß, dass ich ansonsten unendlich schreiben würde) jetzt genau bis um eins Zeit, um diesen Bericht in mein Word-Programm zu pressen. Es ist tatsächlich ein Hineinpressen, denn in meinem Leben ist vor allem durch das Meditieren, durch die wiederholte Teilnahme an Deinem Training aber auch durch das ständige Trainieren des WingTsun dermaßen viel passiert, dass mich manchmal ein altes Skript heimsucht und mir einreden will, dass ich das entweder nur träume oder vielleicht doch mittlerweile verrückt bin und längst in eine Klinik eingewiesen werden müsste oder irgend so einen Blödsinn.

Aber es ist nicht so, ich träume nicht. Und ich bin auch nicht (mehr) verrückt. Ich war verrückt, ich glaube sogar, dass ich zumindest angekränkelt war. Aber da bin ich ja nicht alleine, es gibt so viele Menschen um mich herum, die ebenfalls angekränkelt sind. Doch darum soll es jetzt nicht gehen.

Es soll jetzt darum gehen, dass es mir heute richtig gut geht. Ich habe noch viele, viele í„ngste in mir (einige sind sogar vorübergehend durch das meditative Bewusstwerden stärker geworden) und auch noch längst nicht alle Sprechsituationen vollständig ins Fließen bekommen. Aber es wird, ich weiß das. Die Gedanken, die mich vom Gegenteil überzeugen wollen, sind längst nicht mehr so stark, als dass sie ihr Vorhaben gegen das meinige durchsetzen könnten.

Ich habe bisher anderthalb Jahre lang (fast) jeden Tag zwischen 40 Minuten und einer Stunde meditiert (wo die Studenten nur die viele Zeit her haben…), habe jeden Tag meine Atemübungen gemacht und so oft wie möglich positives Denken geübt.

Ich hatte in dieser erfolgreichen Zeit einige sprachliche und mentale Rückschläge, habe oft genug an der Sache gezweifelt und habe oft genug überlegt, ob ich mich nicht vielleicht doch meinem „Schicksal“ beugen sollte. Aber ich habe immer weiter gemacht, bin zu den Seminaren gefahren, stand jeden Abend in irgendeiner Bochumer WingTsun-Schule und habe mir meistens geduldig die Schläge eingefangen, die ich tagsüber sprachlich kassiert habe.

Gerade auch im WingTsun habe ich erfahren, dass es nur dann richtig weh tut, wenn man sich seinem Gegner schon ergibt, bevor der Kampf überhaupt angefangen hat. Und wenn ich eine immer wirksame Waffe gegen so einen Mist weiß, dann ist es der Satz:

„Ist der Weg frei, stoße vor!“

Vorstoßen, vorstoßen, vorstoßen? Ich kann nur jedem empfehlen, sich dieses Wort immer wieder vorzusagen — denn es ist ein Wort mit unheimlich viel Power. Und es wirkt überall! In jeder Situation. Wenn man vorstößt und niemals zurück geht, hat man gewonnen.

Ich stoße vor, so viel es geht. Ich meditiere, atme, kämpfe, habe ein zweites Buch geschrieben und danach die Lüdenscheider Schule ins Leben gerufen, habe vor einiger Zeit mein erstes Referat in der Uni gehalten, bei dem ich sprachlich nicht versagt habe, freue mich schon auf meine Magisterprüfungen, werde demnächst WingTsun-Ausbilder, möchte anderen Menschen genauso helfen, wie Du mir geholfen hast, möchte gerne Stotter-Wissenschaftler werden, und ich habe das Gefühl, dass ich mal richtig dicke Kohle haben werde (auch wenn letzteres kein wirkliches Ziel von mir ist).

Und ich kann genießen! Im letzten Herbst (September 2001) habe ich mal wieder den Ort in Dänemark wiedergesehen, an dem ich mit meiner Familie oft Urlaub machte, als ich noch Teenager und ein kleines, fügsames Opfer meiner eigenen Gedankenstrukturen war. Die Angst, wieder nach Hause zu fahren und zu Hause wieder zu versagen, war stets größer als die Freude, mit meinen lieben Eltern und meinem lieben Bruder in einer wunderschönen Natur einen wunderschönen Urlaub zu verleben. Ich konnte es nicht genießen, weil ich wusste, dass zu Hause die dicke Strafe kommen wird. Das Versagen in der Schule, am Telefon, bei den Mädchen?

Aber diesmal war ich WIRKLICH im Urlaub, war ich WIRKLICH mit meinen Eltern zusammen. Ich meditierte am Strand und übte meine WingTsun-Formen und redete 14 Tage lang ausnahmslos fließend mit meinen Eltern, und ich sehe heute noch das zu Tränen gerührte Gesicht meines wunderbaren Vaters, als ich zu meinen Eltern am letzten Urlaubstag den Satz sagte, den ich von Dir geklaut habe:

„Ich grüße das Licht in Dir!“

Ich sehe meine glücklich weinenden Eltern, wie sie mir hinterher winken, als ich mich in meinem Auto von dem Ferienhaus entferne, in der Gewissheit, eine schöne Zeit gehabt zu haben. Und ich weiß noch, wie ich dachte: „Jetzt wissen sie, dass es mir gut geht!“

Hans, ich könnte den Leuten „da draußen“ so viele Geschichten erzählen, von so vielen Kämpfen und Erkenntnissen über mich und über die Welt berichten. Aber es wird einfach zu viel, zu unstrukturiert. Es passieren Dinge, jeden Tag, in jeder Meditation. Seit anderthalb Jahren hatte ich nicht eine Minute Langeweile, hatte nicht eine Nacht, in der ich mich unglücklich und schlaflos hin und her gewälzt habe, habe mich nicht einmal mehr deswegen besoffen, weil ich fließend sprechen oder wenigstens für ein paar Stunden meinen Verstand ausschalten wollte.

Das Hoch wird immer mehr zu meiner allgemeinen Stimmungslage, wenn es noch Tiefs gibt, sind sie erstens wirklich selten und zweitens versuche ich, sofort mit ihnen umzugehen, anstatt mich mit ihnen so wie früher wochenlang herumzuschlagen. Wenn diese Tiefs mit mir selbst und meinen Gedanken zu tun haben, durchschaue ich meistens recht bald, welche Spielchen mein Unterbewusstsein mit mir spielt. Wenn sie mit anderen Menschen zu tun haben, versuche ich, das so schnell wie möglich zu klären, und das gelingt mir auch ganz gut. Manchmal wird meine Sicht über andere Menschen jedoch immer noch von meinen Gedankenstrukturen beeinflusst, das ist dann also eine Kombination von Problemen mit Gedanken und mit anderen Menschen. Diese Nuss ist am schwersten zu knacken, aber ich bin ja noch jung.

Ich, ich, ich — immer nur ich. Mir geht das Wort auf den Keks! Auch das ist eine Entwicklung, an die ich bis vor zwei Jahren nie gedacht hätte. Jetzt, wo es mir hauptsächlich gut geht, merke ich gleichzeitig auch, wie wenig Bedeutung das für den Rest der Menschheit hat. Ich möchte gerne, dass andere auch so eine wunderschöne Zeit haben wie ich, möchte etwas von der ganzen Lebensenergie, von den geistigen Erektionen an andere abgeben. Auch andere sollen spüren, wie genial es ist, nachts nicht deswegen nicht einschlafen zu können, weil man traurig oder depressiv ist, sondern deswegen, weil die Ideen einfach nicht einschlafen können! Weil man so viele Projekte in seinem Kopf hat, dass man am liebsten JETZT SOFORT alles hinschreiben möchte. Auch andere sollen nachfühlen können, dass es sich schön anfühlt, wenn der Wind ihnen durchs Gesicht streift, und dass es kaum etwas Schöneres gibt als ein Lächeln oder die Umarmung eines anderen Menschen.

Aber auch da habe ich schon Fehler gemacht. Ich habe Leuten, die in ihrer jetzigen Lebenssituation damit gar nichts anfangen können, von Dir und Deinen Seminaren erzählt und von Meditation und von innerer Harmonie und vom Fühlen und so weiter — und musste dann oft genug feststellen, dass so etwas nur dann ratsam ist, wenn die Leute solche Erzählungen wirklich brauchen. Denn ansonsten macht man sie nur resistent gegenüber solchen Entwicklungen. Man muss ein Gespür dafür entwickeln, ob Menschen gerade Veränderungen brauchen oder ob sie gerade anderen Dingen auf der Spur sind.

Ich zum Beispiel habe für mich selbst gerade das Gefühl, dass ich zur Zeit keine großen Veränderungen mehr gebrauchen kann. Ich möchte das, was ich bisher erlebt und erfahren und erkannt habe, ausbauen und anwenden und aufschreiben. Aber neue Erkenntnis- und Entwicklungsschritte können sich jetzt bitte ein bisschen Zeit lassen, denn wenn es weiter so schnell geht, bekomme ich vielleicht Angst deswegen. Ich bin seit anderthalb Jahren auf einer superschnellen Achterbahn, und wenn sie jetzt mal für ein paar Monate stehen bleiben würde, hätte ich nichts dagegen. Aber vielleicht ist das ja auch wieder nur so eine Gedankenstruktur, die merkt, dass es ihr an den Kragen geht. Wer weiß das schon. Ich halte es hier mit Sokrates (oder versuche es zumindest):

„Scio nescio.“ (Ich weiß, dass ich nichts weiß) Es kommt eh alles, wie es kommen will, wetten?

Es ist eine unglaublich krasse Zeit, in der ich stecke. Ich bereue keine einzige Stunde in ihr, und ich bereue schon mal gar nicht, dass ich mich damals von Dir habe einladen lassen. Ich sage aufrichtig „Danke!“ und verspreche zu versuchen, mit diesem Geschenk sorgsam umzugehen, auch wenn es mir vielleicht mal irgendwann als Normalität erscheint, dass ich fließend sprechen kann. In einigen Situationen ist das ja schon so (es gibt aber auch noch Arbeit).

Ich möchte, dass alle Stotterer, die diesen Text hier lesen, jetzt sofort mit der Arbeit an sich anfangen, weil ich weiß, dass es sich lohnt. Und ich weiß, dass es eigentlich eine Pflicht ist, an sich zu arbeiten, denn je mehr Leute das tun, desto mehr Chancen kriegen die Jungs und Mädels, die nach uns kommen.

Ich freue mich, dass wir nun zusammen vorstoßen! Und ich möchte (da dieser Text ja veröffentlicht werden soll) ganz klar machen, dass mir noch kein Sprach- und auch noch kein Psycho-Therapeut in meinem Leben (und es waren viele) so durchschlagend helfen konnte, wie es mein Freund, Sihing (das Wort kommt aus dem Kung Fu und bedeutet „älterer Bruder-Lehrer“) und seit einiger Zeit noch dazu Chef Hans Liebelt vermochte.

Ein momentan zutiefst zufriedener Björn.

01.03.01

Das Stotterer-Training kam so plötzlich in mein Leben, dass ich erst jetzt richtig begreife, was sich mir da für eine Chance offenbart hat. Dennoch spüre ich, dass das genau der richtige Zeitpunkt war, etwas Derartiges zu erleben.

Um das, was für mich dort passiert ist, verständlicher zu machen, muss ich etwas weiter ausholen.

Ich stelle mir schon sehr lange immer wieder dieselbe Frage: wie kann es sein, dass ich, als selbstbewusster junger Mann, die 1996 in Bonn erlernten, normalerweise gut greifenden Sprechtechniken einfach nicht in den Alltag umsetzen kann?

Es war immer wieder die gleiche Situation: der Björn saß 20 Minuten an seinem Lesetext, übte die schon längst perfekt erlernten Sprechtechniken, ging dann zum Telefon, rief den unfreiwilligen Übungspartner an, und als der dann abhob, sprang der Hebel im Kopf um. Welcher Hebel?, wird sich jetzt vielleicht der oder die eine oder andere fragen. Der für mich allesentscheidende Hebel ist hier gemeint, der Hebel, der unter anderem schon immer verhinderte, dass ich mich auf mein Sprechen verlassen konnte.

Es gibt in meinem Kopf und somit auch in meiner Sprechmotorik genau zwei Arten zu sprechen: entweder super angespannt und hilflos oder einfach nur flüssig. Leider schaffte ich es nie, den Hebel zwischen „ja, die Techniken funktionieren“ und „nein, die Techniken können nicht funktionieren“, willentlich umzulegen. Somit richtete sich mein Sprechverhalten immer nach der Laune meines Unterbewusstseins, die meistens schlecht war. Und das, obwohl ich alles getan hatte, was ich konnte.

Ich bin kein Profi im Analysieren der menschlichen Psyche, aber ich mache mir besonders seit einem Jahr sehr viele Gedanken darüber, wie es auf psychischer Ebene zu erklären ist, dass ich funktionierende Techniken habe, die nur dann funktionieren, wenn dieser Hebel im Kopf auf „ja!“ eingestellt ist.

Vor einem Jahr nämlich hat sich bei mir folgendes ereignet: ich fing mal wieder intensiver an, mich um eine Verbesserung meines Sprechens zu bemühen. Ich erreichte – durch eine weitere ambulante Therapie – auch eine Verbesserung, die mein Unterbewusstsein ganz strikt mit sehr heftigen Depressionen belohnte. Ich hatte auf einmal Panikattacken, hatte Angst vor meinem eigenen Spiegelbild, meiner eigenen Stimme, vor allen Dingen, die mich irgendwie nach vorne bringen könnten.

In den Jahren meiner Pubertät hatte ich öfters mal den sehr penetranten Gedanken, mein Leben vorzeitig zu beenden, weil es sich mir so schwarz darstellte – und dieser Gedanke kam auf einmal zurück. Das war vor ziemlich genau einem Jahr, und ich fühlte mich sehr hilflos.

Ich redete hauptsächlich ganz lange mit meiner Mutter darüber, aber irgendwie half mir das auch nicht so viel weiter. Ich hatte Angst, verrückt zu werden, redete mir sehr lange ein, bereits verrückt zu sein. Denn mein Leben stellte sich mir sehr surreal vor, das heisst ich erlebte alles wie hinter einer dicken Panzerglasscheibe.

Alle meine Leute schienen kilometerweit von mir entfernt zu sein, ich war mit mir alleine – immer! Ich konnte vor mir nicht fliehen, fürchtete mich vor meinem eigenen Bewusstsein. Ich fuhr überall hin, Hamburg, Schweden, Berlin… mein Bewusstsein war immer bei mir und jagte mir Angst ein.

Ich meldete mich bei einer Psychologin an, bei der ich immer noch überflüssigerweise auf der Warteliste stehe (es haben halt viele Leute Probleme mit sich selbst).

Aber gleichzeitig hatte ich auch die größten Erfolgserlebnisse, die man sich überhaupt vorstellen kann: ich schrieb eine Hausarbeit für die Uni: 1,3 (die erste 1 seit der Grundschule!), ich absolvierte ein sehr gutes Praktikum bei der Taz-Ruhr-Redaktion, bekam dort ein supergutes Zeugnis, das wirklich nicht alle bekommen. Ich erlebte allerlei Fortschritte mit meinem Stottern…

Aber die ganze Zeit, das ganze Jahr 2000, kam mir mein Leben wie ein einziger Traum vor. Zwar ein größtenteils schöner Traum, aber dennoch furchteinflössend, weil ich nicht aufwachen konnte. Und immer die Angst, tatsächlich verrückt zu werden, durchzudrehen und irgendetwas zu tun, was nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte. Immer die Angst, dass sich der Traum in einen Albtraum verwandeln könnte.

Ich versuchte, die Angst aufzuschreiben, sie auf Tonband zu sprechen, ich versuchte, mit einigen Leuten darüber zu reden – aber nichts hinderte meinen Kopf daran, ständig in Panik auszubrechen.

In meiner Not besuchte ich dann im Spätherbst einen Psychologen des Studierendenhauses an der Uni. Bei ihm bekam ich nicht einen Ton heraus, und ich fühlte die ganze Zeit, dass im Prinzip diese Sitzungen überhaupt nichts bringen. Weil das Problem woanders lag.

Und irgendwann unterhielt ich mich abends beim Bier mit einem guten Kumpel, der mir schon länger mal etwas von seinem „geistigen Stottern“ erzählen wollte. An diesem Abend packte er aus, was er damit meinte: er sagte mir, dass er manchmal so komische Vorstellungen in seinem Kopf hätte, was das für Vorstellungen waren, sage ich jetzt hier nicht. Ist ja auch nicht wichtig.

Er sagte, die Vorstellungen seien schon jahrelang dort drinnen, und er hätte die ganze Zeit Angst gehabt, ein Psychopat zu sein. Gefährlich zu sein. Er hätte lange versucht, sich damit abzufinden, dass er einfach total durchgeknallt sei, und dass er diese Vorstellungen wohl akzeptieren müsste. Bis er durch einen Zufall an ein Buch gekommen sei, das (glaube ich) „Was machen Sie, nachdem Sie guten Tag gesagt haben“? hiess. Dieses Buch ist (glaube ich) von jemandem namens Bern, und in ihm ist die sogenannte Skripttheorie erklärt, die beschreibt, warum wir Menschen Dinge tun, die uns gar nicht so bewusst sind. Wir haben vorgeschriebene Regeln in unseren Köpfen, die zumeist gegen uns arbeiten. „Skripts“ nennen sich diese Regeln.

Mein Kumpel erzählte und erzählte, er berichtete mir von „Verliererskripts“ und von Menschen, die sich selbst bestrafen müssen (beispielsweise mit Selbstverletzung durch Rasierklingen oder so etwas), weil es ihnen eine Zeit lang gut ging.

Tja, und da ging mir ein Licht auf: können meine Ängste / Traumwahrnehmungen / Depressionen daher kommen, dass ich Anfang des Jahres eine Veränderung angestrebt habe, die mein Unterbewusstsein so nicht haben wollte?

Ja! Mir wurde in den Tagen danach immer mehr bewusst, was überhaupt mit mir los ist: ich lebe seit zwei Jahren selbständig, ohne meine Eltern, in Eigenverantwortung. Ich mache Erfolge in der Uni, beim Wing Tsun (chinesische Kampfkunst) etc. – und jetzt noch das Stottern verändern?

All das arbeitete gegen meine „Verliererskripts“, gegen die Strukturen in meinem Kopf, die mir unter anderem sagten und sagen:

  1. Du bist auf deine Eltern angewiesen. Du kannst nicht selbständig leben.
  2. Alle Veränderungen ins Positive bedeuten Schmerzen. Am wohlsten fühlst du dich, wenn du dich im Selbstmitleid suhlen kannst.
  3. Im Grunde bist du auf der Welt, um ständig auf die Schnauze zu fallen und dir Gedanken zu machen.
  4. Alle Versuche, etwas gegen das Stottern zu unternehmen, scheitern.

Mir wird seitdem immer klarer, dass diese „Verliererskripts“ gegen mich arbeiten, dass sie nicht zulassen wollen, dass ich gewinne, dass ich mich verändere, dass ich mein Stottern loswerde… Seitdem ich das weiss, ist die Angst, richtig verrückt zu werden, nicht mehr ganz so gross. Denn seitdem habe ich einen Gegner und muss jetzt nur noch einen Weg finden, ihn zu besiegen. Ich glaube, ihn gefunden zu haben.

Ich habe versucht, darauf einzugehen, indem ich mir dachte: du musst diese vernichtenden Strukturen doch ändern können! Aber ich wusste nicht wie. Ich unterhielt mich oft mit diesem besagten Kumpel, der unter dem „geistigen Stottern“ leidet, stand und stehe in regem Emailkontakt mit einer um 13 Jahre älteren Frau, die sich ebenfalls schon lange mit der Skripttheorie auseinandersetzt – alles half ein bißchen, aber eben nicht genug.

Zwischendurch passierten noch einige dramatische Geschichten, die hier aber den Rahmen sprengen würden. Ich veränderte meine Ansichten zu einem Großteil, versuchte, für alles offen zu sein, was mir über den Weg lief. Und dann lief mir tatsächlich etwas über den Weg: das Stotterer-Training.

Hans lud mich Ende Februar 2001 auf ein kostenloses Seminar ein, aus heiterem Himmel. Mittwoch hatte ich davon gehört, Donnerstag hatte ich mich im Internet informiert, Freitag angemeldet, und Sonntag saß ich dann schon mit anderen Kursteilnehmern in einer netten Kneipe in Lüdenscheid.

Am Montag ging es dann los, und erst da wurde mir richtig bewusst, dass dieses Seminar haargenau in meine Gedanken hineinpasst, es war so, als hätte es genau jetzt kommen müssen. Ohne die depressiven Anfälle seit Anfang 2000 und die genau entgegensteuernden Erfolge in meinem restlichen Leben hätte ich nie mit meinem Freund darüber geredet, hätte mir nie Gedanken über die Strukturen in meinem Kopf gemacht, hätte dann wohl auch nicht so spontan das Seminar von Hans Liebelt besucht – weil ich vielleicht viel zu skeptisch gewesen wäre.

Das war also die Vorgeschichte, und jetzt folgt der Erfahrungsbericht.

Als Van Riper-„Sklave“ bekam ich ja am Montag erstmal einen Schock, als Hans sagte, dass es nicht sein Ziel sei, das Stottern zu akzeptieren, sondern er sagt, sein Ziel sei, möglichst immer fliessend zu reden. Und er sei sich auch vollkommen sicher, dass wir alle das könnten. Weil: in den Momenten, in denen wir nicht übers Stottern nachdenken, sind wir flüssig. Wir können perfekt Selbstgespräche führen oder uns etwas vorlesen, können uns mit unseren Haustieren unterhalten und so weiter.

Er geht davon aus, dass das Stottern hauptsächlich ein mentales Problem ist, und dass man durch mentales Training die alten Strukturen, die uns zum Stottern zwingen, überlernen kann. (Ich hoffe, dass ich die Grundzüge seines Ansatzes richtig referieren kann, denn die menschliche Psyche ist ja doch ziemlich kompliziert und daher auch nicht ganz so leicht zu erklären.)

Wir waren ja alle mal Kinder, und für diese Kinder hat es wohl irgendwann mal einen Grund gegeben zu stottern. Diesen Grund gibt es nun nicht mehr, und eigentlich müssen wir nicht mehr stottern. Um das aber zu begreifen, müssen wir nach und nach auf den Grund, den das Kind damals hatte, kommen – um dem Kind dann auch zu sagen, dass dieser Grund nicht mehr existiert, dass es nun erwachsen werden und aufhören kann zu stottern.

Hans hat folgende Gleichung aufgestellt: Wer stottert, atmet nicht und wer nicht atmet fühlt nicht. Wenn wir nicht atmen müssen, müssen wir nicht fühlen, was käme da eher gerufen als ein Block?

Wir haben also erstmal eine wunderbare Art zu atmen gelernt, die sog. Flankenatmung, bei der es darauf ankommt, möglichst viel Luft in die Seiten zu atmen und sie sofort wieder gleichmässig ausströmen zu lassen. Es ging ziemlich schnell, bis wir mit dieser Art zu atmen sehr flüssig waren. Ich war am Montagmorgen noch ziemlich „blockbestraft“, aber als ich dann die neue Art zu atmen hatte, konnte ich eigentlich sofort flüssig reden. Der Hebel war umgelegt, er sagte mir jetzt: „Ja, du kannst / darfst flüssig reden!“ Und das tat ich dann auch.

Der Vorteil am fließenden Sprechen ist, neben dem fließenden Sprechen an sich, dass man viel besser auf seine Gefühle achten kann, wenn man sich nicht bei jedem zweiten Wort mit den Blocks herumquälen muss. Und das war es ja, was wir machen wollten: wir wollten uns unsere Gefühle ansehen, um wie gesagt auf den Kern unseres Daseins zu stoßen, dorthin, wo der Grund für die Beibehaltung unseres Stotterns liegt.

Die andere Sache war, dass wir positive Sätze an die Hand bekamen, mit denen wir die alten Strukturen überlernen können. Eine von meinen bösesten Strukturen ist zum Beispiel dieses „Siehst du? Schon wieder ein Rückfall! Du packst es nicht!“ Das ist ja das Fatale an den Menschen, die ein Verliererskript mit sich herumtragen: sie sind Seiltänzer ohne Sicherheitsnetz, die beim ersten Fehler mit dem Kopf auf den Boden knallen und sich danach dreimal überlegen, ob sie noch einmal hochklettern sollen.

Die anderen Menschen, die Menschen mit Gewinnerskripts, haben dieses Sicherheitsnetz, und sie denken sich: „Dann klappt es halt beim nächsten Mal!“

Das Ziel muss also unbedingt sein, dieses Verliererskript zu entwurzeln und es durch ein Gewinnerskript oder wenigstens durch ein Von-Sich-Überzeugt-Sein-Skript zu ersetzen.

„Wahrnehmungslenkung“ heisst das Zauberwort, mit dem ich mittlerweile sehr viel anfangen kann. Wenn wir es schaffen, unser Bewusstsein regelmässig mit positiven Sätzen vollzutanken, dringen diese Sätze zwangsläufig irgendwann auch ins Unterbewusstsein, wo sie nach und nach die alten (negativen) Sätze ersetzen sollen.

Durch Meditation, derer wir sehr viel auf dem Seminar lernten, stoßen wir immer weiter auf die alten negativen Strukturen, sehen immer mehr ein, wie sehr sie uns im Wege stehen – und können positiv auf sie eingehen. Und irgendwann passieren dann eben die Dinge, an die wir glauben.

Wir bauen uns unsere Realität, was man zum Beispiel daran sieht, dass ich von einigen Dingen fest überzeugt bin, die auch wirklich dann so eintreten. Ich hoffe nicht sondern ich weiss, dass ich Auto fahren kann – und, was ist? Mittlerweile steuere ich ein Auto durch die Gegend, ohne über den Vorgang des Autofahrens nachzudenken. Ich hoffe auch nicht, dass ich mit dem Zehn-Finger-System meine Geschichten, Hausarbeiten oder Seminarberichte schreiben kann sondern ich weiss es. Und ich kann am PC manchmal schneller schreiben als reden, auch jetzt noch. Ich laufe, ohne darüber nachzudenken, und so kann ich im Prinzip auch reden, ohne darüber nachzudenken.

Das Problem ist, dass mein Unterbewusstsein irgendwann mal gelernt hat, dass ich eben nicht fliessend reden kann. Es haben sich die schon oft angesprochenen Strukturen gebildet, die sich bei jedem Block bestätigt fühlen, sich dadurch Nahrung holen, wachsen und gedeihen, neue Knospen kriegen usw. Jeder Block bestätigt den Satz: „Du kannst nicht flüssig sprechen.“, daher ist es unglaublich wichtig, keinen Block stehenzulassen.

Auch das haben wir auf dem Seminar lange geübt. Wir waren angehalten, uns gegenseitig daran zu erinnern, dass wir nicht den kleinsten Stolperer so lassen, wie er ist. Immer den Satz noch einmal sprechen, die Strukturen damit abtöten, am besten für immer.

So verbrachten wir die fünf Tage, die leider viel zu schnell vergingen, mit reichlich Atemübungen, mit vielen Gesprächen und vor allen Dingen mit den verschiedensten Meditationstechniken.

Meditation ist ein gutes Mittel, um herauszufinden, was überhaupt in uns los ist, und so führte Hans uns in einige Techniken ein, die mir allesamt sehr gut gefallen haben. Ich habe endlich einen guten Zugang zu Meditation erhalten, und auch jetzt noch meditiere ich zwei- bis dreimal am Tag jeweils 20 Minuten. Weil es einfach Spaß macht, manchmal habe ich sogar richtige Glücksmomente. Jetzt schon, nach zwei Wochen.

Die für mich bewegendste Meditation war allerdings eine, die ich zu Hause alleine niemals machen würde. Sie hieß Rebirthing, und war, wie der Name bereits sagt, darauf ausgelegt, möglichst weit in die Vergangenheit zurückzureisen. Durch Hyperventilieren brachten wir uns in einen drogenrauschähnlichen Zustand. Hans sagte, der Effekt sei vergleichbar mit dem von LSD, und stießen in Räume unseres Unterbewusstseins vor, die ich persönlich vorher noch nicht sehen konnte.

