Beiträge von Hans

Kostenlos: 5 Übungen gegen Stottern

Mit unseren erprobten Übungen lernst Du, Dein Stottern zu reduzieren – kostenlos und von zuhause.

Jetzt anmelden und sofortigen Zugang zu den Übungen gegen Stottern erhalten.

    Yoga-Vidya Haus in Bad Meinberg

    Beginn: freitags 18.00 Uhr
    Ende: sonntags ca. 16.00 Uhr.

    Kursbeschreibung:
    Wir werden dieses Wochenende in Stille und Besinnung verbringen, unsere "Innere Stimme" hören lernen und Anleitungen zur Integration von Meditation und Achtsamkeit in den Alltag erhalten. Wir üben verschiedene Meditationstechniken ein, angefangen bei der traditionellen Vipassana bis hin zu den aktiven Meditationen. Wir werden auch die Stimme als Mittel zur Meditation kennen lernen - Worte gebrauchen, ohne zu denken, ruhen inmitten des Orkans.
    Dies ist eine Einladung, die ebenso spannende wie reinigende Reise in die innere Welt zu beginnen und einen kleinen Einblick ins "Hier und Jetzt" zu bekommen und "seine" Meditation zu finden. Meditieren ist für jeden Menschen eine bereichernde, großartige Erfahrung. Regelmäßig praktiziert, vertieft und erleichtert sie das Leben und fördert sicherlich auch das flüssige Sprechen. Preise inkl. Vollpension ab 140,- €.
    Ein lebhafter Threat zur Meditation ist gerade hier.

    Termine:
    26. bis 28. März 2004
    25. bis 27. Juni 2004
    27. bis 29. August 2004
    19. bis 21. November 2004

    Seminargebühr:
    150,- Euro pro Person
    125,- Euro für Teilnehmer des Stotterer-Trainings außerhalb der Nachsorge.
    100,- Euro für Teilnehmer des Stotterer-Trainings innerhalb der Nachsorgezeit.

    Vollpension:
    40,- Euro bei Mehrbettzimmer, 50,- Euro bei Doppelzimmer, 70,- Euro bei Einzelzimmer
    für vegetarisch-biologische Vollwertkost, Übernachtung, Nutzung der Seminarräume und Infrastruktur.

    Gesamtpreis = Kursgebühr + Zimmerversion

    Weitere Informationen zum Haus: Yoga-Vidya

    Anmeldeschluss:
    5 Wochen vor Kursbeginn!

    Zahlung:
    100,- Euro Anzahlung bei Anmeldung,
    Rest 3 Wochen vor Kursbeginn.

    Bankverbindung:
    Ahrweiler, Sprech- und Sozialtraining
    BLZ: 430 601 29
    Kto.: 860 749 900
    Volksbank Bochum-Witten e.G.

    Bei Überweisung bitte Kursdatum angeben!

    Wochenende mit psychodramatischen Elementen.
    Gefühle, Verhalten und Einstellungen ändern.

    Selbsterfahrung für Stotternde.

    Beginn: jeweils freitags um 18.00 Uhr
    Ende: sonntags gegen 16.00 Uhr.

    Seminarbeschreibung:
    siehe unten.

    Termine:
    30. Juli bis 1. August 2004 Georghotel, Witten
    22. bis 24. Oktober 2004 Georghotel, Witten

    Seminargebühren:
    200,- Euro pro Person
    150,- Euro für Teilnehmer des Stotterer-Trainings innerhalb der Nachsorgezeit.

    Anmeldeschluss:
    5 Wochen vor Kursbeginn!

    Zahlung:
    100,- Euro Anzahlung auf die Seminargebühr bei Anmeldung,
    Rest 3 Wochen vor Kursbeginn.

