Stottern - wie ist das? [neugierig]

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  • hallo ihr alle,
    Ich hatte vor Jahren mal einen Stotterer in einem Kurs in der Oberstufe.
    Dem hat man angemerkt, dass es ihm manchmal sehr schwer bis unmöglich fiel bestimmte Worte auszusprechen. Als Nicht-betroffener hat mich schon immer interessiert... wie ist es für euch, das Stottern im täglichen Leben. Ich lese ja auch hier gerade von verschiedenen Arten des Stotterns...
    Vielleicht hat ja jemand von euch Lust mir hier im Forum oder per Mail etwas darüber zu erzählen, was euch beim Sprechen so schwer fällt, warum das so ist und wie ihr damit umgeht.
    Falls meine Fragen irgendwie unpassend sind. . . sorry ;) ich bin einfach schon immer ziemlich direkt gewesen.
    p.s: Ich bin immer ziemlich verplant und vllt nicht unbedingt regelmäßig hier online, um das Thema zu prüfen, daher tun es PMs evtl besser.
    mfg/best

  • Große Teile des Forums handeln davon, "was 'uns' beim sprechen so schwer fällt, warum das so ist und wie 'wir' damit umgehen.
    Fake or not fake ? That is here the question.


    Zitat: " für "INTO THE BLUE" versuche ich zum Thema Stottern zu recherchieren... und da man sich ja registrieren muss, um postings zu verfassen..."


    Was ist "Into the Blue" ? Eine Erklärung dazu - ehrliche, erklärende Worte- wären ein schönes Intro gewesen. Stattdessen ein gespieltes Mitgefühl und Pseudo- Interesse an einem Ex- Schulkollegen und "uns" Stotterern.


    Also schreib ich jetzt einen Aufsatz mit meiner Leidensgeschichte für den Unbekannten der "immer ziemlich verplant istund vllt nicht unbedingt regelmäßig hier online ist, um das Thema zu prüfen" ? Alles klar bei Dir ??? Sonst alles im Lot ?

    Popeln ist nicht der richtige Weg in sich zu gehen.
    Spreche langsam, aber denke schnell.

    4 Mal editiert, zuletzt von Christoph ()

  • Lieber Christoph,


    hast Du schlecht ge ... schlafen? :D


    Ich denke mal, das ist kein Fake und eine durchaus legitime Frage. Hast Du Dir mal überlegt, ob stranded nicht wirkliches Interesse am Stotterproblem haben könnte? Ich finde seinen Post O.K., "gespieltes" Mitgefühl kann ich nicht entdecken. Was INTO THE BLUE ist, würde mich aber auch interssieren. Googeln wäre ne Möglichkeit.


    Also, wenn jemand was schreiben mag, greife er in die Tastatur.


    @ stranded: Lies doch auch die vielen hundert anderen Posts, da findest Du sicher eine Menge zu Deinem Thema.


    LG Hans


    @ Christoph: P.S.: Mach mal Deine E-Mails auf, da ist was für Dich ... nachträglich zu Weihnachten! :D

  • Ich finde es großartig, daß stranded hier nachfragt.
    Okay, okay, okay: er HÄTTE alle postings hier lesen können, in der Tat. Aber vielleicht hat er schlichtweg nicht drüber nachgedacht oder hatte andere Gründe dafür ?! Vielleicht will er auch einfach nur eine konzentrierte Antwort und sich nicht durch das ganze Forum lesen müssen. Das ist auch legitim.


    Der Grund ist mir persönlich auch völlig egal, er macht sich schließlich seine Gedanken darüber, wie es uns mit unserer Sprachbehinderung geht ! Mir reicht das schon für den Anfang.


    Pseudointeresse kann ich übrigens in seinem Beitrag in keinster Weise entdecken. Erklärende Worte für sein Interesse hat er im Intro kundgetan; er hat darin zwar kurze, aber deutliche Worte gewählt. So what ?



    Wir wünschen uns doch immer das Interesse der Öffentlichkeit / Nicht-Stotternden an unseren Sprachstörungen. Oder etwa nicht ?!


