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Dorothee: Mein Mann war völlig überrascht, wie gut das Stotterer-Training ist

Im letzten September waren mein ältester Sohn (Max, 12 Jahre) und ich zum ersten Mal bei einem 3-tägigen Stottererseminar in Lüdenscheid.
Nachdem Max schon seit 8 Jahren mit äußerst mäßigem Erfolg in logopädischer Behandlung war, wollten mein Mann und ich nach anderen Wegen suchen. Das Konzept von Hans hat mich sofort angesprochen, zumal ich selbst "Betroffene" bin. Ich hatte in meiner Jugend trotz jahrelanger Therapie auch stark gestottert. Und als ich dann mit 21 Jahren von zu Hause ausgezogen bin und mein Studium in einer anderen Stadt begonnen hatte, wollte ich das Stottern UN-BE-DINGT endlich loswerden. Ich hatte mir damals Folgendes überlegt:

  1. Du kannst zwar bewusst nicht "Nicht-stottern". Aber du kannst sofort mit dem Reden aufhören, wenn du merkst, dass du verkrampfst.
  2. Du kannst immer und zu jeder Zeit deutlich und bewusst atmen.

Und nachdem ich dann diese beiden Regeln konsequent angewendet hatte, wurde das Sprechen tatsächlich nach und nach immer besser. Wenn ich heute den Leuten erzähle, dass ich als Jugendliche stark gestottert habe, glauben sie mir das meistens nicht.

Beim Lesen der Webseite www.stop-stottern.de hat mich vor allem überzeugt, dass meine Regeln von damals im Ansatz auch ein Bestandteil der Therapie von Hans sind. Aber natürlich ist sein Konzept noch viel weitreichender, durchdachter und ganzheitlicher.

Die 3 Tage in Lüdenscheid haben uns sehr viel gebracht. Wir haben intensiv die Techniken trainiert, meditiert und viel Hintergrundinformationen bekommen. Und trotz der Kürze der Zeit konnte man bei Max tatsächlich schon eine deutliche Verbesserung beim Sprechen sehen. Dies zeigte sich auch bei der Aufnahme der Vorher-Nachher-Videos.

Nach unserer Rückreise war mein Mann völlig überrascht, wie gut das Stotterertraining bei Max angeschlagen hat. Max hatte viel zu erzählen, ließ währenddessen keine Blocks zu und konzentrierte sich voll und ganz auf seine Atmung.

Heute spricht Max immer noch sehr gut, wenn er bewusst die Atemtechnik anwendet. Allerdings üben wir die Technik noch zu unregelmäßig, sodass er oft in sein altes Sprechmuster zurückfällt. Ja, in diesem Punkt müssen wir unsere Alltagsgewohnheiten noch ändern. Wir haben das feste Ziel, tägliche Trainingseinheiten und Meditationen in unseren Alltag einzubauen. Jedenfalls bekommt Max seit dem Seminar keine Logopädiestunden mehr, weil wir diesen Weg weitergehen wollen.

Wir sind sehr froh, dass wir so viele erfolgversprechende Anregungen in Lüdenscheid bekommen haben, und vielleicht werden wir irgendwann nochmal an einem Seminar teilnehmen.

Danke, Hans.