"Wiederholung ist die Mutter des Lernens," sagt ein altes Sprichwort. Geduld und Einfühlungsvermögen haben einen hohen Stellenwert bei der Therapie des Stotterns. Das gilt natürlich auch bei Jugendlichen und Erwachsenen. Jedoch ist die soziale Kompetenz des Therapeuten bei der Stottertherapie mit Kindern besonders wichtig. Thomas Rudolf und Hans Liebelt haben als Kinder selbst stark gestottert und können daher die psychischen Aspekte betroffener Kinder bestens nachempfinden.
Wenn Kinder stottern, kann sich in ihnen ein negatives Selbstbild entwickeln. Dieser gedankliche und letztendlich unbewusst ablaufende Konditionierungsprozess kann durch geeignete Übungen und Therapiemaßnahmen weitgehend verhindert werden.
Ein wirksames Mittel hierzu ist die Anwendung des Psychodrama. Moreno entwickelte das Psychodrama, als "diejenige Methode, welche die Wahrheit der Seele durch Handeln ergründet", mit dem Ziel "die menschliche Spontaneität freizusetzen und gleichzeitig in das gesamte Lebensgefüge des Menschen sinnvoll zu integrieren". Warum das Psychodrama gerade bei Kindern so wirkungsvoll sein kann, entnehmen Sie dem nachfolgenden Text (Quelle: wikipedia).
Psychodrama kann bei Kindern gegen Stottern und in der Schule helfen
(Quelle: wikipedia) "Die Anwendung in der Schule ist erprobt. Psychodrama kann in der schulischen Arbeit eingesetzt werden.
Anlass für die Anwendung dieser und verwandter Techniken im praktischen Alltag ist die weit verbreitete Beziehungslosigkeit zwischen Lehrern und Schülern in Deutschland, die eine Ursache für breites Versagen, Aussteigertum und Aggression in der Schule ist. Wenn Lehrer aus der emotionalen Beziehung zu ihren Schülern aussteigen, steigen Schüler aus der Schule aus. Somit ist diese Technik geeignet, einerseits den Beziehungsmisstand zwischen Lehrer (Selbstverständnis "reiner Fachlehrer" = Unterrichtsvollzugsbeamter) und Schülern, wie auch unerwünschtes Verhalten von Kindern in Gruppensituationen der Schule zu bearbeiten.
Ziel der Arbeit mit dieser Technik zur Verhaltensänderung ist die Übertragung von alternativen Verhaltensmustern in die eigene Rolle. Das Kind oder der Jugendliche soll durch Dopplung, Rollentausch, Spiegeln oder den "Therapeuten" als agierenden Deuter Rückmeldung erhalten über Rollenverhalten und was es bewirkt. Dabei ist nicht der Rollentausch auf der realen Ebene, sondern ein Arbeiten auf der Symbolebene ausschlaggebend für die erfolgreiche Anwendung der Psychodramatechnik. Also nicht der Schüler nimmt die Rolle des Lehrers ein und der Lehrer spielt den rebellischen Schüler, sondern es müssen Symbole her, an denen das Thema abgearbeitet wird. Der Rollentausch auf der realen Ebene wäre eine paradoxe Intervention aus der Sicht der sozialpsychologischen Therapie." (Quelle: > wikipedia)