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Claudia erlebt das Stotterer-Training zusammen mit ihrem Kind

Hallo Hans,

es kostet schon Überwindung, den E-Bericht anzufangen. Zum einen, weil ich das Gefühl habe, ein ganzes Buch über diese 7 Tage schreiben zu können, und zum anderen denke ich, dass es soviele Erfahrungen + Aha-Erlebnisse gibt, die schlecht für andere nachvollziehbar bzw. zu intim zu sein scheinen. Sich kurz zu fassen, war immer schon ein Problem. Also gut, jetzt sitze ich im Zug und habe 4 Stunden Zeit. Packen wir`s an!!!

Ich bin die Mutter von unserem 11jährigen Sohn, Marvin, der zum ersten mal das Basistraining von Hans in Witten besuchte. Ich wollte ihn eigentlich nur begleiten um ihn in seinen Aufgaben/Übungen und Vorhaben, sein Stottern los zu werden, zu unterstützen. Im Verlauf der Woche habe ich allerdings festgestellt, dass es auch bei mir einige kleine, aber nicht unwesentliche, Dinge gab, die es zu überdenken oder bewusster wahrzunehmen galt.

Ich hatte es für mich nur bedingt für möglich gehalten, dass durch Meditation so starke Gefühle hervorgerufen werden 1. "Wahnsinns-Entspannung" + 2. "Wahnsinns-Körperwahrnehmung"), zumal ich anfangs diese Übungen unter dem Aspekt, als Mutter eine Vorbildfunktion zu haben, mitgemacht habe. Neben Trauer kam auch das Gefühl hoch, gar nicht wissen zu wollen was im Körper oder in der Seele geschieht, sondern nur noch alles genießen zu wollen. Bisher habe ich mich durch Sport, Gespräche, Musik hören, Geige spielen und natürlich durch Sex in Entspannung versetzt. Aber diese Tiefenentspannung, die über die Dauer der Tätigkeit hinaus anhält, gelingt, glaube ich, nur durch die verschiedenen Meditationsübungen, wie sie in diesem Kursus praktiziert wurden. Auch durch andere Übungen (z.B. "Sag mir wer du bist!") ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig es ist, Emotionen auszuleben. Gleiches konnte ich auch bei unserem Sohn feststellen: er fühlt sich seitdem entspannt und ausgeglichen. In diesem Zustand fällt es ihm auch viel leichter, seine Gefühle auszudrücken; und das finde ich für sein Leben und für ein gelungenes Zusammenleben und für das Erleben der Umwelt so wichtig. Durch die einfühlsame Art von Hans, mit jedem Teilnehmer so zu reden, dass derjenige sich verstanden fühlt und Vertrauen aufbaut, begann unser Sohn an sich zu arbeiten und die Sprechtechnik zu erlernen und anzuwenden. Mit Hilfe der Sprechtechnik und der Meditation meistert er seitdem alle Situationen. Er weiß sich auch zu helfen, wenn er z.B. aufgeregt ist, indem er "einen Schritt zurückgeht" und die Hände auf die Flanken legt und sich somit auf die Bewegungen des Zwerchfells konzentriert.

Abschließend möchte ich nur noch sagen, dass dieser Kursus mit Hans ein Glücksgriff für uns war, und sich unser Leben dadurch stark verändert hat. Ich kann nur jedem empfehlen, ihn kennenzulernen und "verzaubern" zu lassen. Egal ob man stottert oder nicht.