    Unterkunft, Verpflegung im Yoga-Vidya Haus:
    40,- Euro bei Mehrbettzimmer. 50,- Euro bei Doppelzimmer, 70,- Euro bei Einzelzimmer (Zahlbar an uns bei Anmeldung. Preise für Verpflegung und Unterkunft im Yoga-Vidya Haus können ggf. leicht variieren, da wir mit dem Yoga-Vidya Haus noch keine Erfahrungen haben. Also, alles unter dem Vorbehalt der Nachbesserung.)
    Weitere Infos: Yoga-Vidya

    Unterkunft, Verpflegung im Georghotel
    Sie rechnen mit Hotel selbst ab.
    Weiter Infos: Georghotel

    Bankverbindung:
    Ahrweiler, Sprech- und Sozialtraining
    BLZ: 430 601 29
    Kto.: 860 749 900
    Volksbank Bochum Witten e.G

    Bei Überweisung bitte Kursdatum angeben!
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    Seminarbeschreibung

    Trainerin: Annette Ahrweiler, 48 J., Dipl. Sozialarbeiterin, Sozialtherapeutin, verhaltenstherapeutisch orientiert, vom VDR staatlich anerkannte Zulassung. Am international führenden Institut für Psychodrama hat sie eine anerkannte Psychodrama-Ausbildung abgeschlossen. Seit über 15 Jahren ist sie in der Einzel- und Gruppentherapie mit verhaltenstherapeutischen und psychodramatischen Techniken und Elementen tätig. Annette Ahrweiler wird im Rahmen des Stotterer-Trainings durch Psychodramaarbeit weitere Möglichkeiten mit den Teilnehmern erarbeiten, die das Selbst-Verständnis fördern und zu individuellen Lösungsansätzen für das Stotterproblem führen können.

    Was ist Psychodrama? Durch die Darstellung von Problemen und Konflikten werden Einsichten und konkrete emotionale Erfahrungen, die oft mit der Stotterproblematik verknüpft sind, anschaulich erlebbar. Unter Anleitung werden die Teilnehmer mit dem Ablauf und den Techniken des Psychodrama vertraut gemacht. Psychodrama findet innerhalb einer Gruppe statt, wobei einzelne Teilnehmer sich an der Darstellung der jeweiligen Problemszenen des Teilnehmenden aktiv beteiligen.

    Durch das Psychodrama werden Erkenntnisprozesse eingeleitet und Problemlösungen erarbeitet. Im geschützten Rahmen der Gruppe und unter fachlicher Anleitung können so der Zugang zur individuellen Problematik erleichtert und mögliche Lösungen in spielerischer Form ausprobiert werden. Problemsituationen werden durch das Psychodrama in kleinen Szenen dargestellt, die keinerlei schauspielerische Fähigkeiten voraussetzen, sondern von allen Teilnehmern "erspielbar" sind. Anstatt über innere und äußere Konfliktsituationen nur zu reden, werden diese dargestellt und dadurch auch Lösungsmöglichkeiten anschaulich erarbeitet und vermittelt.

    Dieses Vorgehen unterstützt den Zugang und das Verarbeiten der individuellen Probleme durch direktes Erleben und unmittelbares Aufarbeiten. In lebhafter und spielerischer Weise bietet das Psychodrama so eine effiziente Vorgehensweise an bislang ungelöste Problemsituationen.

    Daneben führt die spontane Handlung innerhalb der Darstellung zu einer Auflockerung der Problemsituation und schafft eine angstfreie Atmosphäre, in der Hemmungen abgebaut werden können. Die damit verbundene Verbesserung und Wiedergewinnung von natürlicher Spontaneität ermöglicht es den Teilnehmern, sich mehr zuzutrauen, dadurch ein stärkeres Selbstbewusstsein aufzubauen und in ihrem Sprechvermögen flüssiger zu werden.

    Neben der Wirksamkeit für Erwachsene bietet das Psychodrama auch besonders für Kinder eine Methode, die sich an der Erlebniswelt des Kindes orientiert und auf die natürlichen Bedürfnisse des Kindes nach Spiel, Spaß aber auch Erkenntnis eingeht.

