Sie verstehen mich einfach nicht...

Kostenlos: 5 Übungen gegen Stottern

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  • Hallo Alle zusammen,
    ich muss meinem Ärger jetzt einfach mal rauslassen.
    Was haben die Nichstotterer eigentlich für ein verdammtes Problem mit dem Reden, mh?
    Zur Erklärung 2 Kolleginnen und ich wollen was zu Essen bestellen und beide reden sich raus, nee ich kann nicht weil...und dann kommen haufenweise Ausreden raus...( sowas kommt dann 'Ich kann nicht anrufen ich hab die ganze zeit jemanden hier da kommt es schlecht wenn ich da auf ein mal mit dem Lieferservice telefoniere' )und das kotzt mich an, sie wissen genau dass ich durch mein Stottern ein arges Problem damit habe und was sagen die ich zitiere:
    "du musst da auch echt mal durch. Also, arschbacken zusammengekniffen und nachher da anrufen",
    "aber in dem fall kannst du doch mal über deinen schatten springen"
    "so schwer ist das doch nicht. Nur einfach den Namen und ein paar Numemrn durchgeben"...dann mach es doch selber!
    und die ignorieren jedes Nein mach ich nicht...hallo bin ich immer derjenige an dem die Scheiße hängen bleibt, ist nicht das erste mal dass ich den Dreck machen muss den die anderen nicht wollen...
    Wieso verstehen die mich einfach nicht?!
    Wieso kann ich das einfach nícht...wieso kann ich nicht normal sein...
    na toll jetzt fang ich auch noch an zu heulen...supi ...

  • Hallo Helpless


    Ich kann dein Problem nur zu gut verstehen, ich habe auch sehr große Angst vorm Telefonieren, deswegen melde ich mich meistens schriftlich und meide das Telefon.
    Aber vielleicht versuchen dir deine Kolleginnen nur zu helfen, dass du einmal über deinen Schatten springst.
    Aber natürlich können sie es nicht richtig verstehen, wie du dich in so einer Situation fühlst, das kann glaube ich nur einer richtig verstehen der auch stottert, weil für sie ist es eine alltägliche Situation, das Telefonieren.
    An deiner Stelle würde ich mit ihnen einmal reden, dass du nicht anrufen willst oder kannst, sie können ja auch selber anrufen und so dumme kommentare wie: du musst da jetzt auch einmal da durch, unterlassen.

  • "Wieso kann ich nicht normal sein?"


    Das ist die Frage aller Fragen,die stelle ich mir auch sehr oft.
    Wenn wieder alle durcheinander reden(egal wo)
    würde auch ich gernemeinen Senf dazu geben...
    aber ich tu es nicht,
    bevor ich wieder mal von der Seite
    angeschaut werde,
    nicht leicht!!!

  • Warum gerade ich? Das fragen sich nicht nur Stotterer. Auch Leute mit anderen Schwierigkeiten, Behinderungen, Schicksalsschlägen etc. fragen sich das. Für uns ist stottern natürlich das schlimmste. Mal ehrlich, wer hat sich nicht schonmal überlegt ob man nicht lieber im Rollstuhl sitzen will statt zu stottern, wenn man die wahl hätte? Genau andersherum denkt der Rollstuhlfahrer bestimmt das Gegenteil. Nur mal so als Beispiel. Das Leben ist halt kein Ponyhof. Das ist echt schwierig das so zu akzeptieren wie es ist. Ich versuche meine "Warum gerade ich?" -Frage zu einer "Das bin ich."-Aussage zu wechseln. Mehr oder weniger, mir fällt es natürlich schwer das so zu akzeptieren.


    Und das mit der "Telefon-Phobie" kennt glaub ich jeder von uns ;) (wer nicht?) Dann denkt man sich nach einem Telefonat, wo man nix rausbekommen hat, oh ne wie peinlich!


    @helpless, ich glaube, wir können deinen Ärger hier alle nachvollziehen. Zum Telefonieren sollte sich natürlich niemand drängen lassen. Manchmal kommt man eben nicht drumrum, aber unter dummen Sprüchen von Kollegen würd ich es einfach nicht machen, und erklären, dass du es vielleicht ab und zu mal versuchst, aber nicht immer nur du anrufst. Das ist leider oft so, dass Nicht-Stotterer das nicht verstehen können, weil das von außen nur halb so schlimm wahrgenommen wird, als wir das selber wahrnehmen. Ich hoffe, dein Ärger ist mittlerweile verflogen. Nicht wahnsinnig machen lassen. ;)


    Ich finde, wir sollten einfach sagen : Na und? Ist so! Zwar nicht auf dem Stottern bequem machen und sagen ich kann nicht, weil...., aber auch nicht immer dazu überreden lassen, immer irgendwelchen Sprechkram zu machen.


    :)

  • ich bin seit nen paar Monaten bei einer logopäädin.. und die therapie ist in mehrere teile eingeteilt, der erste teil ist der angstabbau. du musst dir dein stottern wie eine zwiebel vorstellen... deine angst, ode dein schamgefühl sind die schalen, um aber am kernsymptom'das stottern' zu arbeiten, müssen die schichten erst beseitigt werden.. ich habe dass dort gelernt, und ich hatte genauso telefon angst, weißt du wie oft ich überall anrufen musste..? bei vielen kinos, schwimmbädern, überall.. Ich hatte herzklopfen, es war unglaublich schlimm, aber danch.. wow, so stolz wa ich noch nie auf mich..
    ich versteh dich, wenn du denkst, dass deine Freunde dass böse meinen.. aber ich glaube die kernaussage soll sein, dass sie dir helfen wollen über deinen schatten zu springen, da du es vielleicht alleine nicht shcaffst.. dass soll nichts böses heißen, ich hätte es auf keinen fall alleine geschafft.. Aber denk vielleicht mal drüber nach.
    Meine Logopädin hat immer gesagt, Übung macht den Meister! - Desto öfter ich anrufe,. irgendwo ist egal, egal ist ob ich stotter oder nicht & egal ist auch die eaktion der anderen, was entscheident ist, ist dass du über deinen Schatten gesprungen bist, wenn die anderen dir nicht bis zum ende zuhöen wollen ist das ihr Problem, nicht deins!
    Ich kann stottern. Kannst du zuhören?
    Kopf hoch, du packst das!

  • ich finde das verhalten deiner arbeitskollegen sehr unkollegial und anmaßend. die geäußerten sprüche dabei sind auch übel.
    dein nein ist ein nein - oder das essen fällt aus. und auf eine blitztherapie meiner arbeitskollegen könnte ich gerne verzichten.


    ohne echtes konzept von einem stottererlebniss zum anderen zu stolpern macht das stottern nach meiner erfahrung nicht besser.
    ich hab mich immer schlecht gefühlt wenn ich heftig stottern musste - jedes mal.
    erst mit dem trainingsprogramm in der hand wusste ich das ich flüssig sprechen kann.
    und wenn ich gestottert habe konnte ich das negativ- erlebnis besser einsortieren und verarbeiten -
    und beim nächsten male besser machen, dann ohne stottern.
    der satz "ich bin stotterer und glücklich damit" hat für mich nie gegolten.
    für mich passt der satz: "ich bin stotterer und übe das flüssige sprechen ! "
    ich bin als flüssigsprecher geboren - und meinem urzustand schon sehr nahe gekommen.

    Popeln ist nicht der richtige Weg in sich zu gehen.
    Spreche langsam, aber denke schnell.

    2 Mal editiert, zuletzt von Christoph ()

  • Ein liebes Hallo, ich hatte das gleiche Problem wie Du. Ich habe dann dem Vorgesetzten einen Brief geschrieben. Daraufhin haben wir uns zusammen gesetzt und bei einer Tasse Kaffee und Kuchen gesprochen. Vielleicht hilft das ja. Es ist aber immer das Gleiche, und wird immer Mitmenschen geben, die komisch ticken, besonders in der Arbeitswelt. Wenn es das Stottern nicht ist, ist es öfter etwas Anders. Wer suchet der findet. Ich rate Dir, morgens vor der Arbeit etwas Schönes zu gönnen was Dir gut tut, und diese Personen weitest gehend zu meiden. Halte Dir immer vor Augen, das Du sie nach Feierabend eh los bist, und diese Leute nicht richtig erzogen sind.... ! Sehe diese Menschen als Personen mit " Schwäche" nicht mit anderen Menschen umgehen zu können, und behandele sie so. Die meisten Menschen wissen nicht was das heißt eine Sprachbehinderung zu haben. Vielleicht findest Du auch etwas im Internet was Du ausdruckst und ihnen auf dem Schreibtisch legst über dieses Thema. Ein Versuch ist es wert.


    ALles liebe die Nina. Ich möchte nicht klugscheißern, ich hoffe mir ist Niemand böse

  • Nachtrag: ich schaffe es bis heute nicht zu telefonieren und ich sage das auch bei meiner Arbeit da kann man 10000 mal sagen : du packst das , über, aber wenn es nicht geht dann geht es nicht. Logopäden bieten Telefontraining an. Am besten holste Dir eine Überweisung. Das teilst Du dann in der Arbeit mit und das muss dann akzeptiert werden

  • Verstehst Du Dich denn selber?
    Wie gehst Du mit Dir um?
    Von wem lernen Deine Mitmenschen, wie man mit Dir umgeht, wenn nicht von Dir?
    Bist Du nett zu Dir und Deinen Talenten?
    Achtest Du Dich und Deine Talente hoch?
    Liebst Du Dich und Deine Talente?
    Hast Du Deine Talente schon einmal vor anderen anerkannt?
    Hast Du Dich schon einmal vor allen über Deine Sprechtalente gefreut?
    Sie setzen Dich unter Druck - was machst Du mit Dir?
    Sie nehmen sich keine Zeit für Dich - was manchst Du mit Dir?
    Sie behandeln Dich oberflächlich - was machst Du mit Dir?
    Machen sie Dir nicht alles nach?
    Hier liegt eine große Chance für Dich: Gib ihnen für Dich günstigere Vorgaben!
    Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe