Frage um die richtige Therapie

Kostenlos: 5 Übungen gegen Stottern

Mit unseren erprobten Übungen lernst Du, Dein Stottern zu reduzieren – kostenlos und von zuhause.

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  • Hallo alle zusammen!


    Erstmal kurz zu mir:


    Ich bin 28 Jahre alt, Stotterer seit klein auf, und auch durchgehend mein Leben lang. Ich stottere tonisch ziemlich stark. Ich wohne momentan noch in Hannover. Meine letzte Therapie (Van Riper) habe ich mit 13 Jahren gemacht. Habe diese dann aber nach ein paar Wochen abgebrochen, trotz erkennbaren Besserungen.
    Nun habe ich mir ein halbes Jahr frei genommen um meinen Sprachfluss zu trainieren. Am Geld oder an meinem momentanen Wohnort sollte es auch nicht scheitern. Ich bin also gern auch bereit weltweit, wenn es sich denn lohnt, versteht sich, Therapien anzutreten. :) Mir sollten also alle Möglichkeit offen stehen.


    Das sind hier die ersten Schritte die ich mache, kann man sagen.


    Ich wollte mich orientieren ob jemand Tipps und Empfehlungen hinsichtlich Therapien, Literatur und andere erste Anlaufstellen für mich hat!


    Schon einmal vielen Dank vorweg für jegliche zielführende Antworten.

  • Hallo, Domayo,


    toll, dass Du das Stotterproblem nun gezielt und nachhaltig angehen willst. Ich denke, das ist der sinnvollste Weg. Ich selbst habe auch viele Jahre schwer tonisch gestottert und mir meine eigene Lösung erarbeitet und immer weiterentwickelt. Daher kann ich Dir nur das Stotterer-Training näherbringen, das ich seit über 20 Jahren anbiete.


    Es gibt aber, wie Du weißt, eine Vielzahl von Stottertherapien, die nicht zweifelhaft oder unbrauchbar sind. Die Erfolge hängen meist von der Situation des Betroffenen ab und vom Draht zum Therapeuten und dessen Kompetenz. Das Stotterer-Training kann ich Dir erklären, andere – vielleicht auch gute Therapien – nicht.


    Aber statt Dir nun die Vorteile des Stotterer-Trainings um die Ohren haue, schlage ich Dir vor, Dir die Webseite www.stop-stottern.de anzusehen. Dort findest Du Erfahrungsberichte, Video-Dokumentationen, hilfreiche Tools und vieles mehr. Als Einstieg und zur Information empfehle ich Dir, die "5 kostenlosen Übungen gegen Stottern" anzufordern.


    Noch eine Hinweis zu diesem Forum: es wird zurzeit neu aufgesetzt, um auch responsive zu funktionieren. Es kann sein, dass wir dieses Thema, in dem wir beiden gerade schreiben, manuell übertragen werden muss. Ich versuche daran zu denken, Dir dann per PN Bescheid zu geben.


    Viele Grüße vom Hans

  • Bewusst die ersten Schritte zu machen macht einen zum Gestalter seines Lebens.
    Das ist etwas ganz Anderes als Probleme zu bekämpfen, sich behandeln zu lassen und Therapiemodelle durchzumachen und dabei immer nur um sein Problem zu kreisen.
    Auch beim Pro-blem des Stotterns ist es des meisten Betroffenen und Therapeuten kaum bewusst, dass sie ständig um das Stottern tanzen, oft wie um das berüchtigte Goldene Kalb. Und je mehr sie davon loskommen wollen, umso mehr hält sie der geistige Strick fest, mit dem sie damit verbunden sind. Mein Freund Erwin Richter hat mir, als ich ihn kennenlernte, erzählt, wie er nach jahrelangen demoralisierenden Heilversuchen an Coués kleines Buch von der Autosuggestion kam und sich damit nicht nur vom Stottern - und nebenbei von einer ärztlicherseits für unheilbar erklärten Schuppenflechte - befreite sondern auch noch ein beliebter Sprachtherapeut wurde. Ich war damals bei meinen ersten wissenschaftlichen Arbeiten über Autosuggestion und Schule sowie Autosuggestion und hyperaktive Kinder und wir wurden Freunde.
    Später hab ich dann seine Texte zur Autosuggestion, die ich ausgelöst hatte, als "Die Befreiung von Stottern durch Autosuggestion" herausgegeben.
    Zu den "jahrelangen demoralisierenden Heilversuchen" Erwins hatte u.a. auch ein Besuch bei Hausdörfer gezählt. Nun macht Hausdörfer aber viel und Entscheidendes ganz ähnlich wie Coué, mit dem sich Erwin schließlich selbst geholfen hatte. Daraus habe ich für mich geschlossen, dass alles im Leben seine Zeit hat. Als Erwin Richter Coués Buch las, war der Leidensdruck endlich groß genug. Er hatte nicht nur die Nase voll genug von Stottern; da hat es eine andere, tiefgreifendere Wirkung, wenn man sich neu ent-schließt und die Weichen in sich neu stellt.
    Wenn man die berüchtigte Eisenkugel ans Bein gebunden hat, ist es nicht die Lösung, mit der Kugel Laufen zu trainieren. Man muss die Eisenkugel lösen.
    Wer den Lauf mit der Kugel am Bein trainiert, wird nie richtig laufen.
    Mit großem Aufwand wird er nur seine Kräfte erschöpfen und mit seinen Ergebnissen nie an freies Laufen herankommen.
    Wer als Stotterer sprechen trainiert, trainiert sich als Stotterer und nicht als Sprecher.
    Wer eine Therapieals Stotterer macht und nicht als Sprecher, der therapiert damit das Stottern und nicht das Sprechen. Griech. "therapeuo = ich pflege, ich verehre".
    Es ist mir sehr bald aufgefallen, dass auch die Stotterproblematik nicht gleich bleibt sondern mehr oder weniger wird. Meist mehr. Gerade dann, wenn man unbedingt weniger stottern möchte. COUÉS GESETZ der das Gegenteil bewirkenden Anstrengung, zeigt wie entscheidend die innere Einstellung dafür ist und dass die uns meist UNBEWUSST bleibt und wir deshalb nicht bewusst davon loskommen.
    Die genaue Beobachtung dessen zeigt auch sofort sehr deutlich, dass LÖSUNG überhaupt nicht mit Anstrengung zu tun hat. Für eine LÖSUNG vom Problem dürfen wir nicht mehr tun sondern wir müssen a) weniger tun und dies b) feiner und genauer. Und hier liegt eines unserer Kernprobleme: Wir sind praktisch von klein auf darauf dressiert, uns anzustrengen - sonst gelten wir als faul, werden geringgeschätzt und mit Förderung traktiert.
    Selbst Erwin Richter hat für seine eigene Naturmethode mancherlei wieder vergessen, womit er selbst für sich so erfolgreich war. Wir wurden schließlich Freunde durch meine Frage: "Warum haben Sie eine Methode entwickelt, die komplizierter ist als die, mit der Sie sich selbst geholfen haben?" So mächtig wirkt die pädagogische Dressur: "Streng dich an, bemühe dich, lass nicht locker, überwinde dich!" mit der wir uns alle immer wieder unbewusst ins Problem hineindrücken.
    Hilfreich ist es natürlich, wenn du jemand begegnest, der dir sagt: "Ich hatte das Problem auch. Ich hab es gelöst." Da hast du an Hans ein vortreffliches Beispiel. Wer seinen Erfolg bezeugt, hat Zug/Sog-Wirkung in Richtung Lösung.
    Entscheide dich also, ob du als Sprecher oder als Stotterer weiter durchs Leben gehst! Als der, für den du dich entscheiden hast, wirst du immer besser werden.
    Ich freue mich auf deinen Erfolg.

    Franz Josef Neffe

    p.s. Auf Youtube, Facebook usw. findest du unter meinem Namen mehr über Möglichkeiten.