wenn ihr nicht stottern würdet

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  • Ich eröffne nun mal wieder, ein für mich irgendwie interessantes Thema: Was würdet ihr anders machen, oder wie wäret ihr heute, wenn ihr nicht stottern würdet.
    Würde es große Unterschiede geben, ist egal von was, von Gefühlen, vom Weltbild, Karriere oder sonstiges.


    OHNE STOTTERN, wäre ich heute sicherlich ein kaltes,arrogantes Arschloch, ich wäre bestimmt so ein Mensch geworden, der andere fertig machen würde, ich würde Jura studieren und nur die Augen offenhalten, wo es Profit zu holen gibt, mir wäre es vermutlich egal ob ich damit andere Menschen damit "vernichtet" hätte. Ich würde bestimmt nicht mit dem Leben befassen, sondern nur vorbeileben.


    Aber so, als stotternder Mensch, bin ich heute sehr sensibel, bin immer für andere Menschen da, ich bin das genaue Gegenteil, und irgendwie ist es auch gut so, dass ich nicht so geworden, ich glaube das Stottern, vermag manchen die Augen zu öffnen, um sich selbst zu finden, um das Leben besser wahrzunehmen als andere Menschen.


    Ich bin gespannt auf eure Beiträge

  • Was wäre wenn die Erde eine Scheibe wäre? Was wäre wenn das Gras blau und der Himmel grün wäre? Ich finde man mann sich mit "Was wäre wenn..." Fragen ganz schön verrückt machen. Ich denke nicht drüber nach. Es ist, wie es ist.

  • Was wäre wenn die Erde eine Scheibe wäre? Was wäre wenn das Gras blau und der Himmel grün wäre? Ich finde man mann sich mit "Was wäre wenn..." Fragen ganz schön verrückt machen. Ich denke nicht drüber nach. Es ist, wie es ist.



    Hast du etwa keine Träume ? Ich finds ok,wenn er sich das fragt.


    Mein leben wär ganz anders. Hätte Geld, Spaß, Freunde usw.

  • Ich stell die Frage mal etwas mehr ins Leben hinein:
    Wie wäre das, wenn Ihr Eure Sprech- und Persönlichkeitstalente so gut verstehen und so gut mit ihnen umgehen könntet, dass Ihr sprechen und stottern könnt, wie Ihr Lust habt?
    Mit herzlichen Grüßen
    Franz Josef Neffe

  • Hallo erst mal !


    Ich bin neu hier.
    Ich versuche das Thema "Stottern" bei mir immer zu ignorieren.
    In der Hoffnung, dass es irgendwann, von alleine aufhört.
    Manchmal klappt es auch.
    Aber es gibt immer wieder Situationen im Leben, wo ich denke, "warum nur, so eine *****".
    Das Leben könnte viel schöner sein.
    Ist es wahrscheinlich auch.


    Wenn ich das Problem nicht hätte, wäre ich viel befreiter und hätte mehr Spaß am Leben.
    Das ist Fakt.


    Kurze Situation, die ich letztens wieder hatte.
    Ich saß bei einer Elternpflegschaftssitzung und jeder musste sich mit dem Namen und Beruf vorstellen.
    Ich dachte mir, locker bleiben.
    Aber ich fing an zu schwitzen.
    Wurde immer nervöser und hab gedacht ich bekomme einen Herzinfarkt.
    Ich wollte schon raus laufen.
    Aber, da war ich dran.
    Ich macht den Mund auf und es kam nix heraus.
    Alle guckten mich an, als ob ich bescheuert wäre.


    Ich beneide Leute, die einfach sagen können z.B.:"Hallo, ich bin der Dings, komme aus xxx und bin vom Beruf...bla bla bla".
    Oder bei Situationen, wo man mit fremden Leuten bei einer Feier zum Beispiel, am Tisch sitz und "Smalltalk", hält.
    Diese Leute beneide ich, die einfach frei reden können.
    Ich versuche immer diese Situationen aus dem Weg zu gehen.
    Obwohl ich eigentlich ein geselliger Typ bin und gerne mit reden möchte.
    Aber es geht leider nicht.
    Ich habe Sparachblokaden bei bestimmten Wörtern.
    Es wäre nicht so schlimm, wenn ich die Wörter wiederholen würde. So wie "Ttttag".
    Das wäre mir, glaub ich egal.
    Schlimmer ist, das gar nix raus kommt.