Ich weiss nicht, ob ich es mir nur einbildete, aber ich hatte zumindest das Gefühl (und darauf kommt es ja an), dass ich mich an meine Taufe zurückerinnern konnte. Davon ausgehend liess ich meine gesamte Kindheit an mir vorbeiziehen – wie ich des nachts zwischen meinen Eltern im Bett lag, den Kopf auf dem starken Arm meines Vaters; wie sehr ich mich fürchtete, als meine sehr oft nachts arbeitenden Eltern unterwegs waren und ich auf einmal davon überzeugt war, dass in meinem Schlafzimmer jemand Böses auf mich warten würde; wie dann auf einmal mein grosser Bruder seine Hand um mich legte und mir das Gefühl gab, nicht alleine zu sein; wie dieser grosse Bruder dann unendlich viele Jahre später von einem Zug angefahren wurde (aber überlebt hat, was das grösste Glück überhaupt ist!) und meinem immerhin schon 17jährigen Unterbewusstsein dadurch suggerierte, doch alleine zu sein…

Wie dem auch sei, ich wurde sehr traurig, fing an zu weinen – und war unendlich froh, dass Hans Liebelt in meiner Nähe war. Er deckte mich mit einer Wolldecke zu, brachte mir Taschentücher, flüsterte mir warme Worte zu, gab mir das Gefühl, dann doch wieder nicht ganz alleine zu sein.

Ich nahm mir vor, meinem Bruder einen Brief zu schreiben, in dem ich ihm die ganzen Gefühle, die ich während dieser Meditation ihm gegenüber hatte, aufschreiben wollte. Das ist jetzt zwei Wochen her, und mittlerweile sehe ich die Sache wieder etwas nüchterner. Mein Kopf hat sich wieder eingeschaltet, und ich empfinde es nun als zu kitschig, ihm das mitzuteilen.

Als dann alle Gefühle draußen waren, fing ich auf einmal an zu lachen. Ich lachte mir die Seele aus dem Leib, konnte mich gar nicht mehr beruhigen. Aber es war ein befreites Lachen, ungezwungen und aus dem Bauch heraus – und das tat gut! Ich lachte bestimmt eine Viertelstunde, und als Hans uns dann mitteilte, dass wir allmählich aufwachen und uns die Beine vertreten könnten, lachte ich immer noch. Ich versuchte dann aufzustehen, wurde mir aber bewusst, dass es wohl noch sehr lange dauern würde, bis ich wieder Herr meiner Knochen sein würde.

Im Nachhinein bin ich jedenfalls um einiges schlauer, auch was den Hebel angeht. Denn es kamen drei oder vielleicht vier Menschen in meinem Rausch vor: meine Eltern, mein Bruder und ich meine, ich hätte auch meinen längst verstorbenen Opa im Kopf gehabt. Egal, sie alle haben mich auf jeden Fall richtig geliebt und lieben mich immer noch. Sie alle hatten schon immer Einfluss auf mein Unterbewusstsein, und sie alle haben schon immer versucht, positiv auf mein Stottern einzugehen.

Wie gesagt, ich bin höchstens Laie, was die Psychologie angeht, aber ich glaube nicht, dass es falsch ist, wenn ich es folgendermassen interpretiere: alle Menschen, die mich als kleines Kind geliebt haben, haben mir besondere Liebe und Aufmerksamkeit zukommen lassen, weil ich stotterte!

Ich habe diesen Punkt neulich noch in meiner Selbsthilfegruppe vorgetragen, worauf gesagt wurde, dass das zwar eine weit verbreitete Theorie sei, dass sie aber mittlerweile nicht mehr ganz so angesehen sei. Ich sagte daraufhin, dass ich ja keine Theorie gefühlt habe sondern meine Gefühle, was ja ein Unterschied ist! Ich wusste ja auf einmal, was schiefgelaufen war, nämlich, dass das kleine Kind in mir immer schon gedacht hat, dass es, wenn es stottert, immer geliebt würde.

Und dann wurden mir in Windeseile Dinge klar, die mich so schockierten – unglaublich! Ich begriff, dass ich – während mein Bruder in seiner Jugend einen Haufen schräger Dinge anstellte und mir dadurch den Toleranzweg freiboxte – immer der „Jüngste“ war, und die Hoffnung meiner Eltern: der Björn nimmt keine Drogen, der Björn klaut nicht, der Björn ist gut in der Schule, zieht sein Abitur durch, der Björn ist einfach nur lieb und brav und erfolgreich – der Jüngste eben. Und sein Stottern? Ach, na ja, jeder hat eben sein Kreuz zu tragen. Er schafft das schon.

Ich begriff, dass ich durch dieses lieb-und-brav-Sein einen ganz entscheidenden Punkt versäumt habe: mich aus meiner Kind-Perspektive zu befreien. Dadurch wurde mir auch klar, warum ich schon mein ganzes Leben lang ein Punkrocker sein wollte: dagegen sein! Sich gegen Autoritäten auflehnen! Sein Ding durchziehen!

Ich wurde dann ja auch, als ich wegem meines Studiums von meinen Eltern weg und nach Bochum zog, ziemlich heftig – also nicht mehr der brave Björn sondern dann doch eher der biertrinkende Rumpöbler mit Irokesenhaarschnitt, der maulstarke Punkrockgitarrist, der auf der Bühne stehende und schwitzende Rebell, der Systemzerstörer, der Linksextreme etc.

Ich war endlich derjenige, der ich immer sein wollte: nicht mehr der brave Björn. Aber warum zum Teufel fühlte ich mich die ganze Zeit so beschissen? Ich fühlte mich so beschissen, weil nicht ich, der erwachsene Björn, so extrem sein wollte, sondern es war das Kind-Ich, das dieses extreme Verhalten als Schutz erklärt hatte. Alles passt zusammen: ich, bzw. das Kind in, mir habe immer noch riesen Probleme mit jeglicher Art von Autorität – und zwar aus dem Grund, weil die Erzieherin im Kindergarten damals durchsetzen wollte, dass ich noch nicht so weit bin, den Kindergarten zu verlassen.

Ich habe eine Abneigung gegen jede Art von Lehrer, ich hasste die meisten Lehrer an meiner Schule. Ich erklärte bisher unbewusst jeden Professor in der Uni zu meinem Feind; selbst wenn ich eine Hausarbeit schreibe, kriege ich manchmal mit, wie ich den Vorgang des Schreibens als eine blutige Schlacht ansehe. Wenn ich in einer Sprechstunde eines Professors, eines Arztes oder bei wem auch immer bin, erschrecke ich mich manchmal richtig, wenn sie mir einen schönen Tag wünschen. Denn dann bekomme ich erstmal mit, dass sie mir nichts Böses wollen – was aber nichts daran ändert, dass ich in ihrer Gegenwart die allergrößten Blocks habe.

Auch jetzt noch, während ich diese Zeilen schreibe und an so eine Sprechstunde denke, bilden sich schon geistige Blocks und ich fürchte mich ehrlich gesagt vor der nächsten Sprechstunde; weiss aber, dass ich das eigentlich nicht müsste und dass es unbedingt wichtig ist, auch diese Strukturen abzuschalten. Denn sie stören!

Ich wusste schon immer, dass ich niemals für länger unter einem Chef arbeiten könnte, denn ich wäre nach einigen Tagen nervlich am Ende. Ich kann keine Autoritäten akzeptieren, mit einer Ausnahme: meine Lehrer im Wing Tsun, meine Sihings („älterer Bruder-Lehrer“). Denn diese habe ich mir selbst ausgesucht, ausserdem habe ich ja mit Wing Tsun angefangen, um meinen Bruder zu beeindrucken. Dieser ist nämlich mittlerweile auch ein Lehrer im Wing Tsun, und ich bin so stolz auf ihn, wenn ich ihn in seinem Unterricht sehe.

Ich verstand in diesen Überlegungen, dass ich immer noch der kleine Junge meiner Eltern bin, und dass ich, wenn ich am Wochenende bei ihnen bin, sehr extreme Schlafprobleme habe und mich bei ihnen überhaupt nicht mehr wohl fühle. Ich weiss jetzt, dass ich einen grossen Abstand brauche, um mein Kind-Ich in Ruhe erwachsen werden zu lassen.

Zum Erwachsenwerden des Kind-Ichs gehört das Abschütteln der Autoritätsprobleme, das Abschütteln des selbst auferlegten Zwangs, möglichst extrem zu sein (was ich eigentlich auch gar nicht bin), das Abschütteln der depressiven Haltung, die ich manchmal an den Tag lege, wenn ich will, dass sich jemand um mich kümmert – und im Endeffekt das Abschütteln des Stotterns!!!

Das ist das Ziel. Und ich müsste auf diesem Weg so einige Dinge aufgeben, die mein Kind-Ich sich ausgedacht hat, damit es mir besser geht. Das Dagegensein im Punkrock zum Beispiel steht dieser Entwicklung im Wege, es sei denn, ich kann es zu einem Dagegensein im Sinne von „Ich schaffe alles, was ich mir vorgenommen habe und dabei steht mir niemand im Weg!“ umzumodelieren.

Das wäre ja was, denn Punk an sich ist immer noch der Himmel auf Erden für mich. Ausserdem sind ja auch einige Sachen dabei, die ich aus meinem Erwachsenenbewusstsein immer noch so sehe: dass das kapitalistische System zum Beispiel irgendwann einmal die Welt untergehen lassen wird, hat nichts mehr mit der Ansicht des Kindes in mir zu tun sondern ist eine Ansicht, die ich mir angelesen habe. Und ich werde als Erwachsener (!) alles tun, um andere Menschen von dieser Ansicht zu überzeugen.

Um mal den Bogen zu finden: es war die Tiefenmeditation bei Hans, die mich auf all diese Gedanken gebracht hat. Hans hat mir geholfen, diese tiefen Erkenntnisse zu gewinnen – und sie hinterher auch zu verdauen. Denn natürlich hatten wir die Gelegenheit, darüber zu reden. Ansonsten wäre ich glaube ich wieder sehr depressiv geworden, es hätte sich ein Rückstau gebildet, wie der, der das ganze Theater Anfang 2000 eingeleitet hat.

Irgendwann in dieser Woche habe ich mit Hans auch noch über meine mündlichen Magisterprüfungen gesprochen und ihm gesagt, dass meine Professoren (diese bösen Professoren!) mir geraten haben, diese mündlichen Prüfungen am besten schriftlich abzulegen. Ich habe ihm gesagt, dass ich dazu keine Lust hätte, aber auch genau wüsste, dass ich mit meinem starken Stottern keine Chance hätte, die Prüfungen mit einer für mich akzeptablen Note abzulegen. Hans hat mir daraufhin nach dem Seminar einige positive Sätze per Email geschickt, die ich mir nun dreimaltäglich vorspreche und die mir helfen werden, wenn ich sie in einer bildhaften Weise regelmässig verinnerliche. Da bin ich inzwischen (fast) sicher.

Meine Gedanken erschöpfen sich langsam. Ich habe das Gefühl, viel zu wenig wiedergegeben zu haben, was tatsächlich während des Seminars passiert ist – und viel zu persönlich geworden zu sein. Aber das ist es ja, was dieses Seminar ausgemacht hat: das Unterbewusstsein stand die ganze Zeit im Vordergrund, und all das, was drumherum passierte, war im Prinzip gar nicht so wichtig.

Ich kann nicht mehr sagen als das, was ich bereits gesagt habe: wir haben meditiert, geatmet, uns theoretisch und praktisch mit dem Unterbewusstsein beschäftigt, unsere Wut rausgelassen und uns mit positiven Sätzen vollgepumpt.

Ich weiß, dass ich dranbleiben muss – das ist ja bei jedem Ansatz dasselbe. Man muss immer weitermachen, auch wenn die Erfolge anfangs so groß sind. Das hat Hans auch immer wieder betont. Dennoch, ich bin von Van Riper abgebogen, habe die Autobahn gewechselt. Hans ist der Wegweiser, der mir gezeigt hat, dass ich die seit fünf Jahren gesperrte Van Riper-Autobahn umfahren kann.

Ich stehe nun in regelmässigem Kontakt mit Hans, und auch Roland Pauli ruft mich des öfteren an. Ich glaube, dass ich, wenn ich so weitermache, irgendwann das Kind in mir großgezogen haben werde – und dann in den meisten Situationen beständig flüssig reden kann. Wie schon jetzt seit drei Wochen. Im April werde ich das nächste Stotterer-Training zumindest tageweise wieder mitmachen. Damit es weiterhin bergauf geht.

Und ich habe ein neues Motto: Stay yourself, not punk!

Danke!

In diesem Sinne,

Bloody Björn

Eltern & Kinder

25.05.16

Unser Sohn Julius ( 8 Jahre alt) hat schon sehr früh begonnen zu sprechen, fließend und bald in ganzen Sätzen. Im Alter von 5 Jahren begann er von heute auf morgen zu stottern. Dieses Stottern dauerte ca. 5 Monate an und verlor sich dann von selbst wieder. Als Julius dann eingeschult wurde, begann das Stottern wieder und zwar noch viel heftiger als zuvor. Der Kinderarzt verordnete sofort Logopädie, welche wir auch sorgfältig besucht haben und die Übungen zu Hause haben wir auch durchgeführt, leider ohne irgend einen Erfolg.

Auf der Suche nach einer anderen Therapie wurden wir im Internet auf Hans aufmerksam. Nachdem ich alle Berichte durchgelesen hatte, griff ich zum Telefonhörer und rief Hans an. Er war mir sofort sympathisch und nahm sich sehr viel Zeit für unser Gespräch.
Wir buchten sofort das Seminar in Wildberg – Erwachsene und Kinder gemischt. Ich war zuerst skeptisch, ob diese Mischung wohl gut ist.
Gespannt fuhren wir zum ersten Seminartag und waren sehr überrascht, wieviel junge Herren zum Seminar erschienen waren. Wir haben uns alle sofort wohl gefühlt in der Gruppe. Die „Älteren“ (20-28 jährig) haben die Kinder sofort in die Gruppe aufgenommen, mit ihnen geübt, in den Pausen mit ihnen herumgetobt und sie waren ein gutes Vorbild für Julius.
Hans ist ein so empathischer, einfühlsamer und geduldiger Trainer mit so viel Verständnis für jeden einzelnen Teilnehmer – einfach spitze und jeden Cent wert.
Dank der Atemtechnik gelingt es Julius, Sätze ohne Stottern sprechen zu können. Er hat nun eine Technik zur Hand, die ihm aus der „Stotterfalle“ hilft. Auch hier gilt das Wort:“ Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ und ein stetiges Üben und korrigieren der Stätze ist notwendig, aber jetzt mit dem richtigen „Hans-Werkzeug“.
Nicht zu vergessen, die Meditation. Julius wollte jeden Tag unbedingt zur Morgenmeditation. Er ist dafür extra früher aufgestanden. Die Meditation verhilft auch schon den Kindern zu einer besseren Konzentration. Eine neue Erfahrung für uns, dank Hans.

Wir durften liebe Menschen kennenlernen, die durch Hans heute stotterfrei sprechen können. Das macht uns Mut und gibt Ansporn den begonnenen Weg weiterzugehen.

Herzlichen Dank lieber Hans und bleibe uns noch lange erhalten!

06.04.16

Unser Sohn (10 Jahre alt), begann mit ca. 3 Jahren zu stottern. Anfangs dachten wir, das wäre nur eine Entwicklungsphase, dem war aber leider nicht so. Mit ca. 4 Jahren hatte er seine ersten Logopädie-Sitzungen. In den darauffolgenden 6 Jahren hatten wir auch einige Logopädinnen durch, allerdings ohne Erfolg. Teilweise war das Stottern unseres Sohnes so schlimm, dass wir einigermaßen ratlos und hilflos waren. Nach einiger Recherche im Internet, stießen wir auf die Homepage von Hans Liebelt. In der Hoffnung, das Sprechen unseres Sohnes zu verbessern, buchten wir kurzerhand ein Seminar in Wildberg.

Guter Dinge machten wir uns auf einen 700 km langen Weg von Niederösterreich in den Schwarzwald, und Gott sei Dank hatte unser Sohn eine ganz liebe, tolle und dynamische Gruppe für die Therapiewoche. Der Hans obendrein ein ganz lieber, motivierter und euphorischer Trainer. Wir fühlten uns vom ersten Moment an sehr wohl und einfach gut aufgehoben.

In den ersten beiden Tagen wurde sich intensivst auf das Atmen konzentriert. (Natürlich auch den Rest der Woche!) Aber zu Beginn war es für unseren Sohn eine Umstellung, das Atmen als Solches so intensiv wahrzunehmen. Die Meditationseinheiten waren ebenfalls eine beruhigende und willkommene Abwechslung zum Alltag. Bereits nach 3 Tagen stellten wir fest, dass sich unser Sohn „verändert“ hatte. Er wurde viel selbstsicherer, offener, innerlich viel ruhiger und das Sprechen machte ihm wieder Spaß und kam auch schon viel flüssiger über die Lippen.

Durch die motivierende Art von Hans, natürlich auch durch die Empathie, die er in den Tagesablauf einfließen lässt, wurde das Selbstwertgefühl unseres Sohnes um ein Vielfaches gestärkt. Hans hat so eine tolle Art mit den Teilnehmern umzugehen, dass es uns ein Leichtes war, uns rundum wohlzufühlen.

Ein weiteres Highlight für uns war das Outdoor-Training. Unserem Sohn war es bis dato nicht möglich, in einen Laden zu gehen und sich nach irgendetwas zu erkundigen. Eine Kommunikation mit fremden Menschen war schier unmöglich. Dank des Trainings von Hans war das aber kein Thema mehr. Unserem Sohn machte diese Übung besonders viel Spaß, da er merkte: „He, ich kann es ja doch!“

Nach den 6 Tagen war es auch dann so, dass er meistens flüssig sprechen konnte, nur mit ganz wenigen Blockaden. Aber, das ist ja nun kein Problem mehr, da er ja nun weiß, wie er damit umgehen kann, und was er zu tun hat, damit es dann eben flüssig kommt.

Fazit für uns: Mit täglicher Meditation und regelmäßigen Atemtechnikübungen, klappt alles ganz hervorragend.

Obendrein durften wir ganz viele liebe und total authentische Menschen, die denselben steinigen Weg zu gehen hatten, kennenlernen und ins Herz schließen.

Für uns ist klar, Hans ist die richtige Adresse und war bis jetzt die gefühlt richtigste Entscheidung, was unseren Sohn anbelangt. Wir können es nur jedermann aus gutem Herzen weiterempfehlen!

Lieber Hans, wir sind froh, dass wir dich „gefunden“ haben!

10.01.16

Unsere Tochter, Schler (11J.), hat auch an der Woche teilgenommen (Mai 2015). Wir haben im ersten Moment überlegt, ob das Sinn macht, dass sie an diesem Kurs teilnimmt und ob sie das ernst nimmt oder ob sie was lernt. Wir haben entschieden, dass sie teilnimmt, denn dies war unsere einzige Hoffnung. Sie war davor 2 Jahre lang bei der Logopädie, aber leider ohne Erfolg.

Die Therapeuten von der Logopädie wollen ihre Arbeit gut machen, aber sie wissen nicht wie. Diese bringen den Stotterern nur bei, zu akzeptieren, dass sie mit dem Stottern leben müssen, von Anfang an war dies für mich Quatsch. Wenn ich an einer Therapie teilnehme, möchte ich geheilt werden und nicht lernen damit leben zu müssen. Uns wurde gesagt, dass wir auch stotternd mit unserer Tochter sprechen sollten! Aber, wie bitte? Soll etwa die ganze Familie stottern, statt dass in der Familie nur einer stottert und die anderen ihm helfen? Ich habe meiner Frau gesagt, dass dieser Quatsch nichts bringt und wir einen anderen Weg finden müssen. Schließlich sind wir auf Hans gestoßen.

Ich bin vom Beruf Friseur und ich habe Menschenkenntnis, da merkt man auch, wer seinen Beruf mit Liebe macht und wer es nur wegen des Geldes tut. Hans ist ein Mensch, der helfen möchte. Dies ist sein einziges Ziel, wo er mit Erfahrung ran möchte, er gibt alles was er kann. Er übt seinen Beruf sehr herzlich aus. Kommen wir aber nun auf unsere Tochter Schler zu sprechen.

Leider haben wir erst spät dieses Feedback geschrieben. Schler hatte eine Woche teilgenommen, und weil es bei Hans ums Helfen geht, hat nicht nur Schler am Kurs teilgenommen, sondern die ganze Familie, weil Hans ganz genau weiß, dass wenn die Familie dabei ist, diese das Kind unterstützt. Dabei hatte er viel Geduld und war sehr respektvoll. Diese Woche war wie ein Wunder für Schler. Sie hat immer ab und zu die Atemübungen angewendet. Natürlich müssen die Kinder von den Eltern gestützt werden, sodass das Ziel nicht aus den Augen verloren wird. Wir haben selber gemerkt, dass Schler selbstbewusster geworden ist, die Umgebung hat gemerkt, dass das neue Selbstbewusstsein in Erscheinung getreten ist. Und was uns erstaunlich ist, ist dass dieses auch in der Schule angekommen ist. 70 % des Stotterns sind verschwunden. Wir werden auch zum Auffrischen wieder an einem Kurs teilnehmen, ich kann dies nur weiter empfehlen.
Schler’s schulische Leistungen haben sich übrigens auch verbessert.

Wir sind sehr froh und dankbar darüber, dass es so Menschen wie Hans gibt.

Grüße,
Familie Aiso

08.06.15

Lieber Hans,

ich möchte Dir von ganzem Herzen danken. Nach nur drei Tagen Training mit Dir spricht und „liest“ Niklas völlig flüssig. Bei seltenen Hängern wendet Niklas sofort die Atemtechnik an und weiter geht’s. Ich hätte diesen Erfolg nicht für möglich gehalten. Ich hatte es mir für Niklas immer gewünscht, dass wir einen Weg für Ihn finden der wirklich hilft. Unsere bisherigen logopädischen Bemühungen hatten leider nicht geholfen.

Nun freut sich Niklas sehr, dass er mit der Atemtechnik so super zu recht kommt. Er ist in der Kürze der Zeit schon viel selbstbewusster und offener geworden. An der Disziplin wie er seine Atemübungen und Meditationen durchführt, kann man erkennen wie wertvoll ihm diese geworden sind.

Hans, ich wünsche Dir, dass Du die Gelegenheit hast noch sehr vielen Menschen durch Deine Trainings zu helfen. Du ermöglichst Ihnen einen neuen Zugang zur ihrer Umwelt. Du machst eine tolle Arbeit, weil Du sie aus Berufung machst.

Liebe Grüße,
Jörg

20.05.15

Im letzten September waren mein ältester Sohn (Max, 12 Jahre) und ich zum ersten Mal bei einem 3-tägigen Stottererseminar in Lüdenscheid.
Nachdem Max schon seit 8 Jahren mit äußerst mäßigem Erfolg in logopädischer Behandlung war, wollten mein Mann und ich nach anderen Wegen suchen. Das Konzept von Hans hat mich sofort angesprochen, zumal ich selbst „Betroffene“ bin. Ich hatte in meiner Jugend trotz jahrelanger Therapie auch stark gestottert. Und als ich dann mit 21 Jahren von zu Hause ausgezogen bin und mein Studium in einer anderen Stadt begonnen hatte, wollte ich das Stottern UN-BE-DINGT endlich loswerden. Ich hatte mir damals Folgendes überlegt:

  1. Du kannst zwar bewusst nicht „Nicht-stottern“. Aber du kannst sofort mit dem Reden aufhören, wenn du merkst, dass du verkrampfst.
  2. Du kannst immer und zu jeder Zeit deutlich und bewusst atmen.

Und nachdem ich dann diese beiden Regeln konsequent angewendet hatte, wurde das Sprechen tatsächlich nach und nach immer besser. Wenn ich heute den Leuten erzähle, dass ich als Jugendliche stark gestottert habe, glauben sie mir das meistens nicht.

Beim Lesen der Webseite www.stop-stottern.de hat mich vor allem überzeugt, dass meine Regeln von damals im Ansatz auch ein Bestandteil der Therapie von Hans sind. Aber natürlich ist sein Konzept noch viel weitreichender, durchdachter und ganzheitlicher.

Die 3 Tage in Lüdenscheid haben uns sehr viel gebracht. Wir haben intensiv die Techniken trainiert, meditiert und viel Hintergrundinformationen bekommen. Und trotz der Kürze der Zeit konnte man bei Max tatsächlich schon eine deutliche Verbesserung beim Sprechen sehen. Dies zeigte sich auch bei der Aufnahme der Vorher-Nachher-Videos.

Nach unserer Rückreise war mein Mann völlig überrascht, wie gut das Stotterertraining bei Max angeschlagen hat. Max hatte viel zu erzählen, ließ währenddessen keine Blocks zu und konzentrierte sich voll und ganz auf seine Atmung.

Heute spricht Max immer noch sehr gut, wenn er bewusst die Atemtechnik anwendet. Allerdings üben wir die Technik noch zu unregelmäßig, sodass er oft in sein altes Sprechmuster zurückfällt. Ja, in diesem Punkt müssen wir unsere Alltagsgewohnheiten noch ändern. Wir haben das feste Ziel, tägliche Trainingseinheiten und Meditationen in unseren Alltag einzubauen. Jedenfalls bekommt Max seit dem Seminar keine Logopädiestunden mehr, weil wir diesen Weg weitergehen wollen.

Wir sind sehr froh, dass wir so viele erfolgversprechende Anregungen in Lüdenscheid bekommen haben, und vielleicht werden wir irgendwann nochmal an einem Seminar teilnehmen.

Danke, Hans.

07.03.15

Hallo Hans,

ich Grüße dich und hoffe es geht euch gut.

Noch mal vielen Dank für eine wirklich tolle und erfüllte Woche. Ich möchte mich hiermit nochmals von ganzem Herzen bedanken, dass du Fabio so geholfen hast. Fabio hat dadurch erfahren, dass er an seinem Stottern nicht mehr leiden muss. Er hat Spaß am Reden und freut sich, endlich wieder mit fremden Menschen zu reden.

Ich möchte dir gerne Feedback geben zu dem Seminar im Februar. Ich hoffe ich finde auch die richtigen Worte.
Fabio ist heute 13 Jahre und ein starker Stotterer gewesen. Er stottert seit seinem 6. Lebensjahr. Wir haben auch, wie alle anderen, die dieses Problem haben, alle Therapiemöglichkeiten ausprobiert. Als ich dann im Internet von Hans Liebelt gelesen habe, war ich gleich davon überzeugt. Wir haben uns auch die vorher-nachher Videos angesehen, die uns sehr beeindruckt haben. Ich hab gleich Kontakt zu Hans Liebelt aufgenommen und mir den nächst möglichen Termin für eine Woche Stotterer-Training geben lassen.

Ich muss sagen, es war eine unglaublich schöne Erfahrung. Nicht nur, dass mein Sohn jetzt viel besser sprechen kann, sondern auch für mich war es sehr emotional. Ich glaube, ich spreche da für alle, wenn ich sage, dass es nichts schöneres gibt wenn man erkennt, dass seinem Kind geholfen wird. Es ist auch wichtig zu wissen, das Hans keine Tablette hat oder durch Handauflegen das Stottern therapiert. Zu Hause gilt es, die Übungen weiter zu verfolgen. Da gehört auch eine große Portion Selbstdisziplin dazu. Aber der Erfolg ist in meinen Augen garantiert.