    Wenn wir interessierten und vielleicht auch neugierigen Nichtbetroffenen immer so rabiat und patzig begegnen würden, könnten wir ihre Ohren und Augen nicht für unsere Probleme und Sicht der Dinge sensibilisieren und die bekannten Vorurteile gegen unsere Gruppe blieben somit weiterhin fest in unserer Welt verankert.


    Jeder braucht eine Chance ! Auch Nicht-Stotternde !



    Ein unbekannter Apachenkrieger sagte einst:
    Grosser Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.


    In diesem Sinne ein schönes Wochenende
    Nicole

    ... da er die Katzen nicht stören wollte, schnitt Mohammed den Teil des Mantels ab, in dem sie schlummerten und wickelte nur den Rest um seine Schultern ...

    2 Mal editiert, zuletzt von Traumflocke ()

  • Du willst wissen wie das ist wenn man stottert?
    Wie man sich fühlt?
    Wenn man sich von der gesellschaft ausgegrenzt fühlt? Wenn man angst hat den mund aufzumachen?
    Aber nicht weil man mundgeruch hat oder faule zähne? Das kann man für geld wegmachen lassen.
    Das stottern hat man.
    Ob man will oder nicht!
    Das kann man nicht gerade so mal bei seite legen.
    Heute will ich mal normal sein.
    Du willst nicht die angst erfahren die viele stotterer haben.
    Wenn man weis, gleich fragt der lehrer was und er will die antwort von dir wissen!
    Du hast 2 möglichkeiten!
    Du zuckst dumm mit der schulter und bekommst unter umständen ne schlechte note.
    Oder wagst du die flucht nach vorne?
    Versucht dich so gut es geht, dich durch die antwort zu quälen, auch wenn sie mehr als ein wort oder gar mehrerer sätze erfordert?
    Und du weist das es irgend ein spinner gibt der dich tagelang mit einem worte hänselt, das sich so lustig aus deinen mund anhört?


    Oder willst du wissen wie toll das ist wenn du auch mal gern ne freundin hättest die dich mag?


    Die dich so liebt wie du bist.
    Mit der du über alles reden kannst. Und dann wirft sie dir blicke zu, komm her und sprich mich an.
    Aber du hast angst! Nicht angst du könntest stottern, sondern angst vor der gewissheit, du wirst stottern!
    Das ist nur ein kleiner ausblick, wie das ist wenn man stottert!
    Kennst du den film xmen?
    So in etwas fühlt sich ein stotterer.
    Nur ohne besondere kräfte oder fähigkeiten. Was meistens soziale ausgrenzung zur folge hat.
    Zumindest ging es mir so....


    Habe in meiner schulzeit ne neue klassenlehrerin bekommen. Jeder mußte sich namentlich vorstellen. Minuten vorher hatte ich schon schweißausbrüche und panische angst davor.
    Vor der ganzen klasse was zu sagen.
    Und wenn man an der reihe ist sieht man schon die reaktion der klassenkameraden.
    Die einen halten sich den lachenden mund zu, die ander schauen nur weg.
    Und dann sagt die lehrerrin, du armer, stotterst?
    Und natürlich hat die ganz klasse dafür vollstes verständniss! Aber in der pause sitzt du wieder alleine da und keiner unterhält sich mit dir.
    Weil, sich mit dir zu unterhalten lohnt ja nicht, dafür ist die pause ja viel zu kurz!


    Wenn du wirklich deine frage ernst gemeint hast, gebe ich dir einen tip oder hinweis. Die größte beleidigung fürn einen stotterer, zumindest für mich, ist es das wort, das man gerade versucht herauszubekommen von seinem gegenüber aus dem mund genommen bekommt!


    Ich hoffe das noch mehr sich an einer antwort deiner frage beteiligen!


    Außer gelegentlich etwas falsches mitleid konnte ich in meinem bisherigen leben dem stottern nicht abgewinnen!


    Ich habe in meinem umfeld keinen stotterer als freund mit dem ich mich so frei unterhalten kann wie in diesem internetforum.
    Auch wenn ich bisher eher im hintergrund die beiträge nur verfolgt und nicht kommentiert habe!

  • Bruder, das passt zwar nicht richtig zu dem Thema aber von Selbstmitleid wird das ganze auch nicht besser . Die Leidensgeschichte jedes Stotterers ist im Prinziep die gleiche. So beschissen das Stottern auch ist , von rum jammern wirds eh nicht besser. Pack dich selber an Arsch und tu was dagegen, mehr kann ich dazu nicht sagen.


