Hallo, Jana,
herzlich willkommen in unserem Forum. Ich habe auch jahrelang mit dem Stottern gekämpft, ohne wirklich weiter zu kommen. Irgendwann war's dann so schlimm, dass ich am liebsten aus dem Fenster gesprungen wäre. Aber als frischer Papa, ....
So nahm ich mich zusammen und dachte nach. Ich hatte zuvor schon viele Therapeuten und deren Therapien besucht: Sprachheillehrer, Logopädie, Sprachheilschule, Sprachkurheim, Heilpraktiker, Psychologen, Hypnosetherapeuten, Magnetiseure, Akupunktur, Del Ferro und, und, und. Was dabei herausgekommen war, kannst Du Dir sicherlich denken. Viel war's nicht.
Ich hab dann begonnen, mein Stottern strukturiert anzugehen und zu verändern; hab mein eigenes Konzept entworfen und die Sache durchgezogen. Natürlich war das anfangs ein ständiger Kampf, ein Verbessern und Optimieren. Heute geht es mir mit dem Sprechen ziemlich gut. Ich bin zwar nicht perfekt - wer ist das schon - aber wie gesagt, es läuft recht gut. Ich habe mich Atem- und Sprechübungen begonnen, die ich mithilfe von Meditation - denke ich - noch effizienter gestalten konnte. Eine wichtige Erkenntnis war, dass sich nicht nur mein Geist, meine Seele Verhaltensweisen und Abläufe merkt sondern mein Körper genauso über ein (biologisches) Gedächtnis verfügt und somit klar wurde, dass ich nur etwas erreichen und verändern kann, wenn ich auf beiden Ebenen (Körper und Geist) arbeite.
Das bedeutet, ich benutze Sprechtechniken, die es mir erlauben, das Sprechen flüssig zu gestalten und versuche so meinem Körper das "richtige" Verhalten anzugewöhnen und wende gleichzeitig mentale Strategien, Meditationen an, um meinem inneren Schweinehund das Sabotieren abzugewöhnen.
Na, ja, ich weiß nicht, ob Du aus meinen Ausführungen schlau wirst, aber ich vielleicht kannst Du ja was damit anfangen. Ich weiß nur eines, nämlich, dass das weiche Wasser in Bewegung mit der Zeit den harten Stein besiegt. (Laotse)
Liebe Grüße,
Hans