Sport/Singen gegen Stottern

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  • Hallo,
    ich stottere zwar (Gott sei Dank) nur leicht, dennoch habe ich das Gefühl, dass es mit der Zeit schlimmer wird und mich zunehmend belastest. Bisher habe ich nie viel Sport gemacht. Meint ihr, dass regelmäßig Sport das Stottern beheben kann? Und was meint ihr zum Singen? Es ist ja bekannt, dass das Stottern beim Singen ausbleibt. Aber kann es auch als Therapie angewendet werden?
    Und eine letzte Frage noch? Kann viel Trinken das Stottern auch etwas lindern? Mir ist aufgefallen, dass es Tage gibt, an denen ich nicht mehr als höchstens einen halben Liter Wasser zu mir nehme. Das kann sich doch eigentlich nur negativ auf das Sprechen auswirken. Was meint ihr?


    Viele liebe Grüße und euch allen noch einen schönen Tag. Ich verstehe Eure Beiträge so gut!

    Petra

  • I.P.Pawlow hat doch durch sein berühmtes Hundeexperiment bewiesen, dass man jeden beliebigen Schmarrn mit jedem beliebigen anderen Schmarrn zusammenkoppeln kann, einfach durch Gewöhnung. Immer wenn es was zu essen gab, ließ er die Glockeläuten. Nach ein paar Tagen ließ er nur die Glocke läuten und es gab nichts zu essen; der Speichel floss aber genau so als ob es was gäbe.
    Das kannst Du jetzt nutzen, um Dich nach Belieben an das Stottern oder jedes beliebige weitere Problem zu ketten oder Dich auch davon zu lösen. Ein praxisbewährter Schnellkurs dafür ist noch immer Coués kleines Buch über Autosuggestion. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

  • Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob direkt sport etwas mit weniger stottern zu tun hat, aber wenn man sich wohler fühlt und mehr selstbewusstsein hat wirkt sich das stark aufs stottern aus...und was das singen angeht ich singe viel ... und musste noch nie in solch einer situation stottern das ist echt mal was schönes...doch man kann ja nicht immer alles singen...das wäre ziehmlich seltsam wenn mein lehrer mich nach den staatsprinzipien fragen würde und ich würde die vorsingen( hatte mein logopäde mal vorgeschlagen) aber ich weiche ab...denn ich denke um so wohler und sicherer man sich mit der sprache fühlt umso besser auch wenn es sicvh seltsam annhört manchmal wenn ich einen großen hänger habe denke ich einfach an irgend ein lied und manchmal klappt es...vielleicht gibt es ja eine art sing-therapie?

  • Ich habe auch schon öfter gehört, dass durch Sport die Atmung trainiert wird und man dadurch weniger stottern soll. Allerdings hat das bei mir nichts gebracht, obwohl ich 5 Jahre am Stück regelmäßig Sport betrieben habe. Auch das mit dem Singen ist nur begrenzt hilfreich, finde ich. Denn ich stottere teilweise sogar dann, wenn ich singe. Obwohl ich überall lese, dass das praktisch unmöglich sei.

  • Hallo,


    ich kann zu dem Thema sagen ( hab ich auch schon in meinem Profil beschrieben), dass ich beim Singen ganz anders, warscheinlich auch richtig atme, deswegen kann ich wunderbar singen und habe dabei auch keinerlei Schwierigkeiten. Früher, als kleines Mädchen, hat mir meine liebe Oma geraten, wenn ich das Wort nicht herausbekomme, es doch einfach zu singen. Das war mir allerdings damals zu doof, aber sie wußte wohl auch, dass ich dabei die Worte, dir mir schwer fallen, besser aussprechen kann. Worte mit einem Konsonanten davor, wie zum Beispiel k, l, m, n, b usw...gehen mir besser über die Lippen als Worte die mit "ei" , mit h, usw..anfangen. Wem geht´s da ähnlich wie mir???

  • Hallo, Delilah,


    das Singen ist - soweit ich es weiß, gehört und erfahren habe - stets eine sichere Hilfe, um als Stotterer flüssig zu kommunizieren. Meiner Ansicht nach liegt das an folgenden Punkten:

    • zum Satzbeginn denke ich nicht daran was ich sagen (singen) möchte, sondern ich konzentriere mich auf den richtigen Zeitpunkt des Einsatzes
    • während des Sprechens (Singens) achte ich weniger darauf, was ich sage (singe) - denn den Text habe ich vorliegen oder kann ihn auswendig - sondern ich achte auf den Rhythmus und die Melodie
    • ich denke nicht daran, stottern zu können, weil ich genug damit zu tun habe, was in den beiden vorherigen Punkten beschrieben ist
    • wenn ich nicht an das Stottern denke (oder die Angst davor in mir hoch kriechen spüre, oder Angstgedanken wahrnehme, oder denke, "ist das, was ich sagen will korrekt, überzeuge ich den Zuhörer?"), ist die Wahrscheinlichkeit flüssig zu sprechen bei nahe 100%

    Natürlich haben wir individuelle Problemwörter, -buchstaben oder problembehaftete Wort- oder Buchstabenkombinationen. Auch spezifische Situationen, Gesprächspartner können das Stottern auslösen oder verstärken. Ich denke, dass alle Stotternden ähnliche Probleme haben.

  • Sport und Singen ist doch nicht gegen Stottern. Es ist eine Erfrischung, Erfreuung, Ertüchtigung, Stärkung für den Körper und die Seele.
    Wenn wir die nicht vergammeln und verhungern lassen, dann wachsen sie und werden stärker. Stärker wird dann auch das Sprechen und die Persönlichkeit und so ergibt sich nebenbei weniger Stottern und noch anderes Vorteilhafte.
    Weiter gute Erfolge!
    Franz Josef Neffe

  • Das klappt interessanterweise nicht nur bei Stotternden, sondern auch bei Kindern mit Lernschwierigkeiten.

    Warum? Weil beim Singen und Sprechen jeweils andere Gehirnareale benutzt werden.

    Wenn man Sprache 'musikalisch ausdrückt' ist man zusätzlich abgelenkt und vergisst sozusagen sein Stotterproblem was auch oft durch Nervosität verstärkt wird.


    Das Sprachzentrum im Gehirn für Sprache und sprechen ist also ein anderes als das Zentrum, welches Singen und Musik steuert...

    Lieber stehend sterben, als kniend leben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von takko ()