erhöhtes Suizidrisiko bei stotternden Menschen

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  • Hallo


    Ich möchte ein Mal ein sehr heikles Thema ansprechen und zwar: erhöhtes Suizidrisiko bei stotternden Menschen JA ODER NEIN

    Ich habe schon im Internet darüber gelesen und auch in Bücher z.B "Wenn ich fließend sprechen" könnte oder "Lukas oder besser ich halt den Mund" und auch in der SHG wurde das Thema einmal angesprochen.


    Also aus meiner Erfahrung heraus, ich tendiere eher zu JA, weil durch das Stottern wird man in der Schule gemobbt, man wird zum Außenseiter, man kann nicht den Beruf ausüben den man möchte und dadurch wird man depressiv und das endet meistens mit Suizid.


    Ich bin gespannt auf eure Meinungen dazu

  • Hallo,


    Also ich tendiere zu "Jein", weil ich finde, dass es auch auf den Typen ankommt und auf die Art ankommt. Der eine ist halt empfindlicher und lässt sich mehr vom Stottern "lenken" als der andere. Ich z.B.: bin eher einer vom Typ 2. Es gibt zwar natürlich auch Situationen bei denen mich schon mein Stottern einholt und die ich aufgrund dieser Hemmung (Ich finde nicht, dass Stottern eine Behinderung ist) eher vermieden habe aber es hat noch längst nicht die Komtrolle über mich gewonnen. Somit bin ich wohl eher einer deren die niemals Selbstmord, nur Aufgrund des Stotterns, begehen würden. Aber wie gesagt an deiner Theorie ist natürlich auch was dran, den es gibt Normalos und eben die psychisch nicht ganz Sauberen. Das Stimmt natürlich.


    Viele Grüße, DarkCaption :-)

    Mitleid kriegt man um sonst, Neid muss man sich erstmal verdienen!


    Why should I waste my time listening to you?- Because I have a voice!- You`re absolutely right!

  • es gibt viele gründe zu sterben und noch viel mehr um zu leben.


    für mich ist es wichtig mich nicht mehr mit dem stottern zu identifizieren, d.h:


    - die frau mag mich nicht ? wahrscheinlich weil ich stottere (irrtum ! : nein - sie steht nunmal nicht auf blond)
    - ich krieg den job nicht ? wahrscheinlich wegen meines stotterns (irrtum ! : nein - ich bin überqualifiziert !)
    für jede enttäuschung dieser welt ist super leicht das stottern als grund herzunehmen - da hab ich keinen bock mehr drauf !
    diese macht geb ich diesem bedeutungslosen sprachfehler nicht mehr - du kannst mich mal scheiß stottern !


    und es stimmt einfach nicht (mehr). seit ich 2005 beim stotterer-training war hat sich - ... langsam... - einiges verändert - zum guten.
    und das gibts jetzt kostenlos ? - ich kanns kaum glauben -


    suizid wegen stottern ? kommt für mich als begründung nicht in frage. suizid ? kommt für mich auch nicht in frage.

  • jetzt wo du es schreibst...ähm..


    NEIN!


    Ganz klares nein!


    nicht das stottern löst evtl suizidgedanken aus, sondern die eigenen gedanken, wie man damit umgeht, weitere probleme hat etc. Klar finden stotterer das eigene leben schwerer...aber es gibt noch so viele schwerwiegendere gründe....stottern ist ein ein witz dagegen.

  • nicht das stottern löst evtl suizidgedanken aus, sondern die eigenen gedanken, wie man damit umgeht, weitere probleme hat etc. Klar finden stotterer das eigene leben schwerer...aber es gibt noch so viele schwerwiegendere gründe....stottern ist ein ein witz dagegen.

    ja, da gebe ich dir 100-prozentig recht, aber wenn man durch das Stottern, dass was man im Leben will, sei es Beruf, Karriere, Partnerschaft oder sonst was, nicht bekommt, dann wird man depressiv oder nicht?
    Oder wenn man über Jahre lang gemobbt wurde, weil man stottert und das führt dann zum sozialen Rückzug weil man niemanden mehr vertraut.


    Nicht das Stottern behindert einen, sondern das Umfeld wie es darauf reagiert.

  • Hi !

    Zitat

    Nicht das Stottern behindert einen, sondern das Umfeld wie es darauf reagiert.


    Für mich gilt:
    Nicht das Stottern behindert einen, und auch nicht die Reaktionen des Umfeldes, sondern:
    wie gehe ich mit mir selber um ! Wie urteile- verurteile ich mich und- über mich.
    Welches Selbstbild habe ich von mir ?
    Ist mein Selbstbild schlecht ? Bleibe ich in der Opferrolle und erwarte von meiner Umgebung dieses oder jenes ?
    oder bin ich bereit mich mit mir auseinanderzusetzen ?
    Grüsse von
    Chris

  • wenn die anderen Menschen schlecht auf das Stottern reagieren, ist es grausam. Es gibt immer noch viele Menschen die das Stottern nachmachen oder den Stotterer für dumm verkaufen wollen, weil er sich ja nicht ordentlich ausdrücken kann. Erst letztens hat mir jemand wieder mal etwas an den Kopf geworfen: ZITAT: " Das Stottern stört, das macht keinen guten Eindruck, ich wäre doch schon erwachsen und kein Kind mehr"


    Auf Dauer ist das purer Psychoterror! Wo soll man noch vertrauen finden? Zu welchen Menschen?


    Manchmal möchte ich dann auch nicht mehr Leben!
    Klar gibt es viel schlimmere Krankheiten, zB. Blindheit, oder wenn man keine Beine mehr hat und im Rollstuhl fahren muss.
    Diese Menschen müssen auf viel mehr verzichten als wir.


    Wir Stotterer können nur nicht alle Jobs durchführen und auch nicht jede Frau angraben.

  • Da bist Du sicher besser, Life80, ich denke, da hilft eine gute Portion Selbstbewusstsein und der gelegentliche Stinkefinger, mit wohlwollendem Grinsen garniert. Leute, die so etwas äußern, haben vermutlich schwere Defizite in ihrer sozialen Kompetenz. Schuhe, die Dir nicht passen, solltest Du Dir nicht anziehen.


    Liebe Grüße!


    Hans

  • hab` gerade bei google "stottern und Suizid" eingegeben und stieß auf diesen schon etwas älteren Thread. Hm, kommt auch viel darauf an, wie alt man ist, bzw. über welchen Zeitraum man Hohn und Spott ausgesetzt war und was es mit einem gemacht hat. Jüngere Stotterer haben heute das "Komfortproblem" aus einer Vielzahl von Therapien auswählen zu müssen. Auch die Therapiequalität hat deutlich zugelegt, was zum Rückgang stotternder Menschen führte.


    Was mich angeht, bezogen auf eigenen Erfahrungen der vergangen Jahrzehnte, beantworte ich die Frage mit einem klaren JA!