Erfolgserlebnisse

Kostenlos: 5 Übungen gegen Stottern

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  • Hallo Leute!


    Da wir ja alle an unseren Sprechen arbeiten sollten wir auch mal konkret von unseren Erfolgen berichten.


    Ich fang einfach mal an.


    Neulich saß ich mit Freunden zusammen und blätterte eine Autozeitschrift durch. Einer bat mich einen Bericht vorzulesen weil er dazu dan was sagen wollte. Vorlesen vor einer Gruppe ist ja meist eine schwierige Sache aber ich versuchte es einfach und es war ein voller Erfolg! Ich konnte den Text fast fehlerfrei Vortragen!



    Das erzählen von Witzen ist bestimmt auch für manche nicht ganz einfach. Vor ein paar Tagen hörte ich einen und wollte diesen ein paar Arbeitskollegen weitererzählen. Bei einer Kaffeepause erzählte ich ihn den Witz und es ging ziemlich gut.

  • Ich musste vor kurzem einen besuch bei meinem Arzt machen, so zur Überprüfung, dass die Krankenkasse weiter was zahlt, wenn ich zur Logopädie gehe.
    Habe da dann so ca 20 Minuten lang mit meiner Ärtin geredet (kenne sie schon länger), hätte aber trotzdem nicht gedacht, dass es so gut läuft: Kein einziges Stottern, kein Block, nichts!


    nachtbaden :
    Das mit dem Witzeerzählen kenne ich auch, da läuft es eigentlich nie so wirklich rund, vor allem wenn der andere dann auch noch nachfragt und man etwas wiederholen muss...:)
    Und das mit dem Lesen kenne ich auch: Wenn ich nur einem oder zwei Personen etwas vorlese, ist es nicht sehr schlimm, aber sobald es in der Klasse ist, geht beim vorlesen selten was.
    Trotzdem lief es vor ein paar Tagen ganz gut: Normalerweise rufen mich meine Lehrer beim Lesen nicht mehr auf, nur wenn ich mich selbst melde, aber eine Referendarin wusste nichts von meinem Stottern und ich kam dran.
    Ich dachte schon: ohoh, jetzt läuft es schief, aber dann lief alles wie am Schnürchen :))

  • Mir ist aufgefallen, dass ich jetzt in der Arbeit ziemlich problemlos sprechen kann. Vor ein paar Jahren war das noch allgemein ein Problem. Am Freitag hatten wir eine kurze Besprechung mit ca. zehn Leuten bei der ich am meisten gefragt wurde bzw ich eine Problemlösung erarbeitet habe. Ich sprach sehr ruhig und flüssig.
    Ganz egal ob small-talk, telefonieren oder eben Besprechnungen, ich vergesse meist, dass ich eigentlich ein schwer stotternder Mensch war.
    Das ist irgendwie wie wenn man Kraftsport betreibt und langsam immer muskulöser wird. Man verändert sich aber merkt es selbst nicht so wirklich.

  • Ich empfinde es immer wieder als Erfolgserlebnis nach einem Telefonat zu merken, wie reibungslos es lief. Trotzdem habe ich dauernd Angst irgendwo anzurufen. xD

  • Ich kann micht nicht erinnern, dass ich heute gestottert hätte. War mit meiner Freundin zuhause, waren dann bei einem befreundeten Pärchen und am Abend bei meinen Eltern wo auch meine Schwester mit ihrem Freund war. Haben überall viel geredet und diskutiert. :D

  • das Thema heißt zwar Erfolgserlebnisse aber wo licht ist ist auch schatten.
    Habe im Moment ne etwas schlechte Phase. Darum trete ich mir seit tagen selbst in den hintern und freue mich schon drauf wenns wieder besser wird :-)

  • Bei mir läuft es gerade auch schlechter: war auf Klassenfahrt nach Neapel und habe eigentlich gedacht, in der entspannten Atmosphäre würde es besser laufen, statt dessen war es schlimmer als sonst.
    Habe mir zwar nicht die gute Laune vermiesen lassen, aber genervt und geärgert hat es ich trotzdem :/

  • Als ich neulich spazieren ging, kamen wir zwei junge Mädels unter und sprachen mich an. Es ging um Jesus also Zeugen Jehovas. Ich erklärte ihnen, dass ich Blutspender bin (damit müsste eigentlich alles gesagt sein) aber wir können gern etwas über den Glauben reden. Da ich mich ja viel mit Metaltraining (Suggestion, Autosuggestion, Hypnose, Tiefenhypnose, usw.) beschäftige, freute ich mich auf ein interessantes Gespräch. Leider war es ein Monolog meiner Seite. Ich sprach munter dem was ich so weiß. Mesmerismus, Handauflegen, Selbsheilungskraft, usw. Leider kam nicht wirklich was zurück und ich hielt ihnen eine kleine Ansprache darüber was Glaube für mich heißt. Nähmlich an seine eigenen Fähigkeiten und sich selbst zu glauben. Auf die Frage ob es einen Gott gibt, kann man als Mensch ja nur antworten " Ich weiß es nicht".


