Beiträge von M.J.

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    Danke, Tommi! Ich lasse deine subjektiven Anmerkungen mal so stehen und möchte abschließend nur sagen, dass ich, ganz ohne hart an mir arbeiten zu müssen, einen Logopäden gefunden habe der nach der Van Riper Methode arbeitet, ohne Heilungsversprechen und mit dem Ziel, sich als stotternden Menschen, der man eben ist, zu akzeptieren - sehr entspannend und sehr wohltuend! :squint: Dir auch alles gute!

    Hallo Aaron,



    dieses Forum, und vor allem die Rubrik „Erfahrungsberichte“ ist ja
    dafür da um Erfahrungen auszutauschen und anderen mitzuteilen. Nichts anderes
    habe ich gemacht – es sind lediglich meine Erfahrungen mit Greifenhofer gewesen
    und es ist mein gutes Recht, diese hier mitzuteilen. Ich habe niemanden
    beleidigt oder sonst was, sondern ganz sachlich meine Erlebnisse geschildert.
    Genauso wie du es ja auch tun kannst. Nur bitte ich dich, dabei auch nur bei
    DEINEN Erfahrungen zu bleiben, und nicht irgendwelche Schlüsse auf mein
    Verhalten zu ziehen, ohne auch nur ein einziges Mal mit mir im Nachhinein gesprochen
    zu haben. Woher möchtest du denn wissen, wie viel ich nach der Therapie mit der
    Technik geübt habe? Woher willst du wissen, dass ich nicht auch jeden Tag die
    Atemübung gemacht habe, rausgegangen bin und versucht habe, dass Gelernte
    umzusetzen, um dann zu merken, dass es eben einfach nicht so klappt? Das kannst
    du nicht, und deshalb lass doch bitte solche Beurteilungen sein.



    Ich hatte auch geschrieben, dass ich sehr wohl Leute während
    der Therapie getroffen habe, denen Greifenhofers Ansatz etwas gebracht hat.
    Davon scheinst du ja einer zu sein, und das ist doch sehr erfreulich für dich! Dann
    teile doch hier im Forum deine Erfahrungen mit Greifenhofer, und ich teile halt
    meine. Mir erging es halt einfach nicht so wie dir, ich musste nichts „verdauen“
    in den 12 Stunden Freizeit am Tag und den schnellen Erfolg, nämlich dass ich
    plötzlich besser sprechen konnte als vorher, habe ich wie gesagt in allen
    anderen Therapien genauso erlebt und das ist für mich noch lange kein Zeichen
    für einen dauerhaften Therapieerfolg.



    Und es stimmt, jeder ist seines Glückes Schmied und
    natürlich mache ich Greifenhofer nicht dafür verantwortlich dass ich stottere,
    und auch sonst habe ich nirgendwo erwähnt, irgendjemand dafür verantwortlich zu
    machen oder jemandem die Schuld zu geben. Ich sagte lediglich, dass man als
    Antwort ein sofortiges „Das liegt an dir selbst“ bekommt, ohne eine Nachfrage
    wie oft man denn übe und wo genau die Probleme liegen (so wie du ja leider auch
    nicht nachfragst, sondern mich stattdessen direkt beurteilst). Und das wirkt auf
    mich in keinster Weise professionell und sehr wenig unterstützend.




    Trotzdem alles Gute dir auf deinem Weg und weiterhin gutes
    Gelingen!



    M.J.

    Hallo zusammen,


    ich möchte gerne meine Erfahrungen mit dem Greifenhofer
    Institut mit euch teilen, wo ich dieses Jahr eine Therapie absolviert hatte.


    Aufgrund ein paar TV Auftritte bin ich auf diese Therapie
    aufmerksam geworden und fuhr schließlich zu dem 8-tägigen Seminar. Gleich zu
    Beginn teilte Greifenhofer mit, dass das Seminar sich auf 7 Tage verkürzt, da
    das auch vollkommen ausreichen würde. Nun gut, mir war es recht, es war ohnehin
    eine sehr unschöne Gegend und ich habe mich dort nicht besonders wohl gefühlt.


    Aber nun zur Therapie: Auf der Homepage vom Greifenhofer
    Institut wird mit „mindestens 5 Stunden täglichem Training“ geworben, während
    meiner Tage dort hatten wir lediglich drei Stunden pro Tag und somit ca. 12
    Stunden Freizeit. Diese sollten wir laut Greifenhofer selbstständig zum Üben
    nutzen. Ich habe davor andere Therapien absolviert, bei denen man täglich 10
    Stunden in der Gruppe und zusammen mit dem Therapeuten an seinem Stottern
    gearbeitet hat, da waren diese 3 Stündchen pro Tag schon ein ziemlicher Schock
    für mich. Innerhalb dieser drei Stunden wurde dann eine „Hypnose“ gemacht, wir
    lagen mit Isomatten auf dem Fußboden und Greifenhofer sprach seinen Hypnosetext.
    Das alles ähnelte jedoch viel mehr einer Entspannungsübung, es begann stets mit
    der autogenen Trainingsform „deine Arme und Beiden werden schwer“, und auch der
    Inhalt war stets sehr allgemein, also nicht individuell auf den Einzelnen
    abgestimmt. Somit stand die Hypnose sehr im Widerspruch zu der Darstellung in
    einem der TV-Beiträge, wo der Teilnehmer bei einer Einzelhypnose auf einer
    schönen Massageliege gefilmt wurde… die Realität bei uns im Kurs sah da ganz
    anders aus. Die Hypnose an sich handelte dann davon, dass man angstfrei und
    gelöst in allen Situationen sprechen könne und sollte sich im Unterbewusstsein
    verfestigen. Nach 20 Minuten war Schluss, und das ganze einmal pro Tag, also
    insgesamt 7 „Hypnosesitzungen“ während der Therapie. Auf der Homepage wird
    zudem mit einer „Begleitung durch eine Heilpraktikerin/Psychotherapie während
    der gesamten Therapie“ geworben, ich habe in meiner Woche dort jedoch nie eine
    solche Heilpraktikerin zu Gesicht bekommen, geschweige denn eine Psychotherapie
    erlebt.


    Vom Inhalt her wurde dann in der restlichen Therapiezeit
    hauptsächlich „Ich packe meinen Koffer“ gespielt, und ein
    Frage-Antwort-Kartenspiel, das wir uns reihum immer wieder vorlesen mussten. Greifenhofer
    unterbrach währenddessen auch gerne mal die Sprechenden, sei es, um zu ermahnen,
    dass man nicht genügend auf den Bauch konzentriert war, oder aber, um eine
    persönliche Geschichte aus seinem Leben mit einzubringen (das geschah häufig
    und hatte nichts mehr professionellen Therapiesitzungen zu tun). Ich durfte mir
    zudem auch noch schlechte Witze anhören, die weit unter die Gürtellinie gingen
    und mich somit an jeglicher Professionalität zweifeln ließen.


    Dann gab es noch das Telefontraining, bei dem wir Teilnehmer
    reihum den Pizza-Service anrufen sollten. Man sah und wusste, dass es sich am
    anderen Ende der Leitung jedoch keinesfalls um einen echten Lieferservice
    handelt, sondern um Greifenhofers Frau, wodurch Sinn und Effektivität dieser
    Aufgabe für mich nicht mehr zu erkennen waren. Wir wussten ja alle, dass man
    von Greifenhofers Frau keine negative Reaktion erwarten muss, von daher war die
    Aufregung auch dementsprechend niedrig und diese ganze Übungssituation hatte
    wenig mit den realen Stressmomenten eines Stotterers zu tun. Anschließend rief
    uns Greifenhofers Frau nochmal der Reihe nach zurück und wir sollten etwas
    plaudern, und dass war dann das ganze Telefontraining. Wenn ich mich an
    vorherige Therapien erinnere, wo wir schwitzend und mit klopfendem Herz vor dem
    Telefon saßen und jeder mindestens 10 Mal bei den unterschiedlichsten Stellen
    anrufen sollte mit Personen am anderen Ende, die tatsächlich nichts von unserem
    Stottern wussten und uns wirklich fremd waren, ist der Übungseffekt dieses
    Telefontrainings á la Greifenhofer schon sehr fraglich.


    Alles in allem basiert seine Therapie auf der oben genannten
    Hypnose und der dazugehörigen Atemtechnik (Zwerchfellatmung: man atmet durch die
    Nase ein, und durch den Mund aus). Gleichzeitig soll man immer den Blickkontakt
    zum Gegenüber halten und an nichts Anderes mehr denken als an seinen Bauch, was
    mir gleich zu Beginn schon fraglich vorkam, denn wie soll ich mich
    beispielsweise in einem schwierigen Verkaufsgespräch inhaltlich gut ausdrücken,
    wenn ich mich ausschließlich auf meinen Bauch konzentriere? Vielleicht gibt es
    ja Menschen, die das gleichzeitig hinkriegen, mein Gehirn und ich sind damit
    leider etwas überfordert ;-) Nun gut, durch diese Ablenkung auf den Atemfluss
    soll man nach Greifenhofers Theorie also keine Zeit mehr haben an das Stottern
    zu denken, somit soll das Stottern auch nicht mehr auftreten. Ich habe während
    meiner Zeit dort Leute getroffen, die durch die Anwendung der Technik sehr wohl
    einen positiven Einfluss auf ihr Sprechen wahrgenommen haben, und auch ich
    selbst konnte während der Woche viel besser sprechen. So erging es mir aber in
    JEDER meiner bisherigen Therapien und überall habe ich andere Stotterer
    getroffen, für die die jeweilige Therapieform positive Auswirkungen hatte. Für
    mich steht jedoch ganz klar fest, dass das besser erlebte Sprechen darauf
    basiert, dass man sich während einer Therapie in einem geschützten Rahmen
    befindet, weit weg vom Alltagsstress und umgeben von Menschen, von denen man
    keine negativen Reaktionen zu erwarten hat. Meiner Erfahrung nach spricht also JEDER
    Stotterer während einer Therapie besser als sonst, und die kurzen
    Vorher-Nachher-Videos, die dann im Internet präsentiert werden und während der
    Therapie gedreht worden sind, vermitteln dann das trügerische Bild einer
    Heilung oder eines unglaublichen Erfolges. Ob eine Therapie aber wirklich
    erfolgreich ist, kann sich erst NACH der Therapiezeit wirklich zeigen, und so
    haben die meisten Stotterer am Ende einer Therapie bereits den Höhepunkt ihres
    Sprecherfolgs erreicht, und die alten Gewohnheiten und Probleme, und somit auch
    das Stottern, kommen im Alltag nach und nach zurück.


    Wenn man Greifenhofer im Nachhinein berichtet, dass man
    Schwierigkeiten mit der Umsetzung seiner Methode hätte, bekommt man lediglich
    zu hören, dass das an der eigenen Motivation liegt und man wohl nicht genug
    geübt hätte – ohne auch nur einmal nachzufragen, wie oft man denn mit der
    Technik trainiert hätte und wo genau die Schwierigkeiten liegen. Ja, so macht
    man es sich leicht…


    Abschließend möchte ich auch nochmal betonen, dass ich mich
    nach keiner meiner bisherigen Therapien so wenig therapiert gefühlt habe wie
    nach dieser, und sich auch trotz der Anwendung der Atemtechnik in
    Stresssituationen für mich nichts verändert hat.


    LG,


    M.J.