Durch seine einfühlsame Art ist Hans wie ein Vater, der seinem Kind das Fahrradfahren beibringt. Eine Hand am Lenker und die andere am Sattel, er führt und begleitet dich, doch irgendwann muss man loslassen. Dann schickt er sie raus auf die Straße und dort muss man sich überwinden, fremde Menschen anzusprechen, was für einen Stotterer nicht einfach ist. Man hofft natürlich, dass die Kinder nicht gegen den nächsten Baum oder Zaun fahren.

Auch wenn das passieren sollte, man läuft zu ihnen, stellt sie auf die Beine, macht ein i-Gesicht und dann geht’s weiter. Bei den Outdoor-Übungen sagte mein Sohn zu mir, es macht ihm endlich wieder Spaß, nach so vielen Jahren fremde Menschen anzusprechen.

Ich hab auch sehr davon profitiert. Ich bin selbstständig und stehe sehr unter Stress. Durch seine Meditationen hab ich einen Weg gefunden, diesen Stress zu verarbeiten. Ich bin ruhiger und gelassener geworden. Ich will es jedem ans Herz legen, diese Erfahrung mit Hans zu erleben.
Und das Sprechen bei meinem Sohn ist schon viel besser geworden. Auch ist er ausgeglichener geworden. Es macht ihm Spaß, endlich zu Reden und seinen Ideen Wörter zu verleihen.

Ich möchte auch ein Wort zu Gundi sagen. Sie ist die gute Fee im Haus und versorgt jeden mit liebevoll angerichtetem und gutem Essen. Sie hat auch ein Ohr für alle. Das macht sie auch sehr herzlich.

Wir werden weiter mit Hans zusammenarbeiten und ihn weiter unterstützen, weil das eine Sache ist, die niemals aufhören darf, weil es immer Stotterer und gestresste Menschen auf der Welt gibt.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

13.02.15

Als unser Sohn Chris – heute 12 J. – 3 Jahre alt war, haben mein Mann und ich bemerkt, dass er nicht flüssig spricht. Damals haben wir uns aber keine Sorgen gemacht, weil wir dachten, das wird sich von selber legen.

Chris kam in den Kindergarten und kurze Zeit später wurde ich von der Kindergartenleiterin wegen des Stotterns angesprochen. Wir sollten unbedingt etwas dagegen machen, z. B. Logopädie. Daraufhin habe ich mit dem Kinderarzt gesprochen, der mich erst mal beruhigt hat. Das Stottern würde bei vielen Kindern von alleine weggehen. Das war bei meinem Sohn aber nicht der Fall. Auch eine 3-jährige logopädische Behandlung blieb leider ohne Erfolg.

Chris hat auch in der Grundschule oft gestottert und kam jedes mal sehr traurig nach Hause. Als Mutter ist man in so einer Situation sehr verzweifelt und hilflos. Ich wusste überhaupt nicht, was ich noch machen soll. Während der Grundschulzeit habe ich durch eine andere Mutter vom Stotterer-Training bei Hans Liebelt erfahren. Sie kannte einen Jungen, dem dieses Training sehr geholfen hat. Ohne viel Zeit zu verlieren, habe ich Chris beim Probetraining angemeldet und war sehr überrascht, wie flüssig mein Sohn bereits nach zwei Tagen gesprochen hat.

Mittlerweile nimmt Chris seit drei Jahren regelmäßig am Stotterer-Training von Hans Liebelt teil, mit großem Erfolg. Die Seminare geben ihm Sprechsicherheit. Es war die richtige Entscheidung, ihn hier anzumelden. Glauben Sie mir, es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass man doch etwas gegen das Stottern machen kann. Ich kann nur jedem Stotterer empfehlen, das Training auszuprobieren.

Vielen Dank, Hans, für die erfolgreiche Therapie!

Liebe Grüße
Kalliopi

06.08.12

Lieber Hans,

wir möchten uns hiermit nochmals von ganzem Herzen bedanken, dass du Fabio so geholfen hast. Wie du weißt, haben wir von Sprachtherapie bis Besuchen beim Kinesiologen alles versucht, damit Fabio nicht mehr stottert. Doch nichts hat geholfen. Und Fabio’s Probleme damit wurden immer schlimmer. Das Stottern hat ihn so unsicher gemacht, dass er sich zum Beispiel nicht mehr getraut hat im Restaurant selbst zu bestellen. Und die Kinder in der Schule haben es ihm natürlich auch nicht leicht gemacht. Er hat wirklich sehr darunter gelitten.

Nachdem wir im Internet soviel Positives über dich gelesen haben, haben wir unsere ganze Hoffnung in dein Stottertraining gesetzt. Und wie man es an den Vorher/Nachher-Videos sieht, haben wir es nicht bereut. Schon nach dem ersten Training hat Fabio fast nicht mehr gestottert. Sofort hat sich sein Selbstbewusstsein wieder verbessert. Er ist wie ausgewechselt und hat wieder Spaß daran neue Leute kennenzulernen.

Wie es für einen damals 12-jährigen wahrscheinlich ganz normal ist, hat er Zuhause nicht sehr fleißig weitergeübt. Doch nach dem mittlerweile dritten Trainingscamp, hat er deine Methode verinnerlicht und kann sie sehr gut umsetzen.

Gerne kannst du diese E-Mail auch auf deine Website stellen. Wir hoffen, dass unsere positiven Erfahrungen anderen Betroffenen Mut macht, mit deiner Hilfe das Stottern zu bekämpfen. Auch kannst du gerne unsere Kontaktdaten an Interessierte weitergeben.

Nochmals herzlichen Dank!

Melitta & Franz Hofbauer

01.01.12

Lieber Herr S.,

Hans Liebelt hat mich kontaktiert, da Sie wohl einen Kontakt suchen wegen eines Erfahrungsberichts über ein stotterndes Kind, das noch klein war, als es am Stotterer-Training teilgenommen hat.

Eins vorweg: Ich halte das Stotterer-Training für eine der ganz wenigen wirklich effektiven Methoden, um Stottern einzudämmen oder – wie bei meinem Sohn Tim – sogar ganz zu beseitigen.

Hier ein paar Fakten zu unserem Fall:

Tim war ein stotterndes Kind (mehrfache Silbenwiederholungen in j e d e m Satz), seit er in kurzen Sätzen sprechen konnte, also von Anfang an. Wir haben uns sehr bemüht, dieses Problem nicht zu intensivieren. Wir haben ihn beispielsweise niemals darauf angesprochen oder gar ausgelacht. Wir haben andere Sprech- und Grammatikfehler nicht korrigiert usw. Im Kindergarten war diese Behinderung auch überhaupt kein Problem.

Massivere soziale Probleme tauchten erst mit dem Schuleintritt auf – da er sich nicht wirkungsvoll verbal wehren oder am Unterricht beteiligen konnte. Auf Anraten seiner Lehrerin bin ich dann über Umwege bei Hans Liebelt (nach der „üblichen“ erfolglosen Logopädie-Therapie) gelandet. Tim hat ab April 2004 am Stotterer-Training teilgenommen, da war er 7 und gehörte zu den jüngeren Teilnehmern.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass das Stotterer-Training bei Kindern unter ca. 8 – 10 Jahren am effektivsten ist, weil die Chancen dann sehr gut sind, das flüssige Sprechen noch ins Unterbewusstsein zu transportieren. Dies ist bei Tim gelungen. Er ist heute völlig blockadefrei, selbst in schwierigen und belastenden Situationen. Hierfür haben wir ein Jahr lang in regelmäßigen Abständen an den Stotterer-Trainings von Hans Liebelt teilgenommen.

Besonders hervorheben möchte ich Hans‘ überaus liebevolle und motivierende Art, die Trainings zu leiten. Alle Teilnehmer (und deren begleitende Eltern) werden in ihrer Persönlichkeit angenommen und akzeptiert. Tim hatte vor dem ersten Training große Vorbehalte und Angst, sich zu blamieren, mich aber nach dem 1. Probetag ausdrücklich gebeten, weitermachen zu dürfen.

Gern können Sie mich auch telefonisch kontaktieren: 021XX/XXXXX. Da ich beruflich stark eingebunden bin, am besten am Wochenende.

Alles Gute und herzliche Grüße
Alexandra

@Hans: Hoffe, es geht Dir gut. Du kannst mich immer gern kontaktieren, wenn Du eine Empfehlung brauchst!

28.10.10

Lieber Hans,

nach zweieinhalb Jahren im Stotterertraining möchten wir Dir nochmals Dank sagen.

Alexander stotterte seit seinem 4. Lebensjahr. Anfangs dachten wir, es handelt sich um ein Entwicklungsstottern und beachteten es gar nicht. Aber es ging nicht weg und die Kindergarten-Erzieherin empfahl uns, zur Logopädie zu gehen. Insgesamt waren wir dann dort über 7 Jahre lang 1 x wöchentlich in Behandlung für 45 min. In dieser Zeit wurden spielerisch die verschiedenen Sprechtechniken gelehrt, aber die Umsetzung zu Hause gelang nicht.

Mir als Mutter ging das Stottern gehörig auf den Geist. Anfangs ignorierten wir es, weil wir ihm nicht die Sprechfreude nehmen wollten, aber im Laufe der Jahre wurde ich ungeduldiger, weil ich merkte, dass unser Kind sich immer mehr zurückzog. Ich wusste, dass das Stottern zwar nur einen kleinen Teil von Alexander ausmachte, aber vielleicht bin ich auch zu perfektionistisch und fand es ungerecht, dass wir ein Stotterkind haben. Ich habe mich deshalb oft gefragt, ob wir was falsch gemacht haben. Auch hatte ich Ängste, wie unser Kind in der Welt außerhalb unserer geschützten Familie behandelt wird. Wird er von Mitschülern gehänselt? Ich machte mir schon viele Sorgen wie seine Zukunft aussehen wird, weil er ja auch so zurückhaltend und gehemmt war. Uns wurden eigentlich unbeschwerte Jahre genommen.

Ich spürte auch, dass andere vielleicht von uns dachten, wir würden unsere Kinder schlecht behandeln, deswegen stottert unser Kind. Im nach hinein denke ich, dass Alexander im Kindergarten die Trennung von mir nicht verkraftet hat. Er bekam dort ein Schockerlebnis, weil er dort anfangs ohne meine Begleitung allein bleiben musste. Oft kam er auch aggressiv zurück nach Hause, weil er wahrscheinlich sich nicht traute, dort Sachen zu machen auf die er Lust hatte, aber sich nicht traute es zu sagen. Zu Hause ließ er den Dampf ab, weil er immer mehr zum Beobachter wurde.

Ich wollte deshalb was unternehmen und wurde übers Fernsehen auf del Ferro aufmerksam. Die Logopädin riet jedoch ab, weil dort mit viel Druck gearbeitet wird. Auch machte ich in Ravensburg die Sprachheilschule ausfindig, die sogar ein Internat anbieten, aber mein Kind weigerte sich, z.B. einen Ferienkurs dort zu machen. Ich war sauer, weil ich wusste es gibt Hilfe, aber mein Kind will es nicht. Wahrscheinlich hatte er Angst.

Mit 13 Jahren kam es dann zum Schlüsselerlebnis. Er sollte sich bei den Konfirmanden namentlich vorstellen, aber er hatte einen Hänger und war ganz hilflos. Ich habe für ihn geredet und ihm zu Hause gesagt, Hans Liebelt macht im Schwarzwald Kurse mit Kindern, die nur eine Woche dauern. Alexander zeigte sich mutig, und nachdem ich ihn mit einer Schlagzeugtrommel bestochen habe, meldete ich ihn telefonisch für den Julikurs 2005 an. Vorher habe ich noch mit einer Mutter aus Mannheim telefoniert, die mir auch zugesprochen hatte, es zu wagen. Mein Mann war über die hohe Geldsumme erschrocken, noch dazu, dass die Kasse wahrscheinlich nichts bezahlt. Ich blieb hartnäckig und sagte, wir probieren es, denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Alexander blieb dann allein die Woche in Wildberg, da ich arbeiten musste, aber Mütter, die dort blieben, versprachen mir, auf ihn aufzupassen. Beim Abholen wurde ich schon darauf aufmerksam gemacht, dass mein Sohn die besten Fortschritte innerhalb der Gruppe gemacht hatte. So viel Freude habe ich beim Wiedersehen noch nie gespürt. Sein offener, aufrichtiger Blick, sein Körpersprache, seine Sprechfreude, es war überwältigend, ich musste weinen. Auf der Heimfahrt sprach er soviel wie nie zuvor.

Seit dieser Woche hat sich Alexander total verändert, dank Dir und den vielen Facetten des Stotterertrainings, die ihn auch bei der Persönlichkeitsbildung reifen ließen. Er

  • wurde selbstsicher
  • wurde selbstbewusst
  • bekam eine feste Stimme
  • geht seither auf andere zu
  • traut sich Fremde anzusprechen
  • telefoniert ohne Angst
  • hält Referate
  • hat sein Lachen wieder gefunden
  • ist unbeschwert

Danke Hans, dass Du Alexander zu einem selbstbewussten Jungen gemacht hast, der unheimlich schnell erwachsen wurde. Ohne Angst kann ich sagen, er macht seinen Weg. Unsere Familie ist dadurch wieder unbeschwerter geworden. Alexander hat durch das Stotterertraining ehrliche Freunde gefunden, die ähnliche Ängste und Sorgen und Probleme hatten. Du betreust alle Teilnehmer sehr persönlich, für Dich sind die Menschen keine Geschäftsfälle sondern Betroffene, denen Du helfen kannst, wenn sie es wollen.

Für uns bist Du ein Glücksfall, der Alexander zu einem Menschen reifen ließ, der aufrecht durchs Leben gehen wird.

Danke Hans!

Fam. Fechtig

25.07.07

Hallo,

an alle, die sich für’s Stotterer-Training interessieren, aber selbst bisher noch nicht vorbeigekommen sind…

Unser Sohn Henning (12J.) und teilweise auch wir Eltern nehmen seit fast einem Jahr am „Stotterer-Training nach Hans Liebelt“ teil und wir alle sind der seitdem „fließenden Worte“ wegen sehr dankbar, gerade hierher gefunden zu haben. Die Empfehlung, speziell dieses Training wegen seines erfolgreichen ganzheitlichen Konzeptes zu erproben, ging auf unsere Hausärztin zurück.