    In spielerischer Form mit darstellenden Methoden wird es Kindern leichter gemacht, sich auszudrücken, Blockaden zu überwinden und somit freier in ihren Ausdrucksmöglichkeiten zu werden. Auf eine kindgerechte Form wird individuell geachtet. Der Schwerpunkt der Arbeit mit Kindern wird daher zwar problemorientiert sein, jedoch immer einen angemessenen Schutz vor psychischer Überforderung berücksichtigen und daneben dem Spiel- und Spaßfaktor nicht zu kurz kommen lassen. Besonders bei Kindern ist das Spontaneitäts- und Aktionsbedürfnis sehr stark und gehört zu einer gesunden Entwicklung, die im Psychodrama gefördert wird.


    Ein Zitat von Kerstin: "... wollte ich gern nocheinmal sagen: ich konnte echt ne menge lernen in diesem Seminar, jetzt, erst später, merke ich , dass ich total profitieren konnte, undzwar bezüglich einer stärkeren Wahrnehmung innerer Dinge und was noch viel toller ist einer adäquateren Ausdruckskraft, dh. ich traue mich echt mehr!!! Danke ! es grüßt dich die Kerstin."

    Der Link zum Threat: Psychodrama-Wochenende Nov. 2003

    Waffen
    Text: Hans Liebelt
    Musik: Stott Dot Com Boys

    Den Song gibt's hier: Waffen.mp3


    Wenn die Worte Waffen werden,
    scharfe Zungen Herzen brechen,
    Argumente Stolz verletzen
    werden Kriege dikutiert,
    werden Kriege diskutiert,
    werden Kriege dikutiert!

    Schon nach der ersten Worte Schlachten
    sind die Fronten klar gestellt;
    jeder weiß, bei ihm liegt alles Recht.
    So wird deutlich abgegrenzt,
    Burgen der Worte mit Spucke bebaut.
    Burgen der Worte mit Spucke gebaut.

    Wenn einer still die dummen,
    als schlau getarnten Reden
    über sich ergehen läßt
    sagt der Münder Meute:
    "Der hat nichts zu sagen,
    wir haben alles Recht.
    Wir haben alles Recht.

    Die Köpfe derer,
    die täglich Geisteszweikampf üben,
    sind zu voll von Taktik und Bemühen,
    and're hinter's Licht zu führen,
    als dass sie verstehen könnten,
    als dass sie verstehen könnten:

    Das schweigende Geduld
    zu Gold wird
    und beredte Worte
    nur Silber
    in der hohlen Mitte spiegeln,
    nur Silber
    in der hohlen Mitte spiegeln.

    Wenn die Worte Waffen werden,
    scharfe Zungen Herzen brechen,
    Argumente Stolz verletzen
    werden Kriege dikutiert,
    werden Kriege diskutiert,
    werden Kriege dikutiert!

    KIKA, der Kinderkanal, berichtet in "Fortsetzung folgt..."

    an den Samstagen:
    31. Januar, 7. Februar und 14. Februar
    jeweils um 10.00 Uhr morgens

    in kurzen, fortlaufenden Episoden über die Vorgeschichte von Philipp, seiner Teilnahme am Stotterer-Training und seiner Entwicklung bis zum heutigen Tag.


    Am Sonntag, dem
    29. Februar, um 13.30 Uhr

    sendet der KIKA dann einen 30-minütigen Beitrag rund um das Thema Stottern und wir erfahren mehr über den heute 10-jährigen Philipp.

    Der Programmhinweis aus dem "Stern TV-Magazin" für die Sendung am 29. Februar ist unten zu sehen.

    Zitat

    Original von Dicimania
    Nach ner weile dann (die hat sich die Antwort gruendlich ueberlegt), bekam ich die Antwort das sie eine nicht Stotterin seie.
    Und dannach hat sie mir auch noch erklaert das ein Stotterer (bzw ehemaliger, bzw fast symtomfrei) kein Logopaede sei koenne. HAHA!
    Sie sagte mir ein beispiel dann - sie verglich das mit der sache... Das auch zum beispiel ein Mensch ohne nen gesunden Arm auch kein Tennislehrer seien koenne.

    Naja, ich bin halt der Meinung das ein Stotterer (bzw. Ex) als Logopaede deutlich mehr Erfahrung hat als ein nicht stotterer.