    Ganz einfach gesagt.


    Mein Leben wäre einfacher.
    Besser.


    Gruß


    Sinthoras


  • ich kenne das nur zu gut: Smalltalks führen oder ein bisschen flirten, wenn man denkt dass das das normalste
    im Leben ist und wenn man das selber nicht machen kann, dann ist es schon richtig deprimierernd
    Aber was kann man anders machen als damit umzugehen lernen.

  • "Sätze, die mit >Ich will< beginnen, enden gewöhnlich mit >..ich kann aber nicht<.", machte E.Coué aufmerksam. Der erste Satz in seinem weltberühmten kleinen Buch über Autosuggestion heißt: "Nicht der Wille sondern die Vorstellungskraft ist der Antrieb unseres Handelns."
    Man kann es gut beobachten: Gerade wenn es nicht geht mit dem Sprechen, WILL der Stotterer immer mehr und kümmert sich überhaupt kein Bisschen um seine Vorstellungskraft. Dafür ist die Verstärkung der Blockade doch ein vollkommen korrektes Ergebnis. Je mehr man den Fehler steigert, desto stärker wird die Blockade. Je mehr man DRUCK macht, desto größer wird der Gegendruck. Actio = reactio - das ist doch ganz gesetzmäßig. Für eine echte Lösung muss man SICH LÖSEN. Von der Vorstellung, dass man eine Lösung "durchdrücken" kann. Und dann kann man lernen, sich noch viel mehr, viel besser vorzustellen - ohne gleich wieder Druck dagegen zu machen.
    Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

  • Nach meinem Verständniss ist dieser Thread – wenn ihr nicht stottern würdet –
    ein Ausstausch unter Stotterern.
    F.J Neffes belehrende Beiträge sind hier fehl am Platz.
    Wie wäre es denn dem Überflieger Neffe einen eigenen Thread einzurichten:
    „Stotterer fragen - F.J Neffe antwortet" und er sich dann endlich aus Diskussionen unter Betroffenen raushält.
    Sein 172 Beitrag wird zudem nicht anders als die 171 davor.

  • Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, dann wär mein Vater Millionär.
    Was wenn ich Afghanistan oder Nordkorea geboren wäre, im Mittelalter oder 1936.
    Oder wenn meine Mutter Contergan genommen hätte.
    Und, und, und. Ich bin halt mit dem Stottern aufgewachsen - basta.

  • Hallo, Synthorax! Ich kann mir Dein Gefühl gut vorstellen. Aber wenn die Sprachblockaden nur bei bestimmten Wörtern sind, dann kann man doch sicher auch durch gezieltes Üben die Anzahl der Blockaden reduzieren. Das wäre doch schon mal was, oder? Viele Grüße, Hans
  • Das wäre eine schöne Vorstellung, ich muss zugeben, dass ich mir das schon oft vorgestellt habe, was wäre wenn...


    Ich denke im großen und ganzen wäre ich wie immer...eine totale Chaotin, sehr ehrgeizig, zu mitfühlend...aber ich wäre offener, offener neuen leuten gegenüber, ich hätte kein problem wenn mich mal jemand anspricht nach dem Weg oder meinem Namen fragt...ich würde vielleicht mehr machen, mehr Leute treffen und in der Berufsschule mich einfach melden wenn ich was weiß, Sprachen lernen bis zum Umfallen, denn auch wenn es grotesk ist hab ich ein Talent Sprachen zu lernen, nur was nützt dir das als Stotterer, eigentlich wollte ich Sprachen studieren und nun sitze ich in einem Bürojob.


    Ich wäre einfach selbstbewusster.


    Doch wie die Vorredner sagten, was bringt es über das was wäre wenn zu sinniern, was bringt es mir zu denken, wenn du nicht stottern würdest würdest du bestimmt mit ihm flirten und nicht schlechstmöglich die Flucht suchen...


    ich bin eben so, manchmal kotz ich mich selber an und doch versuche ich damit umugehen seit 17 jahren, nun bin ich 20 und es fällt mir in bestimmten situationen immer noch schwer...und die Therapien von 6 jahre haben mein Stottern zwar verbessert, doch weg ist es lange nicht...


    Ich denke oder hoffe, dass wir unsere träume trotz unseres handi-caps erreichen...ich möchte die ganze Welt sehen...und mich mit anderen Kulturen austauschen und das will und lasse ich mir durch mein stottern nicht kaputt machen!!!