Weil wir zunächst aber mit Hennings leichterem Stottern noch „gut zurechtkamen“, hatten wir mit einer Entscheidung gezögert. Erst als wir 2-3 Mal erlebten, dass Stottern so massiv werden kann, dass es einen als lebendigen, mitteilungsfreudigen, denkenden und fühlenden Menschen beinah vollständig hindern kann, sich mitzuteilen, waren wir zu einem Entschluß bereit. Zwar schwächte sich dieses ganz starke Stottern jedesmal wieder ab, aber die Angst, dass es wiederkommen würde, und das Bewusstsein, dass man dem über Wochen hilflos ausgeliefert war, ohne es selbst irgendwie beeinflussen zu können, hat uns endlich (!) bewogen, „Nägel mit Köpfen zu machen“ und uns zum Training anzumelden.

Und das war eine gute Entscheidung!

Seitdem haben wir keine, das Sprechen verhindernden Stotterblocks mehr erlebt! Wir haben bei Henning und bei anderen Teilnehmern sehen können, wie wirkungsvoll die Atemtechnik gerade die ganz massiven Blocks beeinflußt und Sprechen wieder möglich macht. Das gibt gutes Vertrauen in die Zukunft, denn man hat etwas, das die „Barrieren“ ganz unmittelbar beeinflussen und überwinden kann…

Aufgrund seines schnellen Sprechens und des nicht immer „bewußten“ Atmens (mangelndes Training zu Hause!), kommen bei Henning zwar immer noch Buchstaben doppelt, aber der Redefluß ist nicht behindert. Und wenn der Satz beim Block abgebrochen und (mit Atemtechnik!) wiederholt wird – so, wie wir es gelernt haben, dass es wichtig ist, um die alten Stotterstrukturen zu überwinden, kommt der Satz beim zweiten Versuch „blitzeblank und stotterfrei“ in die Welt. Ein toller Erfolg!

Und dann…

…gibt es im Stotterer-Training ja noch die anderen Dinge, die in die tieferen Schichten vordringen und am Nährboden für’s Stottern rütteln, die Denkanstöße geben und gute Veränderungen bewirken…! Und das betrifft nicht nur denjenigen, der stottert, sondern auch die Menschen in seinem Lebensumfeld, die auch für sich wichtige Einsichten gewinnen… Deshalb ist es gut, wenn z.B. Eltern Teile des Stotterer-Trainings (etwa mal eine ganze Woche) selbst mitmachen.

Darum, unser Appell:

  • Hingehen, mitmachen, selbst erproben (andere – auch wir – können einem viel erzählen…)
  • Mut haben, auch ruhig in eine Gruppe zu gehen (man ist nicht bloßgestellt)
  • Freude und Spaß haben (auch, wenn es manchmal anstrengende Arbeit ist. Immerhin sind es keine kleinen Steine, die es beim Training in einfühlsamer, geduldiger und liebevoller Atmosphäre aus dem Weg zu räumen gilt…)

Ich versteh nur was ich seh…
Ich verstehe nur was ich erleb…

Liebe Grüße,

Andrea

22.07.07

Thomas (12) fing schon im Kindergartenalter an zu stottern. Wir haben jahrelang mehr oder weniger erfolgreiche Therapien gemacht. Über das Internet stießen wir auf das Stotterertraining nach Hans Liebelt.

Thomas war sofort Feuer und Flamme, also haben wir und angemeldet.

Der erste Abend begann mit einer Vorstellungsrunde, in der jeder Teilnehmer mit der Videokamera aufgezeichnet wurde. Thomas konnte weder seinen Namen noch alles andere flüssig sagen.

Anwesend war außer Thomas noch ein Neueinsteiger, alle anderen waren Wiederholungstäter. Diejenigen, die schon eine Therapiewoche hinter sich hatten, sprachen wesentlich besser als die beiden, die zum erstenmal dabei waren.

Hans Liebelt erklärte dann sehr anschaulich und unterhaltsam die richtige Atemtechnik und siehe da, Thomas konnte auf einmal seinen Namen sagen, ohne hängen zu bleiben!!

Bewaffnet mir schriftlicher Anleitung zum richtigen Atmen machten wir uns auf den Heimweg.

Am nächsten Morgen ging es dann richtig los. Als Einstieg war die dynamische Meditation dran. Das war für uns etwas fremd, Thomas war wenig begeistert!

Nach einer Frühstückspause war man gerüstet für die Dinge, die da kommen sollten.

Im Gesprächsraum traf sich eine buntgemischte Gruppe. Der jüngste Teilnehmer war acht Jahre alt, der älteste 37.

Jetzt durfte (MUSSTE) jeder etwas sagen, was, spielte eigentlich keine Rolle. Wem nichts einfiel, der wurde eben von Hans gefragt. Was gesagt wurde, musste solange wiederholt werden, bis es perfekt war! Manchen Satz haben wir zehnmal gehört, aber das hat keinen gestört. Hans ging auf jeden einzelnen liebevoll ein, er hat eine Engelsgeduld (ich habe gehört, dass er auch ausrasten kann, ist uns aber erspart geblieben!)

Manchmal musste auch sanfte Gewalt angewandt werden, um kleinere Böckchen, die u.a. unser Thomas an den Tag legte, aus der Welt zu schaffen! Ich habe immer wieder gestaunt, wie Hans besonders mit den Kindern umgeht, Thomas hat ihn total gern, obwohl Hans auch Kritik übt, was unser Sohn sonst nicht so gut vertragen kann.

Am zweiten Tag hatte Thomas den Mut, in der Gesprächsrunde zu sagen, dass er an der „Dynamischen“ nicht teilgenommen hat, weil er den Sinn nicht versteht. Hans hat ihm dann in aller Ruhe und auf seinem kindlichen Niveau erklärt, wofür die einzelnen Phasen gut sind. Thomas hat verstanden, um was es geht, kann sich aber trotzdem nicht wirklich dafür begeistern.

Durch Hans‘ lockere und lustige Art wurde jede Gesprächsrunde unterhaltsam, auch wenn oft dieselben Dinge gesagt wurden.

Nach der Gesprächsrunde gab es dann verschiedene „Spiele“, die natürlich immer darauf zielten, die erlernte Sprechtechnik anzuwenden und zu vertiefen.

Eine besondere Herausforderung war das Outdoor – Training: Die Teilnehmer mussten Passanten ansprechen oder in Geschäften nach den unmöglichsten Dingen fragen (biologisch abbaubares Vollwaschmittel und schwarze Gummistiefel mit roten Streifen und blauen Punkten sind nur zwei Beispiele.). Hans hatte immer neue Gemeinheiten auf Lager, mein armer Thomas musste eine „Quittung für Bewirtungskosten mit ausgewiesener Mehrwertsteuer“ verlangen.

Die 7 Tage verliefen ähnlich, das Sprechen wurde jeden Tag besser!

Die „Krönung“ war eine Videoaufzeichnung am letzten Tag, die dann mit der vom Vorstellungsabend verglichen wurde. Der Unterschied war so gewaltig, dass mir die (Freunden-)Tränen kamen.

Thomas spricht jetzt flüssig, wenn er die Technik bewusst anwendet. Wenn er es im Eifer des Gefechtes mal vergisst und hängen bleibt, hört er sofort auf und fängt richtig an. Vor dem Stotterer-Training war das Sprechen für Thomas sehr anstrengend, jetzt geht es locker und fast „nebenbei“.

Wir sind sehr dankbar für diese Woche, ich hätte nie geglaubt, dass in so kurzer Zeit solch ein Erfolg möglich ist. Wir freuen uns schon auf die Auffrischungstage, die wir besuchen werden!

Ich kann nur jedem Stotterer dieses Training empfehlen!

Gerne stehe ich auch für Fragen zur Verfügung, Email genügt!

Caren

01.05.07

Hallo Hans,

es kostet schon Überwindung, den E-Bericht anzufangen. Zum einen, weil ich das Gefühl habe, ein ganzes Buch über diese 7 Tage schreiben zu können, und zum anderen denke ich, dass es soviele Erfahrungen + Aha-Erlebnisse gibt, die schlecht für andere nachvollziehbar bzw. zu intim zu sein scheinen. Sich kurz zu fassen, war immer schon ein Problem. Also gut, jetzt sitze ich im Zug und habe 4 Stunden Zeit. Packen wir`s an!!!

Ich bin die Mutter von unserem 11jährigen Sohn, Marvin, der zum ersten mal das Basistraining von Hans in Witten besuchte. Ich wollte ihn eigentlich nur begleiten um ihn in seinen Aufgaben/Übungen und Vorhaben, sein Stottern los zu werden, zu unterstützen. Im Verlauf der Woche habe ich allerdings festgestellt, dass es auch bei mir einige kleine, aber nicht unwesentliche, Dinge gab, die es zu überdenken oder bewusster wahrzunehmen galt.

Ich hatte es für mich nur bedingt für möglich gehalten, dass durch Meditation so starke Gefühle hervorgerufen werden 1. „Wahnsinns-Entspannung“ + 2. „Wahnsinns-Körperwahrnehmung“), zumal ich anfangs diese Übungen unter dem Aspekt, als Mutter eine Vorbildfunktion zu haben, mitgemacht habe. Neben Trauer kam auch das Gefühl hoch, gar nicht wissen zu wollen was im Körper oder in der Seele geschieht, sondern nur noch alles genießen zu wollen. Bisher habe ich mich durch Sport, Gespräche, Musik hören, Geige spielen und natürlich durch Sex in Entspannung versetzt. Aber diese Tiefenentspannung, die über die Dauer der Tätigkeit hinaus anhält, gelingt, glaube ich, nur durch die verschiedenen Meditationsübungen, wie sie in diesem Kursus praktiziert wurden. Auch durch andere Übungen (z.B. „Sag mir wer du bist!“) ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig es ist, Emotionen auszuleben. Gleiches konnte ich auch bei unserem Sohn feststellen: er fühlt sich seitdem entspannt und ausgeglichen. In diesem Zustand fällt es ihm auch viel leichter, seine Gefühle auszudrücken; und das finde ich für sein Leben und für ein gelungenes Zusammenleben und für das Erleben der Umwelt so wichtig. Durch die einfühlsame Art von Hans, mit jedem Teilnehmer so zu reden, dass derjenige sich verstanden fühlt und Vertrauen aufbaut, begann unser Sohn an sich zu arbeiten und die Sprechtechnik zu erlernen und anzuwenden. Mit Hilfe der Sprechtechnik und der Meditation meistert er seitdem alle Situationen. Er weiß sich auch zu helfen, wenn er z.B. aufgeregt ist, indem er „einen Schritt zurückgeht“ und die Hände auf die Flanken legt und sich somit auf die Bewegungen des Zwerchfells konzentriert.

Abschließend möchte ich nur noch sagen, dass dieser Kursus mit Hans ein Glücksgriff für uns war, und sich unser Leben dadurch stark verändert hat. Ich kann nur jedem empfehlen, ihn kennenzulernen und „verzaubern“ zu lassen. Egal ob man stottert oder nicht.

16.06.06

Nachdem A. (13 J.) nach jahrelanger Logopädie beim Vorstellen seines Namens bei der Konfirmandengruppe kein Wort herausbrachte, entschied ich mich, dass wir jetzt noch etwas anderes ausprobieren müssen.

Durch den KIKA war ich schon 3 Jahre vorher auf das Stotterer-Training aufmerksam geworden. Aber unser Sohn weigerte sich hartnäckig den Kurs auszuprobieren.

Auch wusste wir von Del Ferro in Amsterdam, was mir jedoch zu geschäftsmäßig vorkam und die Logopädin in Heidelberg auch bestätigte, da dort sehr viel mit Druck gearbeitet wird.

Nach dem ich meinen Mann bezüglich der Kosten überzeugen konnte, meldete ich A. für den Julikurs 2005 in Wildberg an. Vorher telefonierte ich noch mit einer Familie aus Mannheim, deren Tochter den Kurs auch schon gemacht hatte.

Mit gemischten Gefühlen fuhren A. und ich dann freitags in den Schwarzwald. Wir wurden nett aufgenommen. Die Gruppe war zwar groß, jedoch waren auch viele Kinder und Jugendliche dabei, was mich beruhigte, da ich A. dort allein lassen musste.

Freitags kam ich dann wieder zum Abholen und hatte von da an ein anderes Kind. Er war nicht mehr schüchtern, sondern selbstbewusst (Körpersprache), redselig, positiv eingestellt. Ich war überglücklich, zu dem er von der Gruppe die meisten Fortschritte gemacht hatte.

Die Heimfahrt werde ich nie vergessen. Mein Kind war voller Sprechfreude. Im Nachhinein war es auch gut, dass er alleine bei Hans war, da er so gezwungen war, das Training mit zumachen. Von da ab wollte unser Kind regelmäßig zu Hans zur Nachsorge kommen und jedes Mal kam er begeistert vom Schwarzwald zurück.

Er meint, er hätte dort richtige Freunde gefunden.

Anfang Dezember hat er dann einen Rückschlag erlitten, nachdem er 4 Monate stotterfrei sprechen konnte. Das Stottern kam zurück, wahrscheinlich weil er die Übungen nicht konsequent weiter machte. Im Januar riefen wir Hans verzweifelt an. Er half A. telefonisch und nach dem Februarkurs hatte unser Sohn wieder die Sprechtechnik drauf.

Wir sind überglücklich, dass wir das Stotterertraining A. schmackhaft machen konnten.

Unsere Familie ist viel harmonischer, da wir uns weniger Sorgen um A, machen. Er wurde ein anderes Kind. Nicht mehr traurig und gehemmt, sondern fröhlich und ausgeglichen. Er hat dank Hans seine innere Balance gefunden.

Danke Hans

Martina Fechtig

27.10.2004

Erfahrungsbericht zum Stotterer-Training bei Hans Liebelt in Witten

Unsere Tochter Maike, mittlerweile 7 Jahre alt, stottert seit ca. 3 Jahren. Angefangen hat es mit so genanntem Poltern; unsere damalige Kinderärztin nannte es Entwicklungsbedingte Sprachstörung, die sich raus wachsen würde. Dem war nicht so. Maike hatte zwar immer wieder Phasen, in denen sie einwandfrei sprach, doch auch Stotterphasen, die 3 Monate und länger andauerten. Die Abstände zwischen den Stotterphasen wurden immer kürzer und die Phasen selber immer länger und heftiger.

Als Maike dann im Juni 2003 im Kindergarten (!!) gehänselt wurde: „Du darfst nicht auf eine normale Schule, du musst auf eine Stotterschule.“ läuteten bei uns die Alarmglocken. Maikes Einschulung im September 2003 vor Augen, brach in uns eine gewisse Panik aus. Wir machten uns große Sorgen, wie Maike den Start ins Schulleben mit ihrer Sprachstörung bestehen würde, ausgesetzt den Hänseleien und Sticheleien. Vertrauensvoll wandten wir uns an die damalige Kinderärztin. Die jedoch wollte von unserem Problem überhaupt nichts wissen. Sie unterstellte uns, wir wollten nur ein Rezept erschleichen und selbst wenn Maike stottern würde, dann würde sie keinen Anlass sehen sie zu therapieren. Vielmehr sei die Wurzel des Problems in der Familie zu suchen, und deswegen müssten wir eine Familientherapie machen. Ein Rezept für die Logopädin wollte sie uns nicht ausstellen, stattdessen verwies sie uns an die Pädiatrische Abteilung der Kinderklinik Datteln. Dort sollte Maike von Logopäden, Psychologen etc. im Hinblick auf ihr Stottern untersucht und getestet werden. Entsetzt und völlig aufgelöst verließ ich mit meinen Kindern, die das Gespräch mit anhörten, die Praxis.

Dieses Erlebnis löste in mir ein Trauma aus. Von diesem Tag an war es mir unmöglich, über Maikes Stottern zu sprechen ohne in Tränen auszubrechen. Gespräche mit meinem Mann über dieses Thema, mit Freunden oder mit der Familie endeten stets mit Tränen.
Der HNO-Arzt, den wir eine Woche später aufsuchten, stellte uns das gewünschte Rezept aus, um Maike „Selbstvertrauen und Stärke“ für die Schule mit auf den Weg zu geben.
Kurzfristig schlug die logopädische Behandlung an und Maike sprach wirklich besser. Bis zu dem Tag im November 2003, an dem wir ihr eröffneten, dass ihr Papa beruflich ins Ausland müsse. Maike fing wieder an zu stottern. Selbst der Klassenlehrerin blieb diese Veränderung nicht verborgen. Maikes Sprechen verschlechterte sich dahingehend, dass sie nicht einmal mehr ihren Namen fließend sprechen konnte. Erlebnisse aus der Schule zu erzählen, Streits mit ihrer kleinen Schwester verbal durchzustehen, Debatten mit uns Eltern oder Telefonate mit ihren Freundinnen zu führen, überforderten Maike zusehends. Uns fiel auf, dass sie nur noch einfache Sätze formulierte und Wörter, bei denen sie Blocks hatte, zu umgehen. Sie gewöhnte sich außerdem an, bei der kleinsten verbalen Herausforderung Hilfe einzufordern, in dem sie anfing zu weinen oder nach Mama/Papa rief. Im 2. Halbjahr der 1. Klasse nahmen auch die Hänseleien in der Schule zu.

Aufmerksam geworden durch einen Bericht in der örtlichen Presse über Hans Liebelts Stotterertraining rief ich dessen Hotline an und führte von da an mehrere Gespräche, in deren Verlauf wir uns für einen Probetag entschieden, den wir am 31. Juli in Witten wahrnahmen.
Wir waren beeindruckt von der lockeren Atmosphäre, in der das Stotterertraining stattfand. Es wurde meditiert, „geatmet“, Sprechen geübt, getanzt, gehüpft, geschrieen. Selbst das Mittagessen wurde zu einer therapeutischen Sitzung. Wir führten schon an diesem Sonntag interessante Gespräche mit Eltern, die ihre Kinder zu diesem Training begeleiteten und sprachen auf mit den Betroffenen selbst über diese Therapie.

Und was verblüffend war, alle(!) hatten irgendwie die gleiche Stotterer-Karriere hinter sich, unsere Kleine genauso wie das 9jährige Mädchen aus Enger, der 12jährige Junge aus Vechta, der 17jährige Andreas oder der 27jährige aus Leverkusen. Und alle hatten sie gemeinsam, dass sie schon als Kind stotterten; logopädische Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg brachten. Unsere Maike war so begeistert von diesem Training, dass sie unbedingt dabei bleiben wollte. So kamen wir von da an jeden Morgen um 10 Uhr nach Witten. Maikes Sprechen verbesserte sich täglich und Freitag Abend verabschiedete sich eine gut gelaunte FLIESSEND sprechende Maike von Hans Liebelt.

Der Erfolg war verblüffend. Maike hatte nur noch wenige Blocks. Die Resonanz auf ihr fließendes Sprechen war Balsam für ihre kleine Kinderseele. Viele sprachen sie offen auf den Erfolg an. Maike ist jetzt viel selbstbewusster. Sie spricht Wörter aus, von denen wir gar nicht wussten, dass sie sie in ihrem Wortschatz hat. Auch für mich war das Stotterertraining eine Therapie. Ich kann jetzt offen über das Stottern sprechen, weil ich weiß, dass es ein Mittel gegen das Stottern gibt. Ich bin nicht mehr so hilflos. Jetzt im Oktober sind wir wieder nach Witten gekommen. Nicht, weil Maike wieder stottert, sondern um das Erlernte wie Atemtechnik, Sprechtechnik und Meditation wieder aufzufrischen. Und für mich als Mutter sind die Gespräche mit Hans, den anderen Eltern und den Betroffenen wichtig, denn aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch die Eltern sehr unter der Sprachstörung des Kindes leiden. Ich hatte große Sorgen. Ständig fragte ich mich, warum Maike stottert; was wir falsch gemacht haben; was wird, wenn Maike älter wird, in die Pubertät kommt und immer noch stottert. Fragen über Fragen…

Auch wenn Maike jetzt fließend spricht, werden wir auch an den kommenden Stotterertrainings in Witten teilnehmen. Maike hat einen schönen Satz während dieses Oktober-Trainings gesagt: „Mama, ich weiß gar nicht mehr wie das war mit dem Stottern. Das habe ich ganz vergessen.“ Hoffentlich bleibt das auch so.

Wie hat ein Kursteilnehmer so schön gesagt: Hans, du zeigst uns das Medikament, das gegen Stottern hilft. Einnehmen müssen wir es selber.

Vielen Dank,
Angelika, Michael und Maike

Junge Menschen

30.09.14

… ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll?! Vielleicht ist es erst mal gut, wenn ich ein wenig von mir erzähle. Ich bin Matthias Nitsch, 24 Jahre alt und stottere, seitdem ich vier Jahre alt bin. Mein Stottern war als Kind sehr stark, doch je älter ich wurde, umso weniger wurde es. Nun ist es so, wie Hans es formuliert hat: “Nur alle hundert Meter einmal“, aber es ist da, besonders in Stresssituationen.

Ich habe mich bei Hans angemeldet für fünf Tage Atem- und Sprechtraining und muss sagen, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat.

Als ich in Lüdenscheid ankam, wurde es ernst, mir schwirrten viele Fragen durch den Kopf …

  • Wie stark ist das Stottern wohl bei den anderen?
  • In welchen Situationen stottern die anderen?
  • Wie werden die Tage wohl aussehen?
  • Und vor allem die Frage: Wird es mir helfen?

Ich wurde am ersten Abend herzlichst begrüßt und Hans fing an, uns den Ablauf der weiteren Tage zu erklären. Wir waren fünf Teilnehmer, davon aber nur zwei, die das erste Mal dabei waren, einer davon war ich. Am Ende des Tages hat Hans uns dann schon einmal ein paar Tricks und grundlegende Sachen erklärt. Das hat mich sehr fasziniert, ich habe dort gemerkt, dass Stottern viel komplizierter ist, als ich vorher angenommen hatte. Hans hat immer zu jeder Erklärung eine gute bildliche Beschreibung gegeben, so dass alles leicht verständlich war. Zum Schluss haben wir Videoaufnahmen gemacht, um unser Sprechen zu dokumentieren.

Die vier weiteren Tage vergingen wie im Flug. Morgens ging es immer los mit einer Meditation und einem liebevoll zubereiteten Frühstück. Danach kamen einige Erklärungen, Tipps und Atem- und Sprechübungen auf uns zu, allerdings alles in einer sehr lockeren Runde, mit viel Rede- und Austauschmöglichkeit. Über die einzelnen Tage verteilt kamen noch weitere Meditationen, die uns empfohlen wurden und die wir mitgemacht haben. Ich hatte das Gefühl, dass die verschiedenen Meditationen sich unterschiedlich auf das Unterbewusstsein und den Körper auswirken. Am Anfang dachte ich: “Jo, probierst es mal aus und lässt es auf dich zu kommen, wird bestimmt entspannend sein, aber mehr wahrscheinlich nicht.“ Ich hatte also keine hohe Erwartung.

Die einzelnen Meditationen haben aber sofort bei mir Wirkung gezeigt. Ich habe danach kein Blockgefühl mehr gehabt und konnte flüssig sprechen, bei manchen Meditationen für Stunden, bei anderen, die nicht so angeschlagen haben bei mir, nur für kurze Zeit. Die, die sich bei mir am deutlichsten bemerkbar gemacht hat, war die Quantum Light Breath-Meditation. Ich habe lange drüber nachgedacht und kann sagen, dass das das tollste Erlebnis meines Lebens war. Ich kann nur jedem empfehlen, diese Meditation auszuprobieren. Mir hat sie geholfen, nicht nur eine spürbare innere Ruhe zu finden, sondern flüssig sprechen zu können und einige Dinge im Leben anders zu sehen.

Ich bin überzeugt, dass die Kombination aus Meditation und Atem- und Sprechtechnik eine super Sache ist, die schnell Erfolg bringt, wenn man sich drauf einlässt. Wie Hans auf der Homepage beschreibt, ist es ein Prozess, der in uns beginnt. Wir bekamen bei ihm die grundlegenden Sachen beigebracht und gut erklärt und müssen es nun weiterführen und im Alltag anwenden. Ich für meinen Teil habe mir als Ziel gesetzt, dass ich nicht mehr Stottern will und ziehe sein vorgeschlagenes Programm jetzt konsequent durch, auch wenn es nicht immer einfach ist. Ich habe jetzt schon Erfolgserlebnisse (eine Woche nach seinem Seminar) und fühle mich immer besser.

Vielleicht noch kurz aus meiner Sicht etwas über Hans: Er ist ein „unglaublicher“ Mensch (positiv gemeint). Dass die Seminare so locker sind und dass man sich traut, sich zu öffnen und die eigenen großen Probleme wildfremden anderen Menschen zu erzählen, liegt eindeutig an seiner offenen, freundlichen, ja sogar herzlichen und achtsamen Art. Man spürt bei ihm, dass er das gerne – mit Leib und Seele – macht, um Menschen zu helfen und ihnen etwas Positives mit auf den Weg zu geben. Dabei „quasselt er viel Blödsinn“, der die Stimmung auflockert, wobei aber immer auch gute Tipps drinstecken.

Wenn es mehr Menschen wie ihn gäbe, wäre vieles einfacher auf der Welt. Ich weiß nicht, wie ich ihm das danken soll!!! Jedenfalls bin ich ihm sehr dankbar.

Das Seminar hat viel bei mir persönlich verändert, abgesehen vom besseren Sprechen. Ich bin hoch motiviert und denke sehr oft an sein Zitat: „Nichts ist beständiger als der Wandel!“

Matthias

06.02.15

Das Stotterer Training hat mich in den fünf Tagen eine Menge gelehrt, zum Beispiel, dass Erfolg nur durch harte Arbeit zustande kommen kann. Für mich war das Training allgemein sehr hilfreich. In der Schule funktioniert das Sprechen automatisch besser und Zuhause auch.

Vielen Leuten ist in aufgefallen, dass mein Sprechen nach den Ferien deutlich besser geworden ist. Außerdem fühle ich mich beim Sprechen deutlich sicherer, in jeder Situation.

Das Training hat mir gezeigt, wie ich mich in verschiedenen Situationen zu verhalten habe, um nicht zu Stottern. Allgemein wurde mir durch das Training viel Belastung abgenommen; jedoch ist es schwer, vor Fremden die Atem-Technik anzuwenden.

30.09.14

Hallo,

mein Name ist Katerina und ich habe am Meditationswochenede vom 19.09. – 21.09.2014 teilgenommen.

Kurz zu meiner Person: ich bin 25 Jahre alt, lebe in München und habe viele unverarbeitete, zum Teil verdrängte Probleme aus der Kindheit, die mir im Alltag Schwierigkeiten bereiten. Durch dieses Training erhoffte ich mir mit Stress und Ärger besser umgehen zu können und Dinge gelassener zu sehen. Bisher hatte ich kaum Erfahrungen mit Meditationen. Ich habe nur gelegentlich die Vipassana angewendet, sowie einmal die Kundalini Meditation, die ich aber nur Zuhause angewendet habe. Daher wusste ich nicht wirklich was alles auf mich zukommen wird.

Nach der Vorstellungsrunde sollten wir uns zu zweit gegenübersetzen, an den Händen halten und uns gegenseitig in die Augen schauen. Anfangs war es schwierig für mich jemand fremdes so lange anzusehen und den Blickkontakt zu halten. Es kam mir so vor, als würde ich eine Mauer sehen, die aber nach und nach zusammenfällt. Nach ein paar Minuten sagte Hans, wir sollen unserem Gegenüber sagen, was er fühlt, was er für ein Mensch ist und ich konnte es sehen. Meine Partnerin konnte mir ebenfalls sagen, wie ich mich fühle und hat ins Schwarze getroffen. Der Moment war wirklich sehr bewegend und schön, aber gleichzeitig sehr traurig, da wir beide tiefe Trauer empfunden haben. Danach wurden noch weitere Meditationen durchgeführt, unter anderem zum Einschlafen die Nadabrahma, die sehr schön war.

Am nächsten Tag wurde nach dem Aufstehen die Dynamische Meditation durchgeführt. In dieser aktiven Meditation habe ich gespürt, wie eine extrem große Wut verbunden mit totaler Traurigkeit in mir aufstieg, die in einer Phase dieser Meditation ausgelebt werden konnte. Es fiel mir daher nicht schwer, die Gefühle rauszulassen und zum Ausdruck zu bringen. Ich hatte eine Matratze und ein Kissen zur Verfügung, um die Wut auszulassen, gleichzeitig musste ich weinen. Als diese Meditation zu Ende war, wusste ich nicht recht, was ich davon nun halten sollte. Später am Tag führten wir die Quantum Light Breath durch. In dieser Meditation wird eigentlich bloß tief eingeatmet, jedoch hat sich in mir etwas wesentliches verändert. Zu Anfang spürte ich nur, dass mein Körper durch die tiefe Einatmung taub wurde. Dann empfand ich große Trauer, die aber später irgendwann in Freude und Liebe umschwang. Ich konnte spüren, wie mein Selbstwertgefühl anstieg. Nach dieser Meditation hatte ich Glücksgefühle und fühlte mich, als hätte ich einen großen Ballast losgelassen. Mir ging es richtig gut, wie schon lange nicht mehr.

Sonntag stand am Morgen erneut die Dynamische Meditation an. Nachdem sich wie schon am Vortag viel Wut angestaut hat und ich diese gerade rausgelassen habe, war diese nach ein paar Minuten plötzlich wie verflogen und ich fühlte mich gut! Später taten wir uns erneut zu zweit zusammen und führten die Enlightment Intensive durch, die wir auch schon am Samstag angewendet haben. Diese empfand ich als sehr emotional und tiefgründig. Man nimmt sich an den Händen und schaut sich in die Augen, eine Person fragt stets „Sag mir wer du bist“ und die andere Antwortet. Die erste Person stellt diese Frage immer wieder, sobald die andere nicht mehr weiter redet. Man startet mit oberflächlichen Antworten, aber irgendwann erzählt man doch persönliches, redet sich seine Probleme von der Seele während die andere Person zuhört. Das tat mir sehr gut und mir sind bei dieser Übung noch mal unter Anderem ein paar Ängste bewusst geworden, die meine Handlungen im Alltag beeinflussen und mich oft behindern.

Ich habe mich in dieser Gruppe wirklich sehr wohl gefühlt und fand es wirklich schön, die Emotionen und Erkenntnisse der anderen Teilnehmer miterleben zu dürfen. Davon hat mich vieles sehr bewegt. Besonders berührend fand, dass die Gruppe sich zusammen tat, um einer Teilnehmerin, die unter Ängsten und einem geringen Selbstwertgefühl litt, zu helfen. Zudem waren spannenderweise ganz unterschiedliche Personen anwesend, sämtliche Altersgruppen waren vertreten, einige kannten sich bereits mit Meditationen aus, viele nicht, ein paar waren eher skeptisch, andere haben bei jeder durchgeführten Meditation etwas empfunden, etc. Das war wirklich interessant!

Besonders hervorzuheben ist Hans‘ Umgang mit mir und den anderen Teilnehmern. Er war wahnsinnig einfühlsam, herzlich, humorvoll und hatte für jeden immer die richtigen Worte parat. Er besitzt in meinen Augen eine ungeheure Menschenkenntnis und ich habe mich bei ihm sehr wohl und verstanden gefühlt. Ich schätze, dass dieses Wochenende ohne ihn wahrscheinlich deutlich weniger wirksam gewesen wäre.

Seit diesem Wochenende sind mir im Nachhinein noch mal ein paar Dinge bewusst geworden. Unter Anderem, negative Gefühle, Zorn und Ängste in mir zu akzeptieren und nicht zu verdrängen. Es ist wichtig, diesen Empfindungen stattdessen einfach keine Energie zu geben und loszulassen. Und ich habe bisher das Gefühl, dass es funktioniert. Um noch mehr an mir zu arbeiten, übe ich täglich die Vipassana und bemühe mich, diese zwei mal täglich anzuwenden. Bisher habe ich bereits einmal die Nadabrahma gemacht, diese möchte ich ab sofort mindestens einmal die Woche ausüben. Die Kundalini plane ich ebenfalls in den Alltag mit einzubeziehen. In München gibt es eine Einrichtung in der diverse Meditationen in einer Gruppe praktiziert werden. Ich habe mir vorgenommen, dort regelmäßig die Dynamische Meditation zu machen. Es wäre für mich auch denkbar, erneut ein Meditations- oder ein Selbsterfahrungswochenende bei Hans zu verbringen.

Ich möchte Hans nochmals für diese tolle Erfahrung danken!

Liebe Grüße
Katerina

25.04.11

Vom 21.- 22. April 2011 schnupperte ich im Schwarzwald im Seminarhaus Paki in ein Stotterer-Training hinein. Dieses wurde geleitet von Hans Liebelt, der sich mit Herz um die Teilnehmer engagierte.

Am frühen Abend des 21. Aprils reisten alle Teilnehmer an, damit direkt nach dem Abendessen mit dem ersten Treffen gestartet werden konnte. Hierbei wurden zunächst die Stotterer, die aus überwiegend Jugendlichen bestanden, bei deren Personenvorstellung gefilmt. Anschließend wurden erste Techniken zur richtigen Atmung erklärt, vorgemacht und probiert. Es muss angemerkt werden, dass nur ein Junge bisher noch nicht an diesem Training teilgenommen hat, sodass die „alten Hasen“ ihm und mir sehr nett gezeigt haben, wie diese Atemtechnik zu vollführen ist. Bei dieser Übung geht es genauer um den Atemablauf (Einatmung – Ausatmung – Pause – Einatmung ….). Zur besseren Nachvollziehbarkeit der Übung wurden das Zwerchfell und die Muskulatur der Atmung erläutert und mittels einer Abbildung gezeigt und erklärt, dass es drei verschiedene Typen der Atmung gibt: Brustatmung, Flankenatmung und Bauchatmung. Für das Training wird die Flankenatmung benutzt. Da diese jedoch bei den meisten Menschen nicht im Alltag verwendet wird, muss diese konzentriert eingeübt werden. Um diesen Atmungstyp zu erleichtern, stemmt man die Hände an die Seite des Körpers, sodass der kleine Finger die unterste Rippe berührt. Wenn man nun einatmet, sollte man leichten Druck auf die Flanken geben, bei der Ausatmung wiederum viel Druck. Währenddessen sollte man sich auf sein Zwerchfell konzentrieren und sich vor Augen halten, wie dieses bei der Einatmung auseinander gezogen wird (also strafft) und bei der Ausatmung nach oben gezogen wird. Diese Übung sollte man nun so viel und sooft es geht durchführen.

Wenn es nun um das Sprechen selbst geht, sollte man eine bestimmte Sprechtechnik anwenden. Diese besteht aus drei Phasen. In der ersten Phase lernt man den Satz, den man mitteilen möchte, Wort für Wort auswendig, dabei sollte darauf geachtet werden, dass dieser am Anfang des Trainings nicht allzu lang ist. In der zweiten Phase muss man sich dann auf die eigene Atmung konzentrieren und nur auf die Atmung, denn sobald die Angst durchkommt, kann der Satz nicht flüssig gesprochen werden. Es ist also unbedingt erforderlich, dass man sich gut konzentriert und sich sagt „Ich will flüssig sprechen!“. In der dritten und letzten Phase wird nun gesprochen. Sobald ein Block kommt, muss man den Satz abbrechen und von vorne beginnen.

Der nächste Tag fing spannend und herausfordernd in der Frühe an. Die Übung hieß nur „die Dynamische“ und schien unterschiedliche Begeisterung bei den alten Hasen hervorzurufen. Diese Übung besteht aus fünf Phasen, die alle ca. 10 Minuten lang sind. In der ersten Phase geht es darum so schnell wie möglich durch die Nase ein- und auszuatmen und dabei mit den Armen unterstützend zu fungieren. Bei dieser Übung ist es besonders wichtig alles zu geben, denn je mehr man atmet, desto mehr Gefühle kann man spüren und in der anschließenden Phase zwei zum Ausdruck bringen. Diese besetzt daraus, dass man das was man fühlst, ob gute, fröhliche, traurige, verrückte, usw. Gedanken in irgendeiner Form zum Ausdruckt bringt. Es geht also um die Exploration der unterdrückten Gefühle, die man im Laufe der Jahre angesammelt hat. Selbst, wenn man in diesem Augenblick nichts spürt, sollte man versuchen Gefühle zu schauspielern. In der dritten Phase soll man Hüpfen und dabei die Hände in die Höhe halten. Wichtig hierbei ist, dass man wirklich die ganze Zeit in die Höhe springt und mit dem ganzen Fuß ohne Abfederung aufkommt. Während des Springens sollte man Silben wie „Hu“ oder „He“ schreien. Diese Übung dient dazu, dass die Zwerchfellmuskulatur gelockert wird. Die vierte Phase ist das Einfrieren des Körpers, dabei wäre es wünschenswert in der stehenden Position mit den Armen in der Höhe zu verharren und seinen Körper zu beobachten, bzw. in sich hineinzuhorchen. In der letzten Phase wird auf Musik getanzt. Diese Übung dient dazu einem nach der restlichen Phase zurück ins Leben zu holen.

Später am Tag wurde weiter die Sprechtechnik geübt, dafür sollte man sich meistens mit einem Partner zusammentun und sich gegenseitig Fragen stellen. Hierbei wurde, anstatt die Hände in die Flanken zu drücken, noch ein anderes Werkzeug, die sogenannte Spiegelfeder, vorgestellt. Diese elastische Platte wurde zur Versinnbildlichung des Zwerchfells eingesetzt, indem man es vor seinem Körper bei der Einatmung streckte und bei der Ausatmung zusammendrückte.

Insgesamt war ich erstaunt, dass sich die Teilnehmer so gut in einer Gruppe öffnen konnten und die Übungen so gut annehmen konnten. Des Weiteren war ich von der gegenseitigen aufrichtigen Hilfe der Teilnehmer imponiert, die sich auch darin äußerte, dass man durch Genauigkeit des Sprechens dem anderen probierte zu helfen. Dabei war es gleichgültig, ob die Teilnehmer 12 oder 59 Jahre alt waren.

Außerdem konnte auch ich als nicht-Stotterer viel für mich aus dem Seminar mitnehmen. Ich spürte, dass ich durch die Atemübungen und Anwendungen der Sprechtechnik ruhiger wurde und besser mit weniger Worte etwas zum Ausdruck bringen konnte. Leider gingen die eineinhalb Tage doch sehr schnell um und waren letztendlich, wie erwartet, viel zu kurz um sich einen ausreichenden Eindruck des Konzeptes machen zu können. Nichtsdestotrotz bereue ich nicht wenigstens ein wenig in das Thema geschnuppert zu haben und bin froh, dass ich die oben beschriebenen Sachen aufnehmen konnte.

01.05.05

Nach meinem ersten Jahr beim Stotterer-Training kann ich sagen, dass sich alle Hoffnungen, die ich an meinem ersten Trainingstag hatte, im großen und ganzen erfüllt haben. Ich spreche im Normalfall so gut wie vollkommen fließend; die Sprechtechnik hat sich inzwischen so automatisiert, dass ich oft gar nicht mehr auf sie achten muss. Wenn es doch mal kleine Probleme gibt – in Stresssituationen oder bei großer Müdigkeit – lasse ich mich davon nicht mehr verunsichern, weil ich inzwischen das nötige Selbstvertrauen habe und weiß, dass ich jederzeit fließend sprechen kann, wenn ich will.

Mein Verhalten hat sich in den vergangenen zwölf Monaten enorm verändert, am deutlichsten wohl beim Alptraum aller Stotterer, dem Telefonieren. Ich habe zuerst vor allem Freunde angerufen – und dabei entdeckt, dass ich das eigentlich sehr gerne mache – , und mir dann immer größere Herausforderungen gesucht. Heute macht mir das Telefonieren so gut wie keine Probleme mehr – noch vor nicht allzu langer Zeit hätte ich nicht gedacht, dass ich jemals an diesem Punkt ankommen würde…

Überhaupt habe ich durch das Stotterer-Training eine richtige Freude am Sprechen entwickelt. Das hat wiederum zur Folge, dass ich mich meiner Umwelt viel mehr mitteile als früher und darauf auch viele positive Reaktionen bekomme. Das Training hat mich also nicht nur in sprechtechnischer Hinsicht, sondern auch von meiner gesamten Persönlichkeitsentwicklung her sehr vorangebracht. In diesem Zusammenhang spielt sicherlich auch der vielschichtige Aufbau des Trainings mit Selbsterfahrung, Meditation usw. eine wichtige Rolle.

Kurz gesagt: Ich kann jedem Stotterer die Teilnahme am Training nur empfehlen! Wer bereit ist, eine Menge Energie in die Arbeit an sich selbst und dem eigenen Sprechen zu investieren, wird von den Seminaren enorm profitieren. Wichtig für den Erfolg ist nach meiner Erfahrung die richtige Mischung aus Entschlossenheit und Geduld. Auch ich bin in den ersten Monaten im Alltag nach und nach wieder etwas zurückgefallen, dafür habe ich dann jeweils beim folgenden Training ein höheres Niveau erreicht als je zuvor. Etwa ein halbes Jahr hat es bei mir gedauert, bis ich die ersten größeren Erfolgserlebnisse hatte und ein Gefühl für das fließende Sprechen da war. Andere werden vielleicht länger oder auch weniger lange auf größere Fortschritte warten müssen. Wer aber dranbleibt und sich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt, der wird seine Sprechflüssigkeit in jedem Fall verbessern! Und was ist das für ein Gefühl – endlich im Restaurant das bestellen, was man haben will; an Unterhaltungen teilnehmen wie alle anderen auch; von Freunden und Bekannten zu hören: „Wahnsinn, du stotterst ja gar nicht mehr!“…