    Bis Morgen

    Da bin ich ganz Deiner Meinung, Dicimania. Sei schön fleißig und wachsam. Dann hast Du auch Erfolg!

    Bis dann!

    Hans, ich könnte den Leuten „da draußen“ so viele Geschichten erzählen, von so vielen Kämpfen und Erkenntnissen über mich und über die Welt berichten. Aber es wird einfach zu viel, zu unstrukturiert. Es passieren Dinge, jeden Tag, in jeder Meditation. Seit anderthalb Jahren hatte ich nicht eine Minute Langeweile, hatte nicht eine Nacht, in der ich mich unglücklich und schlaflos hin und her gewälzt habe, habe mich nicht einmal mehr deswegen besoffen, weil ich fließend sprechen oder wenigstens für ein paar Stunden meinen Verstand ausschalten wollte.

    Das Hoch wird immer mehr zu meiner allgemeinen Stimmungslage, wenn es noch Tiefs gibt, sind sie erstens wirklich selten und zweitens versuche ich, sofort mit ihnen umzugehen, anstatt mich mit ihnen so wie früher wochenlang herumzuschlagen. Wenn diese Tiefs mit mir selbst und meinen Gedanken zu tun haben, durchschaue ich meistens recht bald, welche Spielchen mein Unterbewusstsein mit mir spielt. Wenn sie mit anderen Menschen zu tun haben, versuche ich, das so schnell wie möglich zu klären, und das gelingt mir auch ganz gut. Manchmal wird meine Sicht über andere Menschen jedoch immer noch von meinen Gedankenstrukturen beeinflusst, das ist dann also eine Kombination von Problemen mit Gedanken und mit anderen Menschen. Diese Nuss ist am schwersten zu knacken, aber ich bin ja noch jung. J

    Ich, ich, ich…immer nur ich. Mir geht das Wort auf den Keks! Auch das ist eine Entwicklung, an die ich bis vor zwei Jahren nie gedacht hätte. Jetzt, wo es mir hauptsächlich gut geht, merke ich gleichzeitig auch, wie wenig Bedeutung das für den Rest der Menschheit hat. Ich möchte gerne, dass andere auch so eine wunderschöne Zeit haben wie ich, möchte etwas von der ganzen Lebensenergie, von den geistigen Erektionen an andere abgeben. Auch andere sollen spüren, wie genial es ist, nachts nicht deswegen nicht einschlafen zu können, weil man traurig oder depressiv ist, sondern deswegen, weil die Ideen einfach nicht einschlafen können! Weil man so viele Projekte in seinem Kopf hat, dass man am liebsten JETZT SOFORT alles hinschreiben möchte. Auch andere sollen nachfühlen können, dass es sich schön anfühlt, wenn der Wind ihnen durchs Gesicht streift, und dass es kaum etwas Schöneres gibt als ein Lächeln oder die Umarmung eines anderen Menschen.

    Aber auch da habe ich schon Fehler gemacht. Ich habe Leuten, die in ihrer jetzigen Lebenssituation damit gar nichts anfangen können, von Dir und Deinen Seminaren erzählt und von Meditation und von innerer Harmonie und vom Fühlen und so weiter – und musste dann oft genug feststellen, dass so etwas nur dann ratsam ist, wenn die Leute solche Erzählungen wirklich brauchen. Denn ansonsten macht man sie nur resistent gegenüber solchen Entwicklungen. Man muss ein Gespür dafür entwickeln, ob Menschen gerade Veränderungen brauchen oder ob sie gerade anderen Dingen auf der Spur sind.

    Ich zum Beispiel habe für mich selbst gerade das Gefühl, dass ich zur Zeit keine großen Veränderungen mehr gebrauchen kann. Ich möchte das, was ich bisher erlebt und erfahren und erkannt habe, ausbauen und anwenden und aufschreiben. Aber neue Erkenntnis- und Entwicklungsschritte können sich jetzt bitte ein bisschen Zeit lassen, denn wenn es weiter so schnell geht, bekomme ich vielleicht Angst deswegen. Ich bin seit anderthalb Jahren auf einer superschnellen Achterbahn, und wenn sie jetzt mal für ein paar Monate stehen bleiben würde, hätte ich nichts dagegen. Aber vielleicht ist das ja auch wieder nur so eine Gedankenstruktur, die merkt, dass es ihr an den Kragen geht. Wer weiß das schon. Ich halte es hier mit Sokrates (oder versuche es zumindest):

    „Scio nescio.“ (Ich weiß, dass ich nichts weiß) Es kommt eh alles, wie es kommen will, wetten?

    Es ist eine unglaublich krasse Zeit, in der ich stecke. Ich bereue keine einzige Stunde in ihr, und ich bereue schon mal gar nicht, dass ich mich damals von Dir habe einladen lassen. Ich sage aufrichtig „Danke!“ und verspreche zu versuchen, mit diesem Geschenk sorgsam umzugehen, auch wenn es mir vielleicht mal irgendwann als Normalität erscheint, dass ich fließend sprechen kann. In einigen Situationen ist das ja schon so (es gibt aber auch noch Arbeit).

    Ich möchte, dass alle Stotterer, die diesen Text hier lesen, jetzt sofort mit der Arbeit an sich anfangen, weil ich weiß, dass es sich lohnt. Und ich weiß, dass es eigentlich eine Pflicht ist, an sich zu arbeiten, denn je mehr Leute das tun, desto mehr Chancen kriegen die Jungs und Mädels, die nach uns kommen.

    Ich freue mich, dass wir nun zusammen vorstoßen! Und ich möchte ganz klar machen, dass mir noch kein Sprach- und auch noch kein Psycho-Therapeut in meinem Leben (und es waren viele) so durchschlagend helfen konnte, wie es mein Freund, Sihing (das Wort kommt aus dem Kung Fu und bedeutet „älterer Bruder-Lehrer“) Hans Liebelt vermochte.

    Ein momentan zutiefst zufriedener Björn.
    (Mitte Juli 2002)

    Habe gerade einen Bericht in den Untiefen meiner Festplatte gefunden, den mir Björn vor längerer Zeit zugesendet hat. Den möchte ich Euch nicht vorenthalten.


    Lieber Sihing Hans,

    wir hatten ja neulich mal darüber geredet, dass ich einen zweiten Erfahrungsbericht über die durch Dein Training ausgelösten Veränderungen fertig stellen möchte. Es ist ja immerhin schon anderthalb Jahre (!!!) her, dass ich den ersten Bericht geschrieben habe. Es ist Zeit, weitere Erfahrungen weiterzugeben, denn ich merke, dass ich an einem sehr komischen Punkt bin. An einem Punkt des Vergessens, wie es mal war. Ich kann mich immer schlechter an die Schmerzen erinnern, die ich wegen meines Stotterns viele, viele Jahre ertragen musste. Manchmal erinnere ich mich noch daran, aber das kommt nicht mehr so oft vor. Ich weiß, dass ich eines nicht ganz so fernen Tages überhaupt nicht mehr in diesen Problemen stecken werde. Es werden wahrscheinlich andere Probleme sein, vielleicht werden sie ebenfalls mit meiner Persönlichkeit zu tun haben, vielleicht aber auch nur damit, dass ich ja nächste Woche mein Manuskript fertig haben und unbedingt noch 30 Seiten schreiben muss, weil der Verlag mir sonst den Vertrag kündigt oder so was. Man weiß ja nie, was kommt. Es gibt die Zukunft noch nicht.

    Es ist jetzt Mitternacht, mal wieder. Ich gebe mir (weil ich weiß, dass ich ansonsten unendlich schreiben würde) jetzt genau bis um eins Zeit, um diesen Bericht in mein Word-Programm zu pressen. Es ist tatsächlich ein Hineinpressen, denn in meinem Leben ist vor allem durch das Meditieren, durch die wiederholte Teilnahme an Deinem Training aber auch durch das ständige Trainieren des WingTsun dermaßen viel passiert, dass mich manchmal eine altes Skript heimsucht und mir einreden will, dass ich das entweder nur träume oder vielleicht doch mittlerweile verrückt bin und längst in eine Klinik eingewiesen werden müsste oder irgend so einen Blödsinn.

    Aber es ist nicht so, ich träume nicht. Und ich bin auch nicht (mehr) verrückt. Ich war verrückt, ich glaube sogar, dass ich zumindest angekränkelt war. Aber da bin ich ja nicht alleine, es gibt so viele Menschen um mich herum, die ebenfalls angekränkelt sind. Doch darum soll es jetzt nicht gehen.

    Es soll jetzt darum gehen, dass es mir heute richtig gut geht. Ich habe noch viele, viele Ängste in mir (einige sind sogar vorübergehend durch das meditative Bewusstwerden stärker geworden) und auch noch längst nicht alle Sprechsituationen vollständig ins Fließen bekommen. Aber es wird, ich weiß das. Die Gedanken, die mich vom Gegenteil überzeugen wollen, sind längst nicht mehr so stark, als dass sie ihr Vorhaben gegen das meinige durchsetzen könnten.

    Ich habe bisher anderthalb Jahre lang (fast) jeden Tag zwischen 40 Minuten und einer Stunde meditiert (wo die Studenten nur die viele Zeit her haben...), habe jeden Tag meine Atemübungen gemacht und so oft wie möglich positives Denken geübt.

    Ich hatte in dieser erfolgreichen Zeit einige sprachliche und mentale Rückschläge, habe oft genug an der Sache gezweifelt und habe oft genug überlegt, ob ich mich nicht vielleicht doch meinem „Schicksal“ beugen sollte. Aber ich habe immer weiter gemacht, bin zu den Seminaren gefahren, stand jeden Abend in irgendeiner Bochumer WingTsun-Schule und habe mir meistens geduldig die Schläge eingefangen, die ich tagsüber sprachlich kassiert habe.

    Gerade auch im WingTsun habe ich erfahren, dass es nur dann richtig weh tut, wenn man sich seinem Gegner schon ergibt, bevor der Kampf überhaupt angefangen hat. Und wenn ich eine immer wirksame Waffe gegen so einen Mist weiß, dann ist es der Satz:

    „Ist der Weg frei, stoße vor!“

    Vorstoßen, vorstoßen, vorstoßen… Ich kann nur jedem empfehlen, sich dieses Wort immer wieder vorzusagen – denn es ist ein Wort mit unheimlich viel Power. Und es wirkt überall! In jeder Situation. Wenn man vorstößt und niemals zurück geht, hat man gewonnen.

    Ich stoße vor, so viel es geht. Ich meditiere, atme, kämpfe, habe ein zweites Buch geschrieben und danach die Lüdenscheider Schule ins Leben gerufen, habe vor einiger Zeit mein erstes Referat in der Uni gehalten, bei dem ich sprachlich nicht versagt habe, freue mich schon auf meine Magisterprüfungen, werde demnächst WingTsun-Ausbilder, möchte anderen Menschen genauso helfen, wie Du mir geholfen hast, möchte gerne Stotter-Wissenschaftler werden, und ich habe das Gefühl, dass ich mal richtig dicke Kohle haben werde (auch wenn letzteres kein wirkliches Ziel von mir ist).

    Und ich kann genießen! Im letzten Herbst (September 2001) habe ich mal wieder den Ort in Dänemark wiedergesehen, an dem ich mit meiner Familie oft Urlaub machte, als ich noch Teenager und ein kleines, fügsames Opfer meiner eigenen Gedankenstrukturen war. Die Angst, wieder nach Hause zu fahren und zu Hause wieder zu versagen, war stets größer als die Freude, mit meinen lieben Eltern und meinem lieben Bruder in einer wunderschönen Natur einen wunderschönen Urlaub zu verleben. Ich konnte es nicht genießen, weil ich wusste, dass zu Hause die dicke Strafe kommen wird. Das Versagen in der Schule, am Telefon, bei den Mädchen…

    Aber diesmal war ich WIRKLICH im Urlaub, war ich WIRKLICH mit meinen Eltern zusammen. Ich meditierte am Strand und übte meine WingTsun-Formen und redete 14 Tage lang ausnahmslos fließend mit meinen Eltern, und ich sehe heute noch das zu Tränen gerührte Gesicht meines wunderbaren Vaters, als ich zu meinen Eltern am letzten Urlaubstag den Satz sagte, den ich von Dir geklaut habe:

    „Ich grüße das Licht in Dir!“

    Ich sehe meine glücklich weinenden Eltern, wie sie mir hinterher winken, als ich mich in meinem Auto von dem Ferienhaus entferne, in der Gewissheit, eine schöne Zeit gehabt zu haben. Und ich weiß noch, wie ich dachte: „Jetzt wissen sie, dass es mir gut geht!“

    ......

    (Fortsetzung im nächsten Beitrag)

    Zitat

    Original von Dieter

    ... Ich lese zur Zeit Rüdiger Dahlke (einer der Standardwerke, oder gibt es hoffentlich Widerspruch?!) .... .... Er stellt als These in den Raum, das es für uns westlich geprägten Menschen einfacher wäre über geführte Meditationen in unsere Schattenwelt besser zu kommen als über östliche Meditationen ....

    .... Ich besuche in Kürze ein 10-tägiges Vipassana Schweigeseminar und bin gespalten.

    Hallo, Dieter!
    Dr. Rüdiger Dahlke hat sich viel mit meditativen Techniken beschäftigt. Ob man seine Veröffentlichungen als Standardwerke bezeichnen kann, weiß ich nicht zu sagen. Es gibt eine Reihe anderer Autoren, die sich kompetent mit dem Thema beschäftigt haben. Eine kleine Auswahl findest Du im Threat "Was ist Meditation", den Link dort hin ein paar Beiträge höher.

    Geführte Meditationen werden im allgemeinen als "Trance-Meditation" bezeichnet. Wie der Name schon sagt, befindet sich der Meditierende in einem tranceähnlichen Zustand. Die Gefahr, dabei ins Unbewusste "abzutauchen", ist recht groß. Dann hat das Ganze eher einen schlafähnlichen Effekt. Was natürlich auch "gesund" ist. :D

    Der traditionelle Hintergrund, bzw. das "Ziel", der Meditation ist es, zu "erwachen". Das bedeutet, alle Gedanken, Handlungen, Gefühle etc. bewusst zu erleben.

    Zitat

    Original von Matze
    Was mir jedoch bei der MEditation nach östlicher Technik widerfährt ist ... ich werde mit dutzenden, in chaotuscher Reihenfolge auftretender Gedanken konfrontiert. Bilder von gestern, heute, Kindheit, Traumbilder reihen sich in unerklärbarer Reihenfolge nacheinander an. Dies war anfangs erschreckend, heute ist es oft - ich nehme es einfach nur als Spiegelbild / Abbild meines durchaus ebenso chaotischen Gedankenlebens.

    Genau das ist es, was die Meditation nach den traditionellen Techniken so wertvoll macht. In einem Zustand der Ruhe (wenn ich meditiere befindet sich meine Gehirnwellen im Alpha-Bereich) werden uns mit der Zeit alle nicht vollständig verarbeiteten Erlebnisse (auch gedanklicher und emotionaler Art) nach und nach wirklich bewusst und können "verarbeitet" werden. So werden unsere inneren Konflikte gelöst und die ins Unbewusste vergedrängten Emotionen, die sich logischer Weise immer wieder vehement in unseren menschlichen Alltag einmischen, aufgearbeitet und "unschädlich" gemacht.

    Ich würde nicht behaupten wollen, dass geführte Meditationen für uns Westler besser sind als z.B. die Vipassana. Eher möchte ich behaupten, die Dynamische Meditation bringt uns schneller voran. Aber da ist ja noch der "Innere Schweinehund", der es sich meist bequem machen will und grundsätzlich erst einmal alle Disziplin und Anstrengung aus unserem Leben fernzuhalten vermag. Er ist ein guter Freund der "schlechten Gewohnheiten" und ihn zu "dressieren" ist ein Job, der uns wahrscheinlich bis ins Grab verfolgen wird. Nichts desto trotz ist es ein durchaus lohnenswertes Unterfangen in sich selbst immer wieder aufzuräumen. Darum, frei nach meinem Motto: Pachen wir's an.

    Lieber Dieter, Du solltest Deine "Gespaltenheit" nicht so wichtig nehmen. Es ist wahrscheinlich nur eine Strategie des Geistes, um in unserem Leben den Status Quo aufrechtzuerhalten.

    Liebe Yvonne, ich muss die "Stotterer-Trance-Meditation" einfach mal abschreiben, um sie hier zu posten. (Mal gucken, was mein innerer Schweinehund dazu sagt.) Ich habe auch vor, eine Audioaufnahme davon zu machen. Dann gibt's die Medi als CD.

    Lieber Matze, Du bist ein sehr aufmerksamer Beobachter Deines Inneren geworden. :respekt:

    Euer Hans :D

    P.S.: Es freut mich sehr, dass nun wieder mehr von uns das Forum zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch nutzen. Dafür an dieser Stelle meinen allerherzlichsten Dank!

    Ich kann mich der Yvonne nur anschließen. Je weniger Erwartungen Du hast und je unvoreingenommener Du die Sache angehst, desto besser werden die Ergebnisse sein. Das heißt natürlich nicht, dass man sich aus den Übungen raushält, im Gegenteil .... :D :D :D :D :D Die "Crew" ist mit Dir!

    Hey, Dicimania!

    Zitat

    Original von Dicimania
    sorry wenn ich jetzt dazwischen rede siddharta...
    das ist ja ein bombentraining was du da absolvierst. Hut ab.

    Sind die Erfolge auch so gut ? bzw hast du nen Thread irgendwo geoffnet wo du ueber das Sprechen in der Praxis berichtest?

    weiter so!

    danke!


    Lieber Siddharta, wenn Du zitieren möchtest, dann klick einfach auf den Button "Zitat" im Beitrag, den Du zietieren möchtest. Dann sieht's so aus, wie in diesem Beitrag. "Praxisberichte" wie sie Dicimania anregt, wären übrigens sicher nicht schlecht und sehr aussagekräftig für unsere Leser.

    Liebe Grüße! :D :up:

    Die Version 1.02 ist da und online gestellt. Die Atemsequenzen können jetzt auch hinter dem Komma editiert werden und mit Drücken der "Leertaste" beginnt sofort eine neue Einatemphase. Genial zum Telefonieren! Einfach runterladen, entzippen und starten. Anleitung liegt bei. Dank gebührt dem fleißigen Programmierer!

    Hier geht's zum Download!

    Stotterer-Training Wochenendenden

    Die Kurse beginnen jeweils Freitag um 18.00 Uhr und enden Sonntags gegen 18.00 Uhr.

    Kosten: 300,- Euro (ohne kostenlose Nachsorge!) Innerhalb der Nachsorgezeit ist das Wochenende kostenlos! Interessenten bekommen einen kostenlosen Schnuppertermin!

    Entscheidet sich ein Wochenendteilnehmer nach dem Kurs innerhalb eines Jahres dafür, ein komplettes Stotterer-Training inkl. Nachsorge zu buchen, so werden 100% der zuvor für das Wochenende bezahlten Gebühr gutgeschrieben.

    Rücktrittsrecht: Wenn Sie nach dem ersten Tag das Training nicht fortführen möchten, erstatten wir Ihnen die Kursgebühr.

    Unterkunft, Verpflegung und Raumkosten werden gesondert vom Hotel berechnet. Dies gilt auch bei Kursabbruch.

    Termine stehen auf der Terminseite

    Ein minimaler Raumkostenbeitrag (5,- bis 10.- €/Tag) wird gesondert vom Hotel berechnet.