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Sprechtechnik — Weiter mit Köpfchen

Beherrschen wir die Atemtechnik, die ohnehin schon beruhigend auf unseren Körper und positiv auf unsere Psyche einwirkt, so können wir mithilfe der nun erklärten Sprechtechnik mit dem fließenden Sprechen beginnen. Während der Ausübung der Sprechtechnik fahren wir mit der Atemtechnik fort: Einatmen, Ausatmen, Pause etc.

Die Sprechtechnik ist denkbar einfach, weil jeder von uns schon einmal den Satz gehört hat: „Erst denken, dann reden“. Besser kann man die Sprechtechnik gar nicht zusammenfassen.

Im ersten Schritt müssen wir wissen, was wir überhaupt sagen möchten. Ein Großteil der Unsicherheit während des Sprechens basiert darauf, dass wir uns verhaspeln, weil wir unseren Satz nicht zuende überlegt haben. Also muss man seinen Satz oder sein Satzteil quasi auswendig lernen.

Im zweiten Schritt praktiziert man eine Wahrnehmungslenkung, um im dritten Schritt sprechen zu können. Während des Sprechens bleibt unser Focus weiterhin bei der Wahrnehmungslenkung, in unserem Fall idealerweise beim Atmen. Die restliche Luft – wenn nach dem Sprechen noch etwas übrig bleibt – atmen wir weiter aus und machen gemäß Atemtechnik danach eine Pause.

Die Sprechpause können wir dazu nutzen, unsere volle Konzentration auf die Wahrnehmung des Hier und Jetzt zu legen, um ganz bei uns selbst zu bleiben, uns den nächsten Satzteil genau zu überlegen und auswendig zu lernen.

Kontrolle dank Sprechtechnik

Bahnt sich trotz Sprechtechnik eine Sprechblockade an oder man beginnt zu stottern, muss man sofort aufhören zu sprechen: STOPPEN! Denn das Stottern ist ein negatives Signal an das Unterbewusstsein. Bildlich gesprochen, gewinnt der innere Stotterer mit jedem Stottern wieder an Macht. Um das zu verhindern, müssen wir bei Unsicherheiten aufhören zu sprechen, noch mal durchatmen, damit wir mit unserer Atmung in einen sicheren Zustand gelangen und den Zyklus der Sprechtechnik von vorn beginnen.

Wenn das Unterbewusstsein (mit unserem inneren Stotterer) bemerkt, dass wir das Stottern nicht mehr zulassen, wird es Stück für Stück de-programmiert. Wir brechen die alten Sprechmuster auf, und das Unbewusste wird zu unserem Freund, indem es uns beim fließenden Sprechen hilft.