Hallo,
ich hätte da mal einige Fragen zum Stotterer-Training:
Erst einmal - auf der Homepage ist ja ein Video von Hans Liebelt verlinkt, das mit 1995 datiert ist und auf dem er doch recht stark stottert. War er zu dieser Zeit selbst als Patient dort oder schon als Trainer? Das geht aus dem von ihm Gesagten leider nicht eindeutig hervor.
Nun zur Therapie an sich: Ich habe eine recht wirkungsfreie logopädische Therapie hinter mir. Verfolgt wurde dort auch der Van Riper-Ansatz. Nun habe ich von Andreas Starke sehr viel gutes gehört und überlege, zu ihm zu gehen.
Das Stotterer-Training ist natürlich mit dem Ansatz sehr verlockend, dass durch eine Atemtechnik Stottern unmöglich gemacht werden soll. Allerdings:
Stottern ist doch mehr als nur falsches Atmen? Wird auch die "Basis" behandelt, also die psychische Facette?
Ich habe auch noch ein anderes Bedenken hinsichtlich der Atemtechnik: Kann es nicht sein, dass man dann betonungsfrei und "künstlich" spricht? Das würde mich eher abschrecken. Bin ein eher "leichter" Stotterer und möchte schon gerne mit Betonung sprechen können.
Kann man sagen, für wen welcher Ansatz besser ist - der Nichtvermeidungsansatz bzw. der, der vom Stotterer-Training verfolgt wird? Habe schon gehört, dass das St.Train. einen schnellen Erfolg bringt, aber ist er auch LANGFRISTIG?
Nun noch eine organisatorische Frage: Da anscheinend jeder mal zu einem "Probewochenende" kommen kann und im Rahmen eines Jahres immer wieder hingehen kann, sind die Gruppen dann nicht immer neu zusammen gewürfelt? Hat man da die Chance eines intimen Austauschs, ein Aspekt, der meiner Meinung nach sehr wichtig ist?
Vielen Dank, würde mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte!