Wie ich und mein Stottern sich in den letzten 3 Jahren entwickelt hat

Kostenlos: 5 Übungen gegen Stottern

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  • Hallo Leute,


    es ist schon mittlerweiler fast 3 Jahre her seit dem ich mich das letzte mal hier gemeldet habe.


    Es hat sich sehr viel verändert.


    Mittlerweile bin ich 20 Jahre alt mein Stotterproblem hat sich gebessert.


    Ich gehe damit jetzt offener um und dadurch ist die Last und der Druck
    nicht mehr so groß und dadurch stottere ich etwas weniger.


    Abitur habe ich knapp geschafft (mündlich stand ich in fast jedem fach 5) und fange sehr bald mein Studium an.


    Ich bin auch sozial viel aktiver und habe sehr gute Freunde gefunden.


    Was Gespräche mit Frauen angeht habe ich immer noch Probleme, aber ich
    bin auf gutem Weg auch da Möglichkeiten zu finden einfach die Frauen
    reden zulassen oder mein Stottern zu tarnen. :thumbsup:


    Der Tipp den ich geben kann ist, dass sich jeder Stotterer einmal am Tag
    Zeit nehmen sollte um sein Zwerchfell zu entspannt und vielleicht sogar
    etwas zu meditieren.


    Außerdem ist es immer gut selbstbewusst zu stottern wenn man nicht drum
    rum kommt, also mit aufrechter Haltung und Augenkontakt. Das ist für
    beide Seiten angenehmer.


    Falls jemand Probleme mit dem Selbstbewusstsein hat, besorgt euch ein
    Hobby und werdet richtig gut darin. Egal was, Hauptsache ihr habt spaß
    daran und zieht das durch.


    Selbsthilfetreffen stärken auch das Selbstbewusstsein und lassen euch Freunde finden.





    Trotz allem möchte ich mein Stottern immer noch loswerden und suche


    Menschen, die das Stottern bereits überwunden haben und einen Rat für


    mich haben.


    Wer Fragen hat oder sich einfach über das Leben als Stotterer
    unterhalten will, kann mich gerne anschreiben. Erfahrungsaustausch sehe
    ich als sehr wertvoll an.




    -vlarry

  • Hallo, vlarry,


    ich finde es klasse, wie Du Dich mit dem Stottern auseinander setzt. Im Grunde machst Du alles richtig:


    Desensibilisierung
    Atemtraining
    Meditation


    Wunderbar! Vielleicht fehlen Dir nur noch ein paar Hinweise, Tipps und Erfahrungen. Wenn Du das nicht schon machst, dann guck mal, ob Dir diese "5 Übungen gegen Stottern" weiterhelfen können. Ich bin auf Dein Feedback gespannt!


    Liebe Grüße,


    Hans

  • Wie Du siehst, lässt dich das Leben nicht im Stich.
    Es trainiert dich mit schweren Aufgaben, dass Du lernst, an Dich und Deine Fähigkeiten zu glauben.
    Wo Du schon damit angefangen hast, geht es Dir - Du hast es gut erkannt - bereits besser.
    Wo DU DEINEN Kräften treu bist und bleibst, da sind sie auch Dir treu.
    Was willst Du denn das Stottern tarnen???
    Du stotterst doch nur, wenn DU DEINE Persönlichkeits- und Sprachtalente im Stich gelassen hast, wenn du NICHT an sie glaubst, wenn Du dich wegen ihnen schämst.
    Du versteckst doch gar nicht das Stottern: Du versteckst deinen vernichtenden Umgang mit deinen Talenten.
    Es ist ein Wunder, dass Dir diese wunderbaren Talente noch nicht davongelaufen sind.
    Du hast doch eh schon einiges erkannt: dass es DIR immer besser geht, wenn DU DEINE Talente besser behandelst, wenn Du eine bessere Meinung von ihnen hast, wenn Du an sie glaubst und sie achtest und zu ihnen stehst.
    Deine Talente haben HUNGER - sie brauchen STÄRKUNG von Dir.
    Ich freue mich auf deinen Erfolg.
    Franz Josef Neffe

  • Hallo!


    Heute ist mir dieses Forum wieder eingefallen, in dem ich das letzte mal vor ca. 6 Jahren aktiv war. Beim stöbern bin ich hierher gekommen.
    V-Larry, es freut mich sehr, dass es sich bei dir so gebessert hat und dass du für dich einen Weg gefunden hast, damit umzugehen.
    Ich möchte auch gerne kurz beschreiben wie es sich bei mir geändert hat und finde, das passt in diesen Thread ganz gut rein- ich hoffe das ist OK!


    So hätte ich vor 6 Jahren nie gedacht, was für einen geringen Stellenwert das Stottern in meinem Leben haben wird. Ich dar damals ja am Rande der verzweiflung und dachte, ich werde nie einfach reden können ohne diese Hänger. Heute ist es eines meiner kleinsten Probleme. Damals als Schülerin war es für mich der Horror, vor der Klasse reden oder - noch schlimmer- vorlesen zu müssen. Alles drehte sich in meinem Kopf ums Stottern. Bis auf die Therapie bei einer Logopädin im Jahr 2007 habe ich aber nie aktiv etwas dagegen gemacht. Ich war die meiste Zeit viel zu frustriert um aktiv zu werden oder Hilfe anzunehmen.


    Heute frage ich mich selber, wie es sich so zum positiven ändern konnte und kann nur von meinen Vermutungen berichten:


    In meinen Gedanken ist das Stottern immer kleiner geworden. Es wurden einfach andere Dinge wichtig. Damit bringe ich auch meine langsam schwindende Angst, Fehler zu machen, in Verbindung. So Gedanken wie "ohje, ich muss die Worte flüssig und vernünftig aussprechen" haben genau das Gegenteil bewirkt. Heute ist es eher ein Gedanke wie "ja, blöd hängengeblieben, aber was solls". Mir passiert es hier und da mal, dass ich hängenbleibe. Aber ich denke nicht mehr viel drüber nach. Bis heute bin ich keine Quatschtüte, doch das seh ich viel lockerer.


    Was damals unmöglich war, was ich als total blöde Therapiemöglichkeit gesehen habe, ist das Offensein mit diesem Thema. Stottern war für mich (im realen Leben) ein Tabuthema, es war mir unendlich unangenehm darüber zu sprechen. Oder soll ich sagen: überhaupt zu sprechen.


    Was ich damit sagen möchte (und ich hätte nie gedacht dass ich das so sage und auch meine): wenn man das Thema und seine Situation offener anspricht und das nicht so eng sieht wenn man mal stottert dann nimmt man sich den Druck (und damit evtl. das Stottern?). Einfacher gesagt als getan, ich weiß! Aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen zu wissen, dass es nicht unmöglich und hoffnungslos ist.


    Ich bin davon nicht befreit, aber es ist schon sehr viel besser.


    Einen schönen Sonntag noch!