    Aber mein Erfolg war, dass ich den Mädels auf netter Art und Weise eine sehr gut gesprochene Sicht meiner Dinge schildern konnte. Und dan wuchs natürlich mein Glaube an meine Fähigkeit gut sprechen zu können.

  • Warum achten wir nur so wenig auf unsere Gedanken?
    "Ich habe Angst" bedeutet doch nicht, dass die Angst mich hat. Aber geradeso tun wir. Wir haben = halten die Angst und tun dann auch noch als wäre es ein Wunder, dass sie nicht weg kann und uns nicht verlässt.
    "Ich habe eine schlechte Phase" heißt: "Ich halte die schlechte Phase fest."
    "Ich habe mich genervt und geärgert" heißt: "Ich hielt das Genervtsein und den Ärger fest."
    Dass wir das UNBEWUSST machen, entbindet uns nicht der wirksamen Folgen.
    Es zeigt uns, wie wichtig es ist, a) sich endlich dem eigenen Unbewussten zuzuwenden und es b) verstehen und c) einen halbwegs passablen Umgang damit zu lernen.
    Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, weshalb COUÉs kleines Buch über Autosuggestion (nicht nur überflogen sondern wirklich gelesen) ein sehr effizienter Schnellkus dafür sein kann.
    Mit etwas Erfahrung im Umgang mit dem Unbewussten ist auch sehr gut zu verstehen, warum wir dann nicht stottern können, wenn wir es gerade zu brauchen meinen.
    Auch in unserem Unbewussten gibt es Bedürfnisse von uns.
    Auch unsere unbewussten Kräfte möchten mal ihr Vergnügen haben.
    Erstaunlich ist nur, dass wir es nicht mit ihnen zusammen zu haben lernen.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

  • Hey,
    ich rede sehr gerne über meine Erfolge,
    aber dass muss sein :)
    in der English-Vorlesungsgruppe solte jeder (mich miteingeschloßen) eienn Vortrag auf English halten, vor ca. 50 Teilnehmer. das war Anfangs eine enorme Last für mich, aber hab mich schließlich zusammengerießen, bin nach vorne gegangen und hab den Vortrag Problemlos ohne an Wörter zu stolpern oder hängen, gehalten. Was mich außerdem motiviert hat aufzustehen war ich selbst, ich wollt mir nähmlich selbst was beweisen... und nicht denen die da am sitzen waren.
    Dieses Gefühl der Sprachfreiheit ist echt eines der schönsten, einfach das sagen was einem bewegt, und nicht das was die Zunge erlaubt,

  • Ich musste heute in der schule auch eine ganze seite vorlesen, der lehrer wusste nämlich noch nicht, dass ich stottere. also hab ich mir gedacht "ich zieh das jetzt durch" und "ich will jetzt vorlesen". ich hab sogar ein wenig prolongiert und hatte keine panische angst mehr...

  • Ich komme ja aus Salzburg. Meine Freunden ist vor ca 3 Jahren aus dem Burgenland (Knapp 400km) zu mir gezogen. Da ihre Eltern ein Weingut mit Gästehaus am Neusiedlersee haben und man in diesem Weinbaugebiet ganz wunderbar Urlaub machen kann, kommen immer wieder Freunde und Bekannte dorhin um ihre Heimat kennen zu lernen und dort Urlaub zu machen.


    Vor 2 Wochen waren wir mit Freunden, einer Gruppe von acht Leuten, übers Wochenende dort. Wir reisten schon am Freitag Vormittag an. Da meine Freundin noch Arbeiten musste und erst am Abend nachkamm, spielte ich Fremdenführer und zeigte ihnen am Freitag etwas von der Region Neusiedlersee.
    Wir gingen durch den Ort, führen zum See, in ein Einkaufs-Center, standen vor Sehenwürdigkeiten und ich erzählte dazu etwas, usw. Ich ging in meiner Rolle gut auf und sprach viel über meine "2. Heimat".
    Nach diesem Erfolg schmeckte der Wein am Abend gleich noch besser :D

  • Weil bei meiner Handyrechnung etwas nicht passte rief ich zwei mal bei der Service-Hotline an. Ich erklärte jeweils das Problem bzw den Fehler in der Rechnung. Der Fehler in der Rechnung wurde behoben und sprechen konnte ich fast ohne Prolbleme. Zwei oder drei Ähmms haben sich eingemischt.


    Sprechtechnik hab ich keine angewendet sondern mir einfach nur Mut und Können zugesprochen.

  • Probleme erscheinen nur als Sachprobleme aber sie sind immer Persönlichkeitsprobleme.
    Das ist ein Kernsatz der neuen Ich-kann-Schule.