    Ich fand die Frage von Strandet auch ok, was spricht dagegen sich zu informieren? Erstmal vielen Dank für die Frage, wir können gerne mal mit ein ander sprechen


    Lieber Christoph, wenn wir für nicht Stotternde Menschen kein verständniss haben warum sollten dann die nicht Stotterer, verständnis für uns haben?
    in diesem Sinne
    Ronny

    Im Baumarkt gibt es keine Blockwurst, keine Blockschokolade und erst recht keine Majonaise :D:D:D

    Einmal editiert, zuletzt von Ronny ()

  • um eins klar zu stellen, hier geht es nicht um selbstmitleid.
    das hab ich schon lange hinter mir gelassen und und wenn du es genau wissen willst das stottern auch. zumindest fast gabz!


    Er wollte wissen wie das ist!
    da wollte ich ihm mal nen kleinen einblick in das leben eines stotterers geben.
    und wie gesagt, das hat mit selbstmitleid nichts zu tun!

  • Und da melde ich mich wieder zu Wort. Warum soll ich einem Fremden was vorjammern den ich nicht kenne und der "immer ziemlich verplant ist ", ich weiß also noch nicht mal ob meine Geschichte gelesen wird und der "Into The Blue" bis heute nicht vorstellen kann.

  • Hallo, Bruder,


    lass Dich von Ronny und Christoph nicht ärgern. Ich finde Deinen Beitrag, wie sich ein Stotterer fühlt, ganz ausgezeichnet und gut ausgedrückt. Ich kann Dir da nur zustimmen.


    Die beiden haben einfach nicht verstanden, nicht aufmerksam genug gelesen, vielleicht auch nicht verstehen wollen, was Du geschrieben hast. Du hast beschrieben, wie sich ein Stotterer fühlt, und da gehören nun mal Gefühle, wie Verzweiflung, Resignation und auch der objektive Schluss, dass man Nachteile mit dem Stottern hat, hinzu. Das ist völlig O.K.


    In einem Lied von den Stott-dot-com-Voice heißt es:



    Das könnten Gedanken vieler Stotterer sein.


    @ Ronny: So, jetzt fang mal an diesen Text der Selbstzerfleischung zu zerfleischen, statt engagierten, netten Leuten Selbstbemitleidung vorzwerfen ... die Gedanken sind frei ...


    @ Christoph: Irgendwann wird strandet schon gucken, und wenn Du nichts schreiben willst, dann lass es doch bleiben. Es zwingt Dich niemand zu jammern ... und außerdem bist Du doch über das Alter hinaus gewachsen, oder? ... think big ...


    Liebe Grüße


    Hans

  • Hallo stranded,


    deiner Frage, wie Stottern wohl ist, bin ich ebenfalls nachgegangen, als ich eben einen Beitrag übers Stottern bei Kerner gesehen habe. Allerdings habe ich versucht, der Antwort eher auf der "technisch-kognitiven" Ebene auf den Grund zu gehen. Ich als Nichtstotternde kann/darf dir natürlich keine Antwort auf die Frage geben, kann dir nur sagen, was mir beim Verfolgen des Fernsehbeitrags durch den Kopf gegangen ist:
    Wenn ich versuche eine Treppe herunterzulaufen und mich dabei jeweils auf die nächste Stufe konzentriere, geht es garantiert schief (oder es dauert ewig) Schaut mir dabei jemand noch zu, hab ich schon gar keine Chance mehr, heil unten anzukommen. Welche Schwierigkeiten sich dadurch ergeben, wenn es nicht ums Treppensteigen sondern um unser bedeutendstes Kommunikationsmittel dreht lässt sich zwar unschwer erkennen, wohl aber nur in Ansetzen nachfühlen.


    Dass Du mit Deinem Beitrag aneckst, kann ich gut verstehen, weil Deine Fragestellung weniger direkt als unüberlegt wirkt. Da du dich aber zu diesem Forum angemeldet hast, unterstelle ich dir kein geheucheltes, sondern echtes Interesse.


    Liebe Grüße -
    Silke