    Lg

  • ich bin eben so, manchmal kotz ich mich selber an und doch versuche ich damit umugehen seit 17 jahren, nun bin ich 20 und es fällt mir in bestimmten situationen immer noch schwer...und die Therapien von 6 jahre haben mein Stottern zwar verbessert, doch weg ist es lange nicht...


    Ich glaube das Stottern zu akzeptieren ist nicht so schwer, aber der Gedanke daran: Was wäre wenn ich nicht stottern würde,wie würde dann mein Leben sein, das ist nur sehr schwer zu akzeptieren und dazu kommt noch die Meinung von der Gesellschaft z.B. Arbeitgeber, ob ein Stotterer überhaupt befördet wird,oder der ewige Trottel für alles ist, oder ob man studieren gehen soll oder nicht, ich glaube das ist das Problem für die Akzeptanz des Stotterns.


    Mir wurde auch gesagt, dass ich in der falschen Schule bin(Bautechnik) und so manchmal denke ich es auch mir selber. In der Baubranche geht es eigentlich nur ums Verhandeln und dort ist Kommunikation alles. Ich habe es auch bein meinen Praktika gemerkt, dass es sicher in der Zukunft für mich schwer sein wird mich durchzusetzen. Oder vielleicht sehe ich ja alles nur zu negativ.

  • Ich denke schon, dass stotterer mehr leisten müssen um ernst genommen zu werden. Wir werden immer 110 Prozent geben müssen wo andere mit 100 oder weniger durchkommen...


    Mir wurde auch schon einmal gesagt, dass jemand nicht wüsste was ich in dem beruf mache, denn da muss man ständig Telefonieren, gespräche führen usw...wie in den meisten jobs ist da kommunikation alles, doch das sagte diejenige als sie mich nicht kannte und als sie merkte, dass ich wirklich auch was drauf hatte, Ahnung von dem hatte was ich tat, musste sie oder hat sie ihre meinung über mich geändert, nur weil ich Stottere heißt das nicht dass ich dümmer oder schlechter bin, meistens ist es das Gegenteil, wir überlegen mehr, was wir sagen um vielleicht Wörter zu vermeiden oder haben uns Strategien ausgedacht um im Alltäglichen leben besser klar zu kommen...


    Wie mein Vorgänger sagte man trifft oft auf das Vorurteil der 'Depp vom Dienst' zu sein,der nur die Aufgaben bekommt die keiner will und man nie die Karriere erreicht die man hätte haben können...doch man sollte nicht zu schwarz sehen, denn wieso sollten wir nicht genauso Karriere machen, gut ich würde keine Vorträge halten oder eine Stelle als Professor machen können, doch was hält uns davon ab unser bestes zu versuchen?

  • Dass ich mehr leisten muss, das merke ich in der Schule auch, obwohl das eigentlich ungerecht ist, wieso muss ein Mensch mit Handicap mehr leisten als andere, eigentlich sollte es so sein, dass Menschen mit Handicap weniger leisten müssten, aber davon ist das Stottern wohl ausgeschlossen.


    Wir werden ja nur als "Deppen" hingestellt, weil der Großteil der Gesellschaft nichts über das Stottern weiß, Stottern wird meistens mit geistiger Behinderung verglichen.


    Die Karrierechanchen sind für uns sicher schwerer zu meistern als für "Normalos", das ist auche eine Ungerechtegikt, aber es gibt ja das Antidiskriminierungsgesetz, aber an den haltet sich auch wirklich keiner. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, und am seine Leistung zu präsentieren, dazu benötigt man meistens Kommunikation.


    Die meisten Menschen haben ja, nichteinmal die Geduld einen Stotterer richtig zuzuhören, weil ja das zulange dauern würde und es heißt ja: Zeit ist Geld,damit habe ich schon viele Erfahrungen gesammelt

  • Hey Mario!


    Das man seinen Unmut und Frust mal raus lässt find ich eh ganz gut. Ist ja gesund.


    Aber schreib nie wieder "Wir Stotterer werden als Deppen hingestellt" und hör auf von NORMALOS zu schreiben!!!!!
    Von mir aus kannst du hinschreiben, dass DU so behandelt wirst aber hör auf es so zu verallgemeinern! Ich weiß wie man sich in der Schule und im Alltag fühlt aber du bist ja nur am jammern.
    Ich wurde als Person immer respektiert. Auch als ich noch sehr stark stotterte. Ein Arbeitskollege von mir (ca. 40 Jahre) stottert auch und ist in der Firma beliebt, hat einen Job wo er auch telefonieren muss, hat Familie usw.
    Und einen Stotterer mit einem Rollstuhlfahrer zu vergleichen ist ja wohl der Oberhammer. Das ist ja wirklich an Selbstmitleid nicht mehr zu überbieten. Wer sowas behauptet, den möcht ich mal persönlich kennen lernen.


    "Depp vom Dienst" Ich wär nie darauf gekommen mich so zu bezeichnen. Nicht mal als ich noch sehr stark stotterte.


    Dieses Forum ist eine wahre Schatztruhe an Lösungsansätzen um sein Sprechen zu verbessern. Dafür muss man den Hans Liebelt echt mal danken. Ich würde vorschlagen dieses tolle Forum mal zu nutzen um sein sprechen zu verbessern und die Möglichkeiten sich anzusehen.


    Wie gesagt, ich würde auch gerne mal einen Stotterer aus diesem Forum persönlich kennenlernen. Bin aus Salzburg (Österreich). Sowas kann ich auch gut mit einer Motorrad Tour verbinden :D

  • sorry nachtbaden, dass ich das ganze verallgemeinert habe, aber bis jetzt habe ich noch nicht anderes erlebt, außer als dumm hingestempelt zu werden.
    Schön das du immer respektiert worden bist, aber es gibt sicher auch genug Leute die nicht respektiert werden.
    Und was hast du gegen den Begriff "Normalos"?, ist ja nicht schlimm.

  • Danke Dir, nachtbaden, für das Lob. :-)


    Mario: Vor Jahren war ich fasziniert von einem alten chinesischen Sprichwort. Es hieß "Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als über Dunkelheit zu klagen." Das hat mich, gerade bezüglich meines Stotterns, um Meilen weiter gebracht. Ich denke, es hat wenig Sinn, sich im Elend zu suhlen und Gott und die Welt für die eigene - vielleicht missliche - Lage die Verantwortung zu geben. Die meisten Menschen sind ganz O.K. und wollen niemandem - auch nicht den stotternden Menschen - etwas Böses. Es gibt natürlich auch Menschen, die etwas minder bemittelt und unsensibel sind, aber die sollte man nicht so wichtig nehmen.


    Ich habe mich entschieden, mein Leben (und Leiden) selbst zu bestimmen und das Beste daraus zu machen.

  • Was wäre heute anders,wenn ich nicht stottern würde???


    Sehr gute Frage!
    Ich war früher ein sehr offener Mensch,aber je
    älter ich wurde,um so schwieriger wurde es für mich,unter Menschen zu
    gehen und mich an Gesprechen zu beteiligen,
    ich wäre heut ein wesentlich offener Mensch,mit einfach mehr Freude am Leben,
    das hört sich hart an,ist aber so,
    es geht mir nicht um Schule,Ausbildung,
    es geht mir um das Heute,
    mich in ein Gesprech einzubringen,
    bei Kollegen,Familienfeste,für mich sehr schwer,
    ohne Stottern wäre das Leben lebenswerter,ich beneide Menschen,die sagen können,
    was sie möchten,ohne lange darüber nachdenken zu müssen,
    obs leicht über die Lippen geht.



    LG Gabriela

  • Hallo Gabriele


    Du sprichst mir aus der Seele, früher in meiner Kindheit war mir das Stottern volkommen egal, aber desto älter ich geworden bin, desto mehr zurückgezogen habe ich mich. In einer Diskussionsrunde mitreden, das mache ich schon lange nicht mehr, obwohl ich zu den meisten Themen eine eigene meinung vertreten kann, aber ich halte mich raus.

    ohne Stottern wäre das Leben lebenswerter,ich beneide Menschen,die sagen können,
    was sie möchten,ohne lange darüber nachdenken zu müssen,
    obs leicht über die Lippen geht.

    Das stört mich am meisten an dem Stottern, dass ich eifach nicht sagen kann was ich will, und wenn ich was sage, dann habe ich solchen starken Blocks, dass die anderen eh nicht mehr zuhören.

    es geht mir nicht um Schule,Ausbildung,

    Ohne dem Stottern würde ich schon längst mein Abi in der Tasche haben und würde dann Jura studieren, aber Studieren, die Zukunft, habe ich schon längst aufgegeben