    Die Pädagogen lassen Dich rechnen üben, wenn Du in Rechnen schwach bist - davon werden die Rechenkräfte noch schwächer.
    Sie lassen Dich Rechtschreiben üben, wenn Du in Rechtschreiben schwach bist - davon werden die Rechtschreibkräfte noch schwächer.
    Auch in der Sprachtherapie lassen Dich die meisten Sprechen üben, wenn Du im Sprechen schwach bist - davon werden die Sprechkräfte noch schwächer.


    Als Ich-kann-Schule-Lehrer mache ich exakt das, was Nachtbaden vorgemacht hat: ich stärke die Persönlichkeit - davon werden die Kräfte stärker.


    Ich hab z.B. mit 10 Kindern der 2.Klasse Sonderschule - da hat man grad ein Jahr im Zahlenraum 1 bis 6 hinter sich - in einer halben Stunde Millionenbeträge addiert. Sie konnten es alle und wollten gar nicht mehr aufhören. Freiwillig rechneten sie Hause noch bis zu 10 Aufgaben mit je bis zu 10 addierten Millionenbeträgen. Alles richtig. Endlich konnten sie zeigen, wer sie wirklich sind! Endlich konnten sich ihre Talente einmal verwirklichen. Und ich habe dafür jeden Rechenschritt nur einmal vorgezeigt und überhaupt nicht Rechnen geübt. Dennoch konnten sie alle es fehlerfrei.
    Du kannst spüren, worauf es dabei ankommt. Wenn Du Dir das gönnst, kannst Du auch sofort fehlerfrei sprechen.


    Ich freue mich auf Deinen Erfolg.


    Franz Josef Neffe

  • Ich möchte diesen Thread mit einem neuem Erfolgserlebnis wieder beleben.


    Während eines Workshops wählten meine Kollegen mich aus, dass erarbeitete vorzutragen. Das tat ich dann auch.


    Ich stellte mich vor 10 Personen und präsentierte 15 Minuten lang unsere Gruppenarbeit. Funktionierte wunderbar und war ein voller (Sprech-)Erfolg.


    Als überzeugter Ablehner von Sprechtechniken griff ich nur auf Rehtoriktechniken wie Pausen, Blicke ins Publikum usw. zurück.
    Um mein Selbstbewusstsein zu stärken, ging ich vor dem Vortrag aus dem Raum und flüssterte mir ein paar mal zu: ich spreche mit fester, ruhiger Stimme und mache dabei Pausen.

  • Ich nahm am Samstag an einem Rhetorik - Argumentationskurs teil


    Ich musste / wollte vor fremden Leuten sprechen, es viel mir schwer. Da ich von Anfang an sagte das ich stottere merkte ich wie mich der
    Lehrer mit Absicht übersehen wollte um mich zu schonen, ich meldete mich
    mit Herzklopfen und Lampenfieber mutig das ich noch fehle. Mein selbstgewähltes Thema war das stottern (ich weiß fast nicht mehr was ich sagte so aufgeregt war ich), als zweites musste ich meine Meinung für oder gegen Abtreibung vertreten. Ich konnte überhaubt nicht gut reden mit viel stottern(meine Ansicht) und trotzdem kam es für alle inhaltlich gut an. Alle 20 Leute brachten mir viel symphatie rüber und ich fühlte mich gut. Trotz des Herzklopfens, der Angst und dem durcheinander im Kopf. Der Lehrer meinte ich spreche unheimlich schnell und ich solle langsam reden trainieren, ja werde ich nun bald.


    Habt ihr auch das Gefühl das ihr wegen dem stottern geschont werdet? Das man euch extra nicht aufruft / dran nimmt damit man keinen Stress hat oder das die Zeit nicht flöten geht?


    Beim Mittagessen musste ich mein Essen bestellen, es ging garnicht. Einige sagten mir was ich machen kann ... Finger heben für die eins und solche Sachen wie ich es anders einleiten könnte. War witzig, ich meinte nur, in der Vermeidungsstrategie bin ich Meister und ich darf das ja nicht. ;-) Selbst der Lehrer meinte wie mutig ich war so vor der Gruppe zu sprechen.


    Das war mein neuestes Erfolgserlebnis. Ich konnte so auch Leute was über stottern erzählen die in dieser Hinsicht noch keine Berührung hatten. Es war hart aber toll.


    Sannie :redghost:

  • Hallo Sven92,


    ich muss in meinem Job regelmäßig vor Personen sprechen, Meetings moderieren, Themen präsentieren und dann eine Besprechung führen, telefonieren usw.
    Von solchen Erlebnissen könnte ich jetzt eigentlich täglich schreiben.
    Die Wahl bei diesem Workshop fiel eher auf mich, weil ich heuer in die Abteilung wecheslte und es auch machen wollte.
    Aber du hast recht, wenn andere merken, dass jemand stottert wird man gerne mal herausgefordert.


    Und wie es Hans auch sehr treffend schrieb, "Der Gedanke ist ein Energiepotenzial. Das gilt füs flüssige sprechen und fürs stottern."