Hallo, da bin ich

Kostenlos: 5 Übungen gegen Stottern

Mit unseren erprobten Übungen lernst Du, Dein Stottern zu reduzieren – kostenlos und von zuhause.

Jetzt anmelden und sofortigen Zugang zu den Übungen gegen Stottern erhalten.

  • wollte mich mal spontan vorstellen


    viel schreib ich erstmal nicht.. muss eigentlich ins bett
    werde ich aber im laufe des tages nachholen



    Also kurz zu mir
    Bin Maik, 25 und wohne in Berlin (prenzlauer berg)


    ich stotter seit ich klein bin, wovon ich aber nichts mehr weiß, weil ich bewußt das stottern erst so in der grundschule bemerkt habe
    war die ersten 3 klassen auch auf einer sprachheilschule
    durch diese schule hab ich im alte von 9 jahren an einer Sprachheilkur in Tahlheim im Erzgebirge teilgenommen.


    3monatiger Aufenthalt was am ende nichts brachte
    kann nicht sagen ob es dadurch etwas besser wurde, denn ich kann mich nicht erinnern, wie es vorher war.. ich weiß nur, wie es hinterher ist


    gibt viel zu erzählen, aber um das erstmal abzukürzen noch schnell was zu meinem stottern.


    ich stotter nicht sehr viel. ich kann auch einige sätze am stück ohne stottern reden. Dafür aber an manchen tagen ständig hängen bleibe.
    Größer ist mein problem, das ich mich ziemlich zurückziehe


    mehr dazu aber morgen


    könnt ja schon mal fragen stellen :)

  • Hallo, Maik,


    schön, dass Du da bist. :D Ich hatte 'nen Freund, der wohnte ein paar Jahre lang in der Prenzlauer Allee. Ich war oft dort. Da kommen schon fast Heimatgefühle auf. Geiler Kiez! Mein Freund hat es dort immer wieder so richtig krachen lassen; obwohl auch er ein Stotterer war. Sein Motto: Angriff statt Rückzug, ran gehen, feiern und Spaß haben.


    Ich war als Kind auch 3 Monate in einem Sprachkurheim ... und bei unzähligen anderen "Fachleuten". Teuer und wirkungslos. Ich hab die Sache dann selbst in die Hand genommen. Kostete nur Mut, hat's aber gebracht.


    LG Hans

  • Hallo, Maik,


    Ich habe beobachtet, dass sich das Stottern auf verschiedenen Ebenen abspielt: a) in meinem Körper und b) in meinem Kopf. Diese Ebenen vermischen sich miteinander bzw. beeinflussen sich gegenseitig.


    a) zum Körper: Mein Körper reagiert auf bestimmte Reize in gelernten (konditionierten) Bahnen. Fühle ich mich unsicher, spüre ich Verkrampfungen/Blockaden. Dies führt dazu, dass ich nicht richtig sprechen kann. Also versuche ich, die Reaktionen wie stockender Atem und unwillkürliches Wiederholen von Buschstaben, Silbern und Wörtern zu steuern. Ich habe dazu die gestütze Zwerchfellatmung benutzt. Sie ermöglicht es, dass ich meinen Sprechfluss so steuere, dass er wie gewünscht abläuft. Wiederhole ich diesen Vorgang permanent, so spüre ich nach und nach, wie mein Organismus den Sprechvorgang immer häufiger von alleine korrekt unterstützt und ablaufen lässt. Bishin zur völligen Blockadefreiheit. Das nimmt auch mein Verstand wahr.


    b) zum Kopf: Durch viele Erinnerungen geht mein Unterbewusstsein davon aus, dass ich gewisse Wörter, Buschstaben (evtl. nur in gewissen Situationen) nicht oder nur mühsam aussprechen kann. Das hat Impulse für den Körper zufolge. Er erwartet die Probleme förmlich und reagiert entsprechend der Erwartungen (Erfahrungen) mit den gelernten Mustern. Es gilt also, die "Erinnerungen" zu löschen bzw. zu überschreiben, dieses eingefahrene gedankliche Muster quasi neu zu programmieren. Das bin ich mit regelmäßiger Meditation (allen Menschen sehr zu empfehlen) sowie gezielter Autosuggestion angegangen. Letzeres ändert die gedanklichen Muster von "oh, je, jetzt muss ich was sagen aber ich kann das Wort ... nicht sprechen" in "ich bin sicher, ich werde die Wörter ruhig und gelassen aussprechen". Das Meditieren erlaubt mir, die Dinge so zu sehen wie sie sind und nicht (negativ) zu interpretieren; ich lerne, neutral mit dem Geschehen (außen wie innen) umzugehen.


    Das alles erfordert natürlich ein diszipliniertes Trainieren und Praktizieren. Das Problem bei den meisten Menschen ist der innere Schweinehund. Mein Leidensdruck war ziemlich hoch, so dass ich jeden Erfolg, ob groß oder klein, als Fortschritt oder Sieg feiern und genießen konnte. Meine wichtigste Erkenntnis: dran bleiben! Meine wichtigste Erfahrung: ich spreche nahezu problemlos und denke oft gar nicht mehr daran, dass ich stottern könnte.


    LG Hans

  • also ich zieh mich eigentlich ziemlich zurück
    hab ne ausbildung als gebäudereiniger wo ich ja auch ab und zu reden muss, aber an sich nicht viel. daher geht es immer
    rede aber auch kaum mit den leuten wo ich dann arbeite..
    wenn sie ein gespräch anfangen wollen, dann antworte ich meist nur sehr kurz


    privat ist das nicht anders
    ein freundeskreis hab ich eigentlich nicht.
    bin also nach der arbeit eher zu hause am rechner


    aber seit dem ich alleine wohne (seit 2005) hat sich schon vieles geändert.
    Musste ja zwangsweise viele Ämter-gänge machen
    früher hab ich beim bäcker oder so nicht mal was bestellt


    bestellen mach ich heute aber auch nicht so gerne.. nur da wo ich weiß das ich das auch ohne stottern aussprechen kann
    Telefonieren ist genau so nicht mein ding... mach ich auch total ungern


    und erst recht nicht leute auf der strasse ansprechen


    an sich leb ich schon ziemlich eingeschränkt und weiß das ich da was ändern müsste... aber hab irgendwie nich den mum dazu, weil ich von meiner art auch eher der ruhige und zurückhaltende bin

  • hi.
    Kann gut nachvollziehen was in dir vorgeht, aber...!
    Mach dich selbst nicht schlechter als du bist.
    Vielen geht es so. Jeder hat zeiten wo er sich selbst nicht kennen will und sich versteckt.
    Geh raus und leb dein leben.
    Der erste schritt ist der schwerste.
    Glaub mir es lohnt sich.


    Hätte es nie für möglich gehalten!
    Und heut bin ich verheiratet und werde balt vater.
    Glaub an dich und es geht vorran!


    Gruß der große bruder