Hier eine Wortmeldung von Roland Pauli aus dem Sprachheilpädagogik-Forum:
Roland Pauli
Mitglied
Beiträge: 67
Registriert: Mrz 2001
erstellt am 23.02.2004 um 14:33 Uhr
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Hallo Hans,
ich habe das Buch die Globale Therapie des Stotterns von Phillip J. Roberts inzwischen studiert.
Der Autor nimmt an ganz vielen Stellen Bezug auf das Buch von William D. Parry Understanding & Controlling Stuttering
Es ist insofern gut, dass es sehr verständlich den möglichen Ursprung, den Vorgang des Stotterns und eine mögliche Behandlungsform beschreibt.
Das Buch gibt Anleitungen wie der Valsalva-Mechanismus unterbunden werden kann.
Es sollen u.a. in Übungssituationen bewusst Stotterblockaden produziert und dann allmählich wieder aufgelöst werden. Durch die geschärfte Wahrnehmung soll ein frühzeitiges Intervenieren ermöglicht werden.
Das Prinzip ist ähnlich dem von Van Riper.
Auch die Desensibilisierung wird empfohlen.
Ich persönlich bevorzuge in meiner Ropana-Methode lieber den sanften Weg, indem ich keine absichtlich Blockaden herbeiführen lasse, weil jede Blockade im Gehirn wieder abgespeichert wird und die gestotterten Gesprächsanteile erhöht.
Wenn im Alltag eh noch Blocks entstehen, kann ich auch hier gut eingreifen.
Viele andere Übungen aus dem Buch sind in der Therapieszene altbekannt.
Wie man sich verhalten und in gewissen Situationen angemessen reagieren sollte, ist gut beschrieben.
Prima ist die ehrliche Ankündigung von Rückfällen, und dass dem Übenden wieder Basisarbeit empfohlen wird, statt aufzugeben.
Für Laien ein Buch, das man sich schenken lassen kann, aber allzu viel sollte man sich nicht davon erhoffen.
Herzlichst
Roland