Grüß euch,
Ich stottere schon von klein auf und mich beschäftigt gerade folgendes Thema:
Ich nehme seit einiger Zeit Gesangsausbildung und habe ziemliche Probleme hohe Töne zu erreichen. Das Problem scheint nicht so sehr an meiner Technik zu liegen, aber ich fühle mich immer verkrampfter je höher ich komme.
Auffallend ist: es gibt Momente, in denen ich gar nicht daran denke, dass jetzt ein hoher Ton kommt und dann singe ich diese Töne ganz gut und vor allem fällt es mir leicht. Sobald ich aber spitzkriege, was für ein hoher Ton das jetzt war, ist es schon wieder vorbei und die Muskeln in und um meinen Mund verkrampfen sich. D.h. Gaumensegel "knüllt sich nach oben zusammen", Kehlkopf wandert in die Höhe, in den Halsmuskeln entsteht eine ungeheure Spannung und ich krächze oben nur mehr vor mich hin.
Ich hab heute mit einer Logopädin gesprochen die auch professionelle Sänger unterrichtet. Sie meint, es sei typisch für Stotterer, das diese nicht leicht "in sich etwas zum fließen bringen würden.". Also scheint diese Art psychischer Blockade typisch für uns zu sein, hm.
Das hat mich schon fertig gemacht. Bisher dachte ich diese Krampfzustände durch Technik wegzubekommen, aber mein Gesangslehrer kann mir leider nur Standard-Technik beibringen und nicht auf mein spezielles Problem eingehen.
Weiß jemand von euch mehr über diese besondere Problematik Stotterer/Sänger? Das würde mir schon sehr helfen....das Drama ist, dadurch dass ich die hohen Töne nicht erreiche kann ich auch anspruchsvolle solistische Musikliteratur mehr oder weniger vergessen, da diese Sachen meist recht hoch sind.
Freu mich über ein Antwort,
schöne Grüße